Noch 24 Tage – Arztgerenne und anderes Geplänkel

13 08 2010

Jetzt ist es schon nicht einmal mehr ein Monat hin, ab jetzt wird die Zeit verfliegen – Angst! Aber die Vorfreude siegt trotzdem, das Schlimmste werden eh nur die ersten Tage, danach sollte ja alles ganz gut klappen.

Ich renne momentan von einem Arzt zum anderen und mache letzte Besorgungen die noch anstehen. Vorgestern Augenarzt – neue Werte und Kontrolle für meine neue Brille, oder eher BrilleN, schließlich brauch ich auch eine Sonnebrille mit Stärke. Dauert aber noch bis zum 24.8. bis ich die abholen kann.
Gestern morgen hab ich in meinem klugen Buch gesehen, dass ein Nothilfepass empfohlen wird. Die Passage scheine ich vorher irgendwie ignoriert zu haben… Jedenfalls haben wir beim Hausarzt angerufen und 2 Stunden später saß ich in der Praxis und mir wurde Blut abgenommen. (YAY! Ich erfahre auch endlich mal meine Blutgruppe!) Ich war dann nur leicht irritiert, dass mein Arzt mir sagte, dass ich eventuell fehlende Impfungen selbst bezahlen müsste, weil die die Krankenkasse nicht mehr übernimmt. 95€ hätte ich auch nicht für eine Impfung bezahlt, aber die bei der Krankenkasse am Telefon meinten, dass sie das doch übernehmen. Naja, Montag muss ich eh hin um mir meine Ergebnisse abzuholen, dann hol ich mir wohl gleich mal einen Termin für die Impfungen, sicher ist sicher.
Nächste Woche gehts dann noch zum Zahnarzt und mehr muss ich hoffentlich nicht machen, ist ja auch nicht mehr wirklich Zeit dafür.
Am Montag muss ich dann morgens meinen Vater nach Magdeburg in die Klinik fahren, dann kann ich ja gleich mal in der Schule nachschauen. Frau Reinemann sollte mir ja eigentlich eine Referenz für meine Uni-Bewerbungen schreiben, aber ich hab seit dem Abiball nichts mehr von ihr gehört. Also ich würde das ja schon gerne noch erledigt haben, bevor ich fliege :/ Und einkaufen müsste ich auch noch mal.

IMG_7152In der Apotheke hab ich mich gestern mit allen möglichen Medikamenten eingedeckt, die ich eventuell mal gebrauchen könnte. ich bin ja eigentlich nicht besonders anfällig für Krankheiten, aber bevor ich ich dort irgendetwas brauche, aber keine Ahnung habe was ich bekomme, decke ich mich lieber vorsorglich ein. Und Pflaster und Wundsalbe und so etwas sollte ja sowieso nicht fehlen. Wär auch sehr unwahrscheinlich innerhalb von 10 Monaten GAR nicht krank zu werden 😉 Und ja – in das kleine Ding passt wirklich alles rein!

Im Prinzip fehlen mir nur noch Kleinigkeiten, nichts Besonderes, aber irgendwie fällt mir immer wieder was Neues ein, was ich noch brauche:

  • Stativ
  • SD-Karten
  • kleiner MP3-Player
  • Kalendar + Notizblock
  • Minitaschenrechner
  • Fleece-Jacke

Wahrscheinlich fällt mir dort noch so einiges ein, aber ich bin ja nicht am Arsch der Welt (naja… irgendwie ja doch), dort gibt es ja eigentlich auch alles was man brauchen könnte.



Mein Name ist Ananas, die Küchenfee.

10 08 2010

Ich bin so verdammt froh nach 10 Tagen Küchenarbeit wieder zu Hause zu sein und einfach nichts zu tun! Irgendwie war es  zwar ganz schön, aber total anstregend. Ich stand wirklich dauernd (allein!) in der Küche und hab im Prinzip nur abgewaschen, das dauert bei fast 60 Leuten ja eine ganze Weile. Morgens und abends hab ich Körbe für die einzelnen Gruppen zusammengestellt, also Wurst- und Käseplatten und was da halt alles für ein Essen dazu gehört. Das hat anfangs alles noch ganz schön lange gedauert, aber es wurde besser. Nach dem ersten Mittagessen hab ich bis 16 Uhr mit dem Abwasch gebraucht, am Ende nur bis 14 Uhr.  War auch nötig, ich musste nämlich nachmittag noch die Sanitäranlagen (die eigentlich eh keiner benutzt hat) putzen, also Spiegel, Waschbecken, Klos, fegen und wischen. So lange hat das zum Glück nicht gedauert, Spaß macht das ja nicht gerade 😉
Nach ein paar tagen Eingewöhnung hab ich auch mal ein paar Pausen gefunden hab an den Aktivitäten teilgenommen. Am besten fand ich die Fahrt nach Sternberg, dadurch ist nämlich das Mittagessen ausgefallen und ich musste nichts abwaschen 😛
Mit den Kindern hatte ich dann auch irgendwann mehr zu tun, mit einigen kam ich sogar richtig gut klar. Die zwei „Prolls“ unter den Kindern waren eigentlich total nett und haben mir in der Küche sofort geholfen, wenn ich Probleme hatte : Ich hatte morgens vergessen das Brot aus dem Tiefkühler zu nehmen und war dann total in Zeitverzug, da haben mir die beiden sofort unter die Arme gegriffen und haben die Körbe weitergepackt, während ich mich im das Brot gekümmert hab. Ein Mädchen von den Zwillingen wollte mir unbedingt beim Abtrocknen helfen, weil sie Arbeit so sehr liebt – wie kann man nur 😉 Und sie hat geredet und geredet  und gar nicht mehr aufgehört, aber süß war sie schon irgendwie.
Ich war abends zusammen mit einer der Betreuer Gute -Nacht-Sagen und die Kinder haben geraten wie ich heiße, weil die meisten einfach nur wussten was ich mache. Nachdem sie das ganze Alphabet durchgegangen sind und irgendwann bei „An“ angekommen waren kamen wirklich alle möglichen Namen: Anna, Anna-Lena, Amerika und schließlich sogar Ananas! Seitdem bin ich Ananas, die Küchenfee 😉
Ich hätte nie gedacht, dass ich doch so  gut mit den Kindern klar komme, aber die waren alle eigentlich ganz nett… Mir haben die Betreuer danach auch gesagt, dass die Kinder im Durchgang total ruhig und langweilig waren im gegensatz zu sonst. Naja, ich konnte damit gut leben!

gruppe

Maickel, Katha, Jule, Olli, Flo, ich, Lars, Emmi, Maik

Das war unsere Truppe, die meisten waren schon ein eingespieltes Team und waren teilweise schon zum 10. Mal, wenn nicht sogar noch mehr.
Maik war der Musikalische, schreibt eigene Songs, spielt Gitarre und hat am letzten Abend den Lagersong vorgestellt. Ich hoffe, das wird bald auf Youