Es gibt so Dinge,an die gewöhnt man sich nie

14 02 2011

(Am besten erst einmal 3 Einträge zurück und dann nach oben durcharbeiten ;))

Abschiede gehören dabei auf jeden Fall mit dazu. Sie kommen immer und immer wieder und je länger man an einem Ort geblieben ist wird es umso schwerer. Dazu kommt, dass man eigentlich nicht zweimal an einen Ort gehen sollte, vor allem wenn man vorher schon eine tolle Zeit hatte. So wird man ja doch nur enttäuscht, weil sich einfach mal alles in der Zwischenzeit verändert…

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Selbstauslöserbilder FTW man! Die ganzen Einzelbilder mit jedem erspar ich mir mal jetzt, die werden einfach nur ausgedruckt und mit mir rumgetragen <3

Und hier in Motueka wurde ich dann zwar auch gleich von ein paar Bekannten umgerannt, aber so richtig gut fühle ich mich hier einfach nicht. Das war mir auch von vorherein klar, dass es ganz seltsam wird, aber man hatte ja noch Hoffnung, dass man sich täuscht. Jedenfalls versuche ich jetzt mein Glück bei der Fischfabrik (und die Chancen stehen sehr gut, weil jetzt ganz ganz viele Plätze frei werden und die nie im Leben so viele neue Bewerber haben wie sie Leute brauchen) und dann suche ich mir eine Wohnung. Das kommt dann im Endeffekt auch um Einiges günstiger raus, 120$ die Woche werden ja doch ne ganze Menge. Und jetzt geht das Sparen mal wirklich los! Die Südinsel wartet 😀



Das war dann wohl 2010…

1 01 2011

Happy New Year!
Bei uns schon etwas länger als bei euch seid ja auch irgendwann im neuen Jahr angekommen 😉 Die letzten Tage im letzten Jahr waren etwa so: Cherry Picking, Blueberry Picking, Cherry Picking, ultramegageiles Konzert, Cherry Picking, New Year’s Eve, Cherry Picking.
Ja, ich hab sowohl am 31., als auch am 1. gearbeitet – blöd wenn man das Geld braucht, aber da ich mich ja sowieso nicht von irgendwelchen Besäufnissen erholen muss passt das schon 🙂

Das Highlight vor dem Jahresende war ja sowieso das Konzert, die Facebook-Nutzer werden es gelesen haben, alle anderen werden sowieso nicht wissen, wer das ist. Aber der Vollständigkeit wegen: Shihad, The Naked + Famous und Cairo Knife Fight. Mir selbst waren nur The Naked + Famous bekannt, die waren auch der einzige Grund warum ich dort überhaupt hingegangen bin, aber der Rest war ja auch nicht schlecht 😉 Damit ihr vielleicht irgendeine Vorstellung habt, was das nun für ein Konzert war: Heavy Metal, aber ganz so heavy war es gar nicht. Wahrscheinlich ging es beim Mainact in der ersten Reihe ganz gut ab, aber nach The Naked + Famous sind Yuji und ich lieber nach hinten abgehauen, um den Abend noch zu überleben.
Also ja, war wohl eins meiner besten Konzerte, wenn nicht sogar das Beste! Und sogar so gut, dass ich $35 für ein T-Shirt ausgegeben habe – obwohl ich ja eigentlich kein Geld momentan habe! Aber gut, ab jetzt wird gespart (ja wirklich, hab ich mir ganz fest vorgenommen…)

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Silvester war eigentlich wie zu erwarten: alle wollen an den Strand, man kauft Unmengen Alkohol und torkelt abends nach Hause – man kann es sich auch einfach machen in dem man wie ich nüchtern bleibt und mit dem Auto fahren kann. Hier in Neuseeland ist es ja auch überhaupt nicht üblig ein Feuerwerk zu machen. Hier gibt es aber nur eine Zeit im Jahr, in der jeder im Laden Raketen kaufen kann und das ist für den 5. November (der Tag, an dem Guy Fawkes den Anschlag auf das Government gemacht hat – “Remember, remember, the fifth of November…” you know? ;), aber zum Glück haben hier einige im Voraus gedacht und sich reich eingedeckt. Und so hatten wir doch ein kleines Feuerwerk 🙂

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Vorsätze? Bringen ja nicht viel, deswegen nehm ich mir nur nicht mehr so viel zu planen. Jedenfalls versuche ich das, ich hab das ja noch nicht so ganz mit der Spontanität raus.

