Und die Ernüchterung kommt doch

15 06 2011

Nach soviel Glück mit dem Wetter muss natürlich auch mal das große Pech kommen – und das gerade dort, worauf ich mich am meisten gefreut habe: Doubtful Sound, der um Einiges größere und schwieriger zu erreichende Fjord der beiden großen in Neuseeland. Während man an den Milford Sound ganz einfach mir dem Auto heranfahren kann (okay, es ist nicht ganz so einfach, die Strecke ist auch ganz schön anstrengend), muss man für Doubtful Sound mit einem der Tourenveranstalter erst quer über den See Manapouri und dann mit dem Bus durch die einzige Verbindung zum Fjord, einem Pass durch die Berge, der dann schließlich zum Anfang des Sounds führt. Dementsprechend teuer ist solch eine Tour natürlich, aber da ja momentan alle Touren auf die “Winter Rate” setzen, haben wir es doch günstiger als normalerweise bekommen. Trotzdem sind 150$ eine Menge Geld wenn man auf Budget reist.

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Montag früh 8.30 Uhr wurden wir vom Hostel abgeholt und nach Manapouri zum Hafen gebracht, auf dem unser erstes Boot schon auf uns gewartet hat und mit dem wir auf einer mehr oder weniger holprigen Fahrt den See überquert haben. Am anderen Ende des Sees war das Manapouri Wasserkraftwerk Bestandteil der Tour – eins der größten Neuseelands, das 14% des Energiebedarfs im Land deckt. Auf der Busfahrt über den Pass war es dann im Prinzip unmöglich überhaupt einen Blick auf den Fjord zu erhaschen – es war einfach zu bewölkt und regnerisch. Auch wenn das das typische Wetter in einem Fjord ist, genervt hat das doch.

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Der Sound an sich war dann (meiner Meinung nach) um Einiges besser als Milford Sound. Größer, steiler, schöner – aber unsere Meinungen spalten sich da etwas. Und so ganz beeindruckend war das ganze im Regen jetzt eher weniger… Immer nur ein paar Meter weit gucken zu können und alle paar Bilder die Tropfen von der Kameralinse zu wischen hat einfach keinen Spaß gemacht. Ob sich die 150$ gelohnt haben weiß ich nicht, aber ich hätte mich wohl geärgert, wenn ich die Tour gar nicht gemacht hätte. Hätte ja auch gutes Wetter sein können!



Und das Wetter bleibt bestehen

13 06 2011

In den letzten Monaten hab ich schon oft gehört, wie schlecht das Wetter im Winter werden soll; dauernd Regen, im Süden sogar Schnee, kein schönes Reisewetter. Außerdem geht die Sonne viel zu früh unter.
Aber seitdem wie Ashburton verlassen haben scheint uns die Sonne zu verfolgen. Das heißt nicht, dass es besonders warm ist, aber zumindest regnet es nicht die ganze Zeit und ruiniert uns die Fotos. Selbst hier im Fjordland, im regenreichsten Gebiet Neuseelands – Sonnenschein, keine einzige Wolke am Himmel. Das Wetter soll zwar unberechenbar sein und kann hier jede Minute umschlagen, aber bis jetzt kam absolut nichts. Da macht das Reisen doch viel mehr Spaß 🙂

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Freitag früh, 8 Uhr, ging die Fähre zurück auf das Festland zur nächsten Etappe der Southern Scenic Route. Auch hier gibt es wieder nicht allzu viel zu erzählen und selbst die Bilder halten sich in Grenzen. Und 20 km vor unserem Übernachtungsort hat es dann doch echt angefangen zu regnen – Überraschung! Aber da wir eh nichts mehr geplant hatten war uns das eigentlich unwichtig… Und am nächsten Morgen war wieder bestes Wetter.

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Unser eigentliches Ziel war ja sowieso Milford Sound, deswegen ging es gleich früh wieder los – über die Milford Road, die eine Attraktion für sich ist. Auf 120 km ohne Tankstelle durch das Fjordland kann man so einige spektakuläre Aussichten genießen und auch der eigentliche Sound hat Einiges zu bieten. Zum Glück haben wir aber vor einigen Tagen von einer Freundin aus Te Puke den Tip bekommen, auf bookme.co.nz nach Specials von den Cruises zu suchen – und konnten so eine 65$-Cruise für 20$ abgrasen!

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Am Tag unserer Bootsfahrt hat sich der Sound dann doch ganz schön zugezogen, aber zum Glück hat es nicht wirklich geregnet – und das ist für das Fjordland immer noch gutes Wetter! Und so haben wir 1 1/2-Stunden auf dem Wasser zwischen den steilen Felshängen verbracht… Da versteht man schon wieso Milford Sound so hoch bewertet wird.

