Arbeiten, arbeiten, arbeiten!

30 09 2010

Ich hab einen Job, WUHU!!

Im Kiwi Packhouse, ich werde also den ganzen Tag in einer kalten Halle stehen und matschige und harte Kiwis sortieren… Alle anderen im Zimmer arbeiten auch da, wird also schon nicht so schlimm 😉



ToT

30 09 2010

7 1/2 verdammte Stunden! So lange hab ich heute mit dem Auto von Kaitaia (ganz oben im Northland nach Helensville (40 min von Auckland) gebraucht… Meine Host meinte noch, dass ich da etwa 5 Stunden brauchen würde, aber ich meinte ja keine Highways fahren zu wollen. Großer Fehler! Highways mögen langweilig sein, aber zumindest kann man sich auf ihnen nicht verfahren und erst Recht keine Gravelroads (unbefestigte Straßen) nehmen!! Ich bin irgendwo im hintersten Hinterland auf so einer schrecklichen Straße langgekommen, musste die dann auch noch einmal zurück fahren, weil das der falsche Weg und die Kreuzung gaaaaanz schlecht (wenn nicht sogar gar nicht) ausgeschildert war, nur um dann eine noch schrecklichere Gravelroad nehmen zu müssen. Eng, bergig und einfach grauenvoll… Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr man sich dann auf einmal freut eine befestigte Straße zu sehen, was ja eigentlich das Normalste auf der Welt ist 🙂
naja, so habe ich für eine Strecke von 1 Stunde etwa das dreifache benötigt, habe dann bei Tane Mahuta meine Pause gemacht und bin dann (nur auf den Highways!) nach Helensville durchgefahren. Wie ich mich doch auf die Fahrt morgen freue, der Weg ist ja fast nochmal so lang… Auch nur Highways bzw. Motorways mit Stop am Piha und Karekare Beach, aber das sollte sich eigentlich schneller machen lassen. Sind ja schließlich welche der größten in Neuseeland 😉

Jedenfalls bin ich jetzt hier im Hostel… allein! Ganz allein! Kein einziger anderer Gast u.û Nur eine seltsame Katze. Und irgendwie hat man Angst irgendetwas zu berühren, weil alles so sauber aussieht. Und die Host versteht mich auch irgendwie nicht, dabei ist mein Englisch doch nicht sooo schlecht, immerhin verstehen mich alle anderen!

Nachtrag:
Der eigentliche Check-In war ja eigentlich gegen 10 Uhr, damit hab ich auch voll gerechnet, aber da fangen die an um 9 Stress zu machen, weil die noch weg und hinter mir abschliessen müssen. Hallo? Ich hab $25 dafür bezahlt, da können die mich doch nicht auch noch früher rausschmeissen! Die wurden mir aber so unsympathisch, dass ich schon fast von selber geflüchtet bin 🙂
Wie auch immer, nach 4 Stunden auf dem Highway und noch einmal durch das Labyrinth in Auckland bin ich dann auch hier in Te Puke angekommen. Mein erster Gedanke war ja “Ich will hier weg”, weil es auf dem ersten Blick echt scheiße aussieht, aber wenn man dann erst einmal mit den Leuten in Kontakt gekommen ist, lässt sich das hier durchaus aushalten.



… where the spirits of the deceased leave the land.

28 09 2010

MD000255Obwohl ich zuerst geplant hatte mit dem Auto nach Cape Reinga zu fahren, hab ich mich dann doch für eine organisierte Tour entschieden – hallo? Für $45 ja wohl verständlich 😉 Und es wurden ja nicht nur das Cape angezielt, sondern auch noch diverse andere Strände, Sandboarden (bzw. –rodeln) und entlangfahren auf dem Ninety Miles Beach. Der ist sogar eine öffentliche Straße, aber ohne Four-wheel-drive kann man das echt vergessen, viel also für mich selber von vornherein ins Wasser. Also: Tour! Das hat auch einmal ganz gut getan, nicht selber fahren zu müssen. Ist immer etwas ungünstig während man fährt auch die Umgebung anzugucken, vor allem, da es ja fast immer kurvige Strecken sind. Außerdem war es glaub ich ganz gut, dass ich meinem Auto die Berge auf dem Weg zum Cape nicht angetan habe, da hätte ich echt Probleme gehabt 😉
Allzu viel kann man dazu auch nicht schreiben, wir hatten immer ein paar Minuten für Fotos, am Cape auch mal länger, weil der Weg länger war und natürlich auch auf der Düne, aber sonst ging alles immer hintereinander weg. War ja auch nicht schlimm, an den meisten Orten kann man auch keine Stunden verbringen…

Naja… Bilderflut!