Übrigens ist das Cherry Picking jetzt auch endgültig vorbei, der Regen lässt die Kirschen von innen heraus verrotten und dadurch sind die Kirschen unverkäuflich. So haben wir am 1. nur 2 1/2 Stunden gearbeitet, 3 Stunden bezahlt bekommen und jetzt hab ich doch noch ein bisschen Freizeit hier in Motueka. In den Abel Tasman schaffe ich es trotzdem nicht mehr, aber an das Cape geht es dafür am Montag. Und ich komme ja noch einmal hier vorbei, des Park ist ja nur ein bisschen aufgeschoben! Und am Dienstag heißt es dann mal wieder Tschüss-sagen und ab nach Blenheim und arbeiten, arbeiten, arbeiten. Wahrscheinlich ganze 3 Monate in denen ich dann hoffentlich genug zusammen sparen kann um die ganze Südinsel zu umrunden und auch noch zu skydiven – ob das was wird, keine Ahnung. Ich vermute schon, dann im Mai noch einmal arbeiten zu müssen, aber ich wollte ja nicht ganz soviel planen 🙂



Horrorgeschichten aus dem fröhlichen Apfel

27 12 2010

Morgen ist meine Zeit in diesem Hostel zwar schon vorbei, es interessiert einen aber vielleicht doch mal, wie es hier so in dem Hostel aussieht und abgeht, in dem ich jetzt fast einen Monat gelebt habe:

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Also an sich ist es wirklich richtig schön hier. Große Außenanlage, free Spa, Wii (yay :D), saubere Toiletten, große Duschen, riesige Küche (zumindest wenn ich das mit dem Hairy Berry in Te Puke vergleiche), halt wirklich, wirklich schön!

Aber irgendwo muss es ja immer einen haken geben – und nein, der liegt nicht an der großen Entfernung zum Stadtzentrum, weswegen man immer mit dem auto einkaufen fahren muss. Es ist der Hostelbesitzer Hamish (und der Name ist Programm).

Geschichte Nummer 1:
Vor 3 Wochen war eine Schulklasse hier. Die Betreuer waren so schon total freundlich und haben uns so schon immer was abgegeben, auch vom Grillfleisch und allem. In Neuseeland in den Hostels ist es üblig, das Essen, was man nicht mehr mitnehmen kann, weil man keinen Platz im Backpack hat (und kein Auto hat :P), einfach als “Free Food” dazulassen. So auch diese Schulklasse: 2 große Kartons voller gutem Essen haben sie für die Bewohner(!) des Hostels dagelassen. Aber natürlich nicht mit Hamish – beide Kartons wurden kurzerhand mitgenommen, mit der Begründung “Ich nehme nur ein bisschen Obst für die Kinder raus, danach stelle ich alles zurück.” Alles klar, verarschen kann man sich auch allein. Natürlich kam nichts, GAR nichts zurück. Als ob man als Hostelbesitzer nicht um einiges mehr Budget besitzen würde als die Backpacker im Hostel. Aber eins hat man sowieso schon ganz am Anfang gelernt: Um was anderes als Geld geht es ihm nie.

Geschichte Nummer 2:
Am Eingang und im Internet steht auf dem Schild, dass in diesem Hostel Zelt- und Stellplätze für Vans angeboten werden. Nun haben sich aber die Preise erhöht und viele haben beschlossen aus dem Zimmer in ein Zelt umzuziehen, weil es einfach teuer wird. Nächte Maßnahme: Verbieten von Zelten, obwohl es am Eingang  sogar noch damit geworben wird. An Zelten verdient man halt nicht genug, mein Hamish. Es ist ja nicht so, dass keiner mehr in den Räumen schläft, aber gut.

Geschichte Nummer 3:
Thanksgiving ist ja ein Riesenfest in Amerika – muss also auch hier bei den Amerikanern gefeiert werden, Alkohol darf ja nicht fehlen. So saß man hier mit ein paar Bierflaschen (wenn man die Menge der Leute bedenkt, kam man auf vielleicht 2 Flaschen pro Person) ein einer großen Gruppe zusammen. 9:45 Uhr kam Hamish, dass sie doch bitte leise sein sollen (Punkt eins: Ruhezeit ist 10 Uhr, Punkt 2: die waren gar  nicht laut, ich hab direkt daneben ohne Probleme geschlafen) und dass man doch nicht in einer so großen Gruppe zusammen sitzen soll, damit die Neuen nicht abgeschreckt werden. Ja ne, ist klar, jetzt wird einem schon vorgeschrieben, mit wievielen Leuten man zusammensitzen darf? Super!