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Und dem folgt natürlich noch der zweite berühmte Fjord – Doubtful Sound!



Abseits der Touristenwege

9 06 2011

Jetzt sind wir schon ganz in den Süden der Südinsel gefahren, da können wir natürlich noch ein kleines Stück weiter. Für die meisten besteht Neuseeland nur aus Nordinsel und Südinsel, aber noch ein bisschen weiter südlich befindet sich Stewart Island, die drittgrößte Insel Neuseelands.  Für die meisten Touristen, vor allem Backpacker, ist die Überfahrt hierhin zu teuer, da man hier kaum anderes tun kann als wandern, cruisen und kayaking. Und auch wenn ich von einigen gehört habe, dass das hier eher ein Ziel für ältere Leute ist, wollte ich trotzdem unbedingt den Trip wagen. Es bestand ja außerdem die geringe (aber doch vorhandene) Chance die Südlichter oder einen Kiwi zu sehen – haben wir aber beides nicht geschafft, trotz perfekten Wetters.

Mittwochabend sind wir dann aber erst einmal mit der Fähre übergefahren – eine Stunde bei Sonnenuntergang und ruhigem Seegang. Und by the way auch ganz ohne Auto – die müssen nämlich auf dem Festland bleiben, so groß ist die Stewart Island ja auch gar nicht. Ist schon ein bisschen seltsam ohne Auto zu reisen 🙂

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Auf der Insel angekommen war dann aber die Frage: “Wo schlafen wir eigentlich?” Wir hatten ein Hostel vorgebucht, man hatte aber am Telefon gemeint, dass wir woanders hin verlegt werden. Leider hatte Danny nicht ganz verstanden wohin genau… Jedenfalls sind wir dann mit dem ganzen Gepäck durch den winzigen Ort zum Hostel gelaufen, dass aber geschlossen war… Super! Aber da stand auch ein Zettel, dass man after hour den Staff im Sea Shore Hotel anprechen soll. Und dann hat sich halt herausgestellt, dass alle Hostelbewohner jetzt im Winter in dieses Hotel verlegt wurden. Hört sich natürlich erst einmal super an – ganz ohne Aufpreis vom Hostel in ein Hotel? Das ist doch klasse! Aber genau das ist es eigentlich nicht! Wir sind Backpacker – Backpacker sind es gewohnt eine Küche zum Kochen zur Verfügung zu haben. Genauso Waschmaschinen. Und das alles hat ein Hotel natürlich nicht für seine Gäste… Richtige Hotelgäste bestellen um hauseigenen Restaurant und sind nur Kurztouristen, die ihre Sachen eh nur einmal tragen bevor sie wieder nach Hause reisen. Und da war der Fehler.

Aber ein gutes hatte das Hotel: Wir haben in unserem Doppelzimmer direkten Zugang zum Balkon, der auf die Bucht nach Osten gerichtet ist – und so hatten wir gleich beim Aufwachen einen schnellen Zugang zum Sonnenaufgang!

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Wie auch immer, an unserem einzigen vollen Tag hier haben wir dann natürlich das Offensichtliche gemacht: gewandert. Durch Regenwald, an Buchten entlang, in vollkommener Stille. Hatten wir so auch noch nicht 🙂
Aber so richtig umgehauen hat es uns dann doch nicht. Ja, ist eine ganz schöne Insel, sehr, sehr ruhig, aber irgendwie nicht das Richtige für uns. Da muss man echt eine Vorliebe für das ausgiebige Wandern haben um hier Tage zu verbringen.

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Ab in den Süden…

8 06 2011

… und immer weiter auf der Southern Scenic Route. Diese Strecke geht durch den ganzen Süden der Südinsel von Dunedin immer an der  Küste entlang bis zum Fjordland und hoch nach Queenstown – unserer Endstation. Das erste große Gebiet waren aber erst einmal die Catlins, in denen wir dann auch übernachtet haben.

Auf der Strecke haben wir unendlich viele kleinere Stops gemacht. Steile Klippen, mehrere Wasserfälle, Pinguine (♥) und alles was halt noch so schön anzusehen ist. Und weil es auch gar nicht allzu viel zu sagen gibt, lasse ich einfach wieder die Bilder sprechen 🙂

Nugget Point

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On The Road

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Purakaunui Falls – DER Postkartenwasserfall

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Niagara Falls – kleiner Scherz eines Kiwis, “Wasserfall” ist Hintergrund zu sehen

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Gelbaugenpinguine in Curio Bay

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Slope Point – der südlichste Punkt der Südinsel

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Waipapa Point

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Stirling Point – Ende/Anfang des Highway 1 in Bluff

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