Ein letztes Wort zum Schluss

7 07 2011

Nach unseren letzten paar Tagen in Rotorua stand dann auch meine vorerst letzte Autofahrt an. Das Tolle dabei für mich war ja: Ich musste ja nicht einmal mehr in den Großstadtverkehr! Dank meines Rückkaufvertrages musste ich mir auch überhaupt keine Gedanken darüber machen, mein Auto am Ende loszuwerden und so konnte ich (nach einer kurzen Säuberungsaktion, wobei selbst durch die Waschstraße der Vogelsch*** nicht abging) mein Auto einfach so auf dem Rückweg abgeben. Das lief auch mehr oder weniger ohne Probleme, ich hab leider, durch den Steinschlag und mein zerbrochenes Rücklicht, das mir selbst nie Probleme bereitet hat, noch weniger zurückbekommen als vereinbart,  aber immerhin war ich es los. Erleichterung pur!
Von diesem kleinen Vorort Auckland fuhr zum Glück ein Zug (einer der wenigen Neuseelands und btw. auch meine erste Zugfahrt seit 10 Monaten) in das Zentrum, wo uns dann erst das Eigentliche Problem bevorstand. In Rotorua dachten wir ja: „Ach, jetzt verlassen doch eh alle Neuseeland, da werden die Hostels schon nicht so voll sein.“ Das hätte für die Hostels außerhalb des Stadtzentrums bestimmt gegolten, aber wir wollten ja nicht allzu weit weg um dann auch schnell zum Flughafen zu gelangen und trotzdem noch ein bisschen was zu sehen. Jedenfalls haben wir vorher in keinem Hostel angerufen und sind nach Daniels Vorschlag zum YHA gefahren – am anderen Ende der großen Queen’s Street. Das war dann auch erst einmal nicht so schlimm, nur hatten die dort, wenn überhaupt, gerade einmal ein einziges Bett in einem Mädchenmehrbettzimmer gehabt und das natürlich nicht das Wahre… Dann blieben leider nur noch die Massenabsteigen Base oder Nomade – beide haben einen total schlechten Ruf als billige Partyunterkünfte mit viel zu kleinen Küchen aber Platz für bis zu 500 Leute. Und die Preise waren auch ganz schön gesalzen, aber was tut man nicht alles um an ein Doppelzimmer im Zentrum zu gelangen. Und so haben wir dann noch 4 Nächte in einem fensterlosen Kabuff verbracht, in dem über dem eigentlichen Doppelzimmer noch ein einzelnes Doppelstockbett stand – also eigentlich kein Doppelzimmer, sondern… ja, was eigentlich? Ein Familienzimmer für Leute ohne Gepäck, weil es so eng ist? Keine Ahnung, jedenfalls hatten wir ein Minibadezimmer für uns!

Die letzten Tage haben wir dann auch nichts Großartiges mehr gemacht, vor allem durch die Straßen gelaufen, in die Bibliothek oder in Daniel Fall einfach geschlafen. Nur einen Abend sind wir dann noch auf den Skytower gefahren, der größte Turm in der südlichen Hemisphäre, von wo aus man einen klasse Ausblick auf Auckland hat. Den hatte ich ja letztes Mal bewusst ausgelassen, weil viele auch meinten „Ach, Auckland sieht von oben aus wie jede andere Großstadt auch“ und das stimmt im Prinzip auch. Aber wenn dann abends die Sonne untergeht und langsam alles um einen herum hell erleuchtet wird – dann lohnt es sich doch 🙂

Und sonst gibt es über meine letzten Tage auch gar nichts mehr zu berichten. Der Rückflug lief eigentlich ohne Komplikationen, nur der Abschied fiel natürlich dementsprechend schwer… Aber ich bin heil angekommen, man braucht halt immer ein bisschen um sich einzugewöhnen. Nach 10 Monaten auch verständlich, aber es waren 10 einfach wundervolle Monate, die ich auch gar nicht missen möchte 🙂

In dem Sinne
Haere ra, Aotearoa. Ka kite ano akuanei.



Stadt der faulen Eier

1 07 2011

Rotorua ist dann wohl der letzte touristische Ort, den wir angepeilt haben. Danach geht es nur noch zurück nach Auckland um mein Auto abzugeben und die Zeit bis zum Flug abzusitzen. Und dafür wird es auch Zeit, langsam reicht es…

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Kaum kommt man in die Nähe von Rotorua, steigt einem ein übler Geruch nach faulen Eiern in die Nase. Der Grund dafür sind natürlich keine Eier, sondern nur Schwefel, aber besonders angenehm macht es das auch nicht. Die Gegend ist vor allem für Maorikultur, die Vulkane und Thermalquellen bekannt, aus dem der Geruch kommt. Eine der größten Thermalquellen hab ich schon letzten Oktober als ich in Te Puke gearbeitet habe besucht, jetzt ging es mir vor allem um die Stadt und Zorbing! Das kann man sich im Prinzip so vorstellen: Eine riesige aufgeblasene Kugeln, in die man einsteigen und den Hügel hinunterrollen kann. Wahlweise trocken festgeschnallt oder mit Wasser locker drin sitzend, wahlweise sogar bis zu drei Leute!