Houhora Heads (Wagener Park)

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Rarawa Beach

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Tapotupotu Beach

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Cape Reinga

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Te Paki Stream

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90 Mile Beach

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Faule Eier, Mini-Autocrash und unendlich viele Spinnen

27 09 2010

[Bilder folgen noch!]

Bevor es für mich weitergeht, sollte ich vielleicht doch ein bisschen mehr über meine Woche schreiben… Es ist ja nicht so, dass nichts passiert wäre 😉

Aber erst einmal:

WWOOF
Vielen wird das unbekannt sein: Willing Workers On Organic Farms (oder so ähnlich). Gibt es in vielen Ländern, auch in Deutschland, und unter Backpackern ist das ganz schön verbreitet, wenn man keine bezahlte Arbeit findet. Andere machen es einfach aus Spaß, ich wollte es erst einmal ausprobieren 🙂
Im Prinzip geht es nur darum, dass man täglich etwa 4 Stunden auf der Farm (oder wo man auch ist) arbeitet und dafür Unterkunft und Verpflegung von der Familie bekommt. Ich selbst bin nicht auf einer Farm, aber hier gibt es genügend Gartenarbeit und anderes zu tun.

Die Arbeit
Der Großteil meiner Arbeit bestand aus weeding (Unkraut jäten), weeding und immer weiter weeding. Es gibt hier so unendlich vieles zu jäten, das ist echt grauenvoll. Im Prinzip ist es gar nicht so schlimm, aber die ganzen Würmer und Spinnen die sich zwischen Pflanzen und Kräutern tummeln – BÄH!
Einmal durfte ich auch ein bisschen malen… Das hier ist ja eine Joinery (keine Ahnung, was das übersetzt ist, aber ich vermute Tischlerei oder so – jedenfalls machen  die hier Türen, Schränke, Fenster und so etwas) und ich durfte an einem der schlechteren Tage ein paar Fenster weiß anmalen. Das war im Vergleich zum weeding schon ganz angenehm!
Der Samstag ist der Haushaltstag, deswegen housekeeping! Fegen und Fenster putzen, das hat die Zeit schon voll ausgenutzt. An meinem letzten Tag hab ich dann die Werkstatt geputzt, das war die nervigste Arbeit überhaupt! Ich hatte so einen Kompressor (oder so…) und mit dem hab ich die Maschinensauber gemacht. Hört sich einfach an, aber DENKSTE! Hab ich eine Maschine sauber gemacht – okay, hab ich die nächste sauber gemacht – dann war die erste wieder voller Späne – die erste wieder abgesprüht, war die zweite wieder dreckig… Ey, ich habe fast 2 Stunden allein dafür gebraucht um die Maschinen halbwegs sauber zu kriegen, dann  noch die ganze Späne wegfegen – aber Mengen von Späne! Ich hab echt gedacht ich werde nie mehr fertig… Aber nach guten 4 Stunden war ich dann zum Glück fertig, nicht perfekt sauber, aber am nächsten tag wird es eh wieder dreckig und meine Hosts waren ganz zufrieden.

Die Familie
https://www.wwoof.co.nz/profile.php?profile_id=1470
Das sind Sandy, Phil und Tijani (27). Die drei Söhne (25,29,31) wohnen inzwischen (leider ;)) alle in Wellington, Tijani ist es… psychisch etwas angeschlagen, deswegen wird sie wohl für immer hier wohnen bleiben. Sie denkt, ich mag sie nicht, aber ich kann ja auch nicht mit ihr reden, wenn ich kein Wort von dem verstehe, was sie sagt!
Nicht direkt zur Familie, aber trotzdem fast jeden Tag anwesend sind die beiden Arbeiter in der Joinery, Martin (21) und Antony (24). Antony sieht so aus wie Milo Ventimiglia (aber sowas von!) in Gilmore Girls, nur mit Mütze! Er hat mir auch bei dem kleinen “Crash” geholfen, verdammt peinlich…

Der “Crash”
Naja, wenn man es Crash nennen kann… Hier auf dem Gelände war mein Parkplatz von einem Karren besetzt, ich wollte mich daneben stellen, bin rückwärts gefahren und naja… Mit meinem Rücklicht in den Karren ^^” Das Licht an sich funktioniert, nur die rote Kappe (ich hab ja mal keine Ahnung, wie das alles heißt…) war halt ein bisschen eingeschlagen. Phil und ich haben es so gut es ging zusammengeklebt, ich sollte also eigentlich keine Probleme haben, aber wenn ich dann in Te Puke bin, lasse ich es natürlich ersetzen. Vorher geht ja leider nicht, weil man sich das Teil erst aus Auckland liefern lassen müsste und das dauert ja immer etwas.
Nur eins hat mir das mal wieder gezeigt: Ich kann halt einfach nicht Autofahren! Und rückwärts schon einmal gar nicht! Aber ich kann froh sein, dass es nur ein kleiner Schaden ist, immer noch besser als ein Totalcrash 🙂

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Das Haus
Im Sommer wird es wahrscheinlich richtig schön sein, wenn dann erst einmal alles aufblüht, so ist alles noch etwas trostlos. Das haben sie selbst gebaut, zumindest den größten Teil, damit sie danach keine Schulden mehr haben. Ist alles ganz schön offen hier, die Toilette ist meilenweit von meinem Zimmer entfernt, und überall sind Spinnweben… Ich persönlich finde es ja teilweise ganz schön dreckig, aber das lässt sich ja schlecht vermeiden, wenn alles so offen ist. Der Boden besteht ja im Prinzip auch nur aus Holzplanken – ein Grauen zum Fegen! Und bloß keine harten Borsten nehmen, die ganzen Blätter verhaken sich nur und dann bleibt noch die Hälfte in den Ritzen stecken… Macht keinen Spaß 🙁

Die Spinnen
Sie sind ü b e r a l l! Auf der Toilette, im Wohnzimmer, im Beet sowieso und auch in meinem Zimmer… Ich hab mir angewöhnt nicht an die Decke zu schauen, zumindest größtenteils. Direkt über meinem Bett dürfen keine sein, die werden erledigt, die anderen haben sich alle ganz ruhig verhalten und sind auf ihren Plätzen geblieben u.û Aber ich glaube echt ich komme hier spinnengeschädigt raus, grauenvoll…

George Michael
Meine Host steht total auf George Michael! Wenn sie Samstag den Haushalt macht dreht sie die Musik richtig auf (richtig richtig richtig auf!!), damit sie nicht soviel an das Putzen denkt… Ich hab jetzt soviel von dem gehört, dass es mir echt aus den Ohren rauskommt, falls ich in naher Zukunft noch einmal George Michael höre, renne ich schreiend weg!

Der Zufall
An einem meiner ersten Nachmittage bin ich nach Kerikeri gefahren und wen treffe ich? Zwei weitere Deutsche mit denen ich in Auckland ein Zimmer geteilt habe! Wie war das mit die Welt ist klein, Neuseeland sowieso? 🙂

Die Nachmittage
Ich wollte eigentlich immer irgendetwas in der Gegend besuchen, aber ich bin meisten nur mit dem Auto rumgefahren… Kerikeri war ziemlich langweilig, in Waitangi wollte ich die 25$ für den Eintritt nicht bezahlen (im Lonely Planet stand 12$, meine Hosts haben mir hinterher erzählt, dass man von hinten auch kostenlos reinkommt, das wissen Touristen nur nicht), die Strände sehen nach eine Weile irgendwann alle gleich aus, aber der Puketi Forest, einer der kleineren Kauriwälder, war dafür ganz schön 🙂 Auf meinem Rückweg, werde ich dann mal Halt bei dem größten aller Kauris machen.
Die restlichen Nachmittage habe ich größtenteils mit Lesen verbracht (muss auch mal sein, besonders wenn man von den Büchern nicht loslassen kann!)

Die Zeitumstellung
Ja, hier haben sie diesen Unsinn auch… Okay, eigentlich ergibt es sogar Sinn, aber etwas nervig ist es doch. Jedenfalls fand das “Daylight Saving” Sonntag statt, die Uhr wurde eine Stunde vorgestellt und wir sind Deutschland nun 11 Stunden voraus, 12 wenn ihr dann die Uhr zurück stellt, aber bis dahin dauert es ja noch einen Monat. (Oder? Ich hab kein Zeitgefühl mehr…)



How To: Fensterputzen ohne Putzmittel

26 09 2010

Man braucht:
Schüssel mit Wasser
Schwamm
alte Zeitungen

Mit dem nassen Schwamm die Fenster abwischen, leicht antrocknen lassen und dann mit zerknülltem Zeitungspapier trocken wischen und dabei den Dreck abkratzen.


JA, es wird wirklich sauber…er, aber so richtig überzeugt hat mich meine Host mit dieser Technik nicht. Abneigung gegen chemische Putzmittel – okay! Aber so richtig sauber wird es so zumindest nicht, zumindest meiner Meinung nach, aber meine Host findet das die beste Möglichkeit. Ich hatte ja auch noch das Gefühl durch die Zeitungen Kratzer auf dem Glas zu hinterlassen – vielleicht waren die aber auch schon vorher da, keine Ahnung…

Wenn man grad kein Putzmittel hat, kann man das ja MAL machen, aber wer auf richtig saubere Fenster steht, für den ist das glaub ich nichts 😉