Geschichte Nummer 4:
Ein deutsches Pärchen hat jetzt hier ein paar Wochen im Van geschlafen und gearbeitet. Vor ein paar Tagen meinte Hamish, dass Zahltag sei – war aber nicht, sondern am nächsten Tag. Nun also großer Streit Nummer 1, bis man dann endlich den Beleg gezeigt hat und er es eingesehen hat. Nun war der Mann aber so geladen, dass er ihm nun alle Geschichten vorgeworfen hat, die in den letzten Wochen passiert sind. Riesenstreit Nummer 2 und die Konsequenz: Rauswurf.

Geschichte Nummer 5:
Julian hat 3 Monate hier im Hostel gelebt, anfangs alles mit aufgebaut, weil er hier gewooft hat. Das heißt, als das Hostel vor kurzem neugemacht wurde hat er gestrichen, gebaut, geputzt, alles. Dann hat er einen richtigen Job bekommen und hat beschlossen, in ein Zelt umzuziehen um Kosten zu sparen. Ab diesem Zeitpunkt war die Freundschaft zwischen ihm und Hamish schon vorbei. Dann kam noch Paul hinzu, der auch im Zelt geschlafen hat und mit dem man total auf einer Wellenlänge ist und abends hat immer mal ein Bier trinkt. Langzeitarbeiter werden sowieso nicht gemocht, im Zelt schon mal gar nicht und wenn man dann noch Bier trinkt und nicht mit allem einverstanden ist was Hamish sagt und macht hat man eigentlich schon verloren. Überstanden haben sie die Zeit trotzdem und sind dann nach dem Ende der Arbeit nach Nelson umgezogen. Den einen Abend haben die beiden spontan zwei Mädels aus dem Hostel hier aus Nelson zurückgefahren und wurden prompt aus dem Hostel rausgeschmissen. Begründung: unangemeldeter Besuch. Das hat ihn zwar noch nie interessiert, aber gut, irgendeinen dummen Grund muss man ja vorzeigen können. Am nächsten Tag wurden sie von den Mädels noch einmal hergerufen, dann standen die beiden im Hostel, Hamish kam: “Ihr beiden, euch werde ich ja nie los.” Riesenstreit und nun Hausverbot für beide. 3 Monate hat man hier gelebt, alles mit aufgebaut, nur um am Ende mit Hausverbot da zu stehen, klasse!

Schon im letzten Jahr wurden total viele Langzeitarbeiter rausgeschmissen, mit irgendwelchen dummen Begründungen, aber eigentlich nur um Platz zu machen für die zahlreichen Kurzzeiturlauber, die nicht auf der Weekly Rate leben. Was einem noch so aufgefallen ist: So gut wie alle Rausgeschmissenen haben im Van oder im Zelt gelebt – hat ihm halt nicht genug Geld gebracht.
Das waren jetzt nur einige von gefühlten 100 Geschichten, aber mir persönlich reicht das eigentlich um nicht allzu traurig um meinen Umzug zu sein. Es wird vielleicht ein bisschen schade um die Leute sein, weswegen ich wohl sowieso jeden Tag hier sein werde. Oder auch nicht, vermutlich werde ich wohl auch als “unangemeldeter Besuch” rausgeschmissen, man weiß ja nie.



Weihnachten? Wo?