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Immer der Sonne entgegen

28 06 2011

Bei nicht ganz so gutem Wetter gestartet und mit der Sonne angekommen sind wir dann nach 4 Stunden Fahrt durch Neuseelands Hinterland, mit Stop bei dem längsten Namen der Welt, der sich übrigens auf den Hügel im Hintergrund bezieht, in Napier. 1931 wurde Napier durch ein Erdbeben fast komplett zerstört. Der Wiederaufbau sollte etwas ganz Besonderes werden, so hat man aus Napier eine riesige Art-Deco-Stadt gemacht. Und auch heute ist die Kunst auch so ziemlich das Größte was die Stadt ausmacht. Die meisten Backpacker kommen hier nur her, weil es hier relativ viel Arbeit auf dem umliegenden Apfelplantagen gibt.

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Nach nur einer Nacht in Napier sind wir deshalb auch schon weiter nach Norden. Da wir aber beide langsam genug davon hatten, jeden Tag Stunden im Auto zu sitzen lassen wir das Eastcape ausfallen – es wäre einfach zu lang! Deswegen hieß es für diesen Tag “nur” drei Stunden nach Gisborne, Neuseelands sonnigster Stadt, die gerne von Saison-arbeitern, aber im Sommer auch besonders von Surfern angefahren wird. Gisborne steht ganz im Zeichen von James Cook, der damals hier an Land gegangen ist. Dem mussten natürlich so einige Statuen gewidmet werden 😉

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Der letzte Stop bevor es zurück nach Auckland geht ist jetzt für drei Tage Rotorua – endlich mal ein bisschen Pause vom Auto fahren 🙂



Durch die Wolken nach Norden

25 06 2011

Am Tag unserer Abreise aus Queenstown standen die Wolken so tief, dass wir im Prinzip durch sie hindurch gefahren sind – und dass alles ein bisschen gespenstisch aussieht. Aber so richtig. Wird man da nicht an den ein oder anderen Horrorfilm erinnert?

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Wir müssen relativ zügig nach Norden fahren, da ich am 1. Juli mein Auto abgeben muss und wir noch Hawke’s Bay, das Eastcape und Rotorua auf dem Rückweg mit aufnehmen möchten. Zumindest um sagen zu können “Wir waren da.” Und es macht echt KEINEN Spaß den ganzen Tag am Steuer zu sitzen! Am ersten Tag 4 Stunden nach Lake Tekapo, von dort über 5 Stunden nach Kaikoura im strömenden Regen und dann eine doch ganz kurze Strecke nach Picton (wo wir ohne Aufpreis einfach mal so von einem Dorm wieder in ein Doppelzimmer gesteckt wurden :)) um dann am nächsten Tag mit der Fähre zurück auf die Nordinsel zu fahren.

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Die Fährfahrt war dann einfach nur grauenvoll – verglichen mit der Hinfahrt. Erst einmal haben wir morgens  8.00 Uhr eine SMS bekommen, dass die Fähre Verspätung hat und wir später kommen sollen. Dann standen wir noch ewig in der Reihe bis es endlich mal mit der Auffahrt begann und auf der Fähre haben wir uns einfach nur noch schlecht gefühlt. Ich weiß nicht wieso, es war kein starker Seegang, sondern genauso ruhig wie die Fahrt zuvor. Halb am Verhungern haben wir dann die Fähre verlassen, aber Auto fahren in Wellington? Nein danke! Dann sind wir erst einmal ewig auf dem Highway entlang um irgendwo ein bisschen entfernt vom großen Verkehr irgendetwas zu Essen zu finden… Zuerst wollten wir ja von Wellington aus gleich nach Napier durchfahren, aber das wären 5 Stunden gewesen und dafür hatte ich weder Ausdauer noch Lust. So haben wir nach nicht einmal 2 Stunden Stop in Masterton gemacht. Eine der hässlichsten Städte, die ich hier gesehen habe… Aber jetzt back to plan!



Queenstown, die Fünfte

22 06 2011

Nach meinem alten Plan, sollte das der letzte große Stop sein, von dem ich dann allein wieder nach Auckland zurück gefahren wäre. Aber zum Glück sieht es ganz so aus bis zum letzten Tag nicht allein dazustehen 🙂

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IMG_2464Da ich jetzt schon zum fünften Mal in Queenstown angekommen bin, gab es auch nicht mehr allzu viel Neues zu erleben. Wir hatten ja die Hoffnung, zumindest schneebedeckte Berge zu sehen, aber der Winter scheint dieses Jahr einfach unwahrscheinlich warm zu sein. Von den drei großen Skigebieten ist auch nur eins dank Kunstschnee offen – die Skifahrer warten schon alle ganz ungeduldig!

Das Beste bekamen wir gleich am Anfang zu spüren: Wegen der großen Aschewolke aus Chile liegt hier seit Tagen der Flugverkehr flach und viele Reisende konnten Queenstown nicht verlassen. Gut für uns – wir wurden ohne Aufpreis von dem gebuchten Mehrbettzimmer in ein Doppelzimmer verlagert. Für die gesamte Zeit 🙂

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Den Großteil unserer Tage haben wir dann aber vor allem damit verbracht unsere  Steuererklärung zu vervollständigen, weswegen wir so gut wie jeden Tag Stunden im Internet verbracht haben. Dann stand auch noch Arrowtown, eine zweite Fahrt mit der Gondola, um eine tolle Aussicht auf Queenstown zu bekommen und, auf Drängen Daniels, Luge zu fahren. Das ist im Prinzip nichts weiter als eine große Kartbahn den Hügel hinunter, aber macht schon Spaß… Dank Super-Sonderangebote stand zweimal Schlittschuhlaufen auf dem Programm und sonst ging es vor allem zu Fergburger. Ein bisschen Kiwiqualität bevor es zurück nach Deutschland geht 🙂

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