26 12 2010

Das erste Weihnachten mit 28°C und unendlich viel Sonne – so beneidenswert ist das aber trotzdem nicht. Weihnachtsstimmung kommt ja mal überhaupt nicht auf, es ist ja eigentlich eher Sommerurlaub. Man liegt den ganzen Tag am Strand, geht kayaken macht abends ein Barbecue – das ist nun mal kein Weihnachten. Man versucht zwar trotzdem irgendwie die Stimmung rüberzubringen (Plätzchen, Wichteln, Weihnachtsbaum…), aber irgendwie will es einfach nicht. An sich war es zwar trotzdem ganz schön, aber extra für Weihnachten müsste man jetzt nicht hier runterfliegen.
Vielleicht haben auch einfach kleine Schwierigkeiten mit unserer Thailänderin dazu geführt, dass ich dieses Weihnachten nicht so toll fand. Sie hat zwar endlich mit dem Versuch aufgehört, mich mit dem Japaner zu verkuppeln, aber an ihrer extremen Redseligkeit (und das ist noch stark untertrieben! Es gibt keine Minute in der sie mal ihre verf****** Klappe halten kann – ja, sooo sehr geht es mir momentan auf den Geist!) hat das leider nichts geändert.
Dank mir hat sie jetzt einen Job, ein “Danke” hab ich nicht gehört, als unhöflich werde ich auch bezeichnet, nur weil ich nicht ALLES was ich zu essen habe teile, weil ich einfach mal nicht das Geld dafür habe und inzwischen werde ich auch ignoriert, aber zumindest das ist mir ganz Recht. So kann sie mich zumindest nicht zum tausendsten Mal absichtlich falsch verstehen.
Bah, ich reg mich gerade eindeutig zu viel auf, in ein paar Tagen muss ich eh bald umziehen, sie zieht auch aus dem Hostel, dann ist das eh vorbei. Nun das Erfreuliche: Heute, nach über 3 1/2 Jahren, gab es endlich wieder Shabu-Shabu zu essen 😀 Und DIE Freude kann mir Miss Ich-kann-die-Klappe-nicht-halten nicht nehmen!

Was es sonst noch gibt:
Letzte Woche war ich Blueberry picken, ab heute bin ich wieder zurück bei den Cherries (ja, hier ist der 26. kein Feiertag, hier wird gearbeitet), am Mittwoch geht es auf ein Konzert der ultramegatollen The “Naked + Famous” und ich hab unseren Japaner nach langem Hin und Her (und vielen Versuchen, aufgrund seines mangelnden Englisch) auch dazu “überredet” mitzukommen. Es kann also nur besser werden 🙂

Allen Nachrichten kann ich übrigens erst wieder antworten, wenn die Bibliothek wieder geöffnet hat und ich mehr als nur ein paar Minuten habe um online zu kommen!

@ Flo: Und, hintergrundbildwürdig? 😉

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Kirschen, Regen und gaaaaanz viel Essen!

17 12 2010

Über eine Woche habe ich jetzt gewartet, dass Cherry Picking anfängt, nur um dann überraschend 11 Uhr abgeholt zu werden und 5 Stunden im Regen zu arbeiten. Jetzt ist der Regen dann auch so stark, dass es das dann wohl auch erst einmal wieder war mit dem Picking. Jetzt müssen wir bis nächste Woche warten – es regnet nicht mehr, es schüttet! Die ganzen nächsten Tage soll es noch durchregnen bzw. schütten, das sind doch mal Aussichten. Aber dann werden wohl auch die letzten Kirschen reif sein, dann geht es also voraussichtlich richtig los. Hier  kann man sich ja bei nichts richtig sicher sein. Ich hoffe nur, dass es bald losgeht, ich wollte mein deutsches Konto eigentlich unberührt lassen und soo viel hab ich hier jetzt auch nicht mehr. Aber ich bin noch ganz zuversichtlich 🙂

Der Regen verdirbt einen aber auch nicht nur die Arbeit, auch alle anderen Pläne liegen dadurch erst einmal flach. Letztens sind wir mal weiter Richtung Norden gefahren und in Pohara vorbei gekommen – dort gibt es Pinguine! Und ich liebe Pinguine! Wenn die Sonne untergeht kann man die dort langlaufen sehen, wir hatten also die Wahl: Unvorbereitet, ohne lange Sachen und ohne Essen in der Pampa auf Pinguine warten oder am nächsten Tag vorbereitet noch einmal wieder kommen. Der Wetterbericht war da auch noch nicht so schlecht, wir konnten ja nicht wissen, dass es dann den ganzen Tag durchregnen wird. Jedenfalls warte ich jetzt nicht auf die Sonne um endlich zu arbeiten, ich will auch endlich Pinguine sehen!

Pupu Springs
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Hier im Hostel ist eigentlich auch immer was los: Jetzt gibt es am Samstag Thai-Dinner, den Japaner hab ich dazu überredet (naja, eher bestimmt) Shabu-Shabu zu machen und an Weihnachten wird es dann wohl großes Barbecue zu geben. Keine Arbeit, aber ganz ganz viel Essen, so lässt es sich leben 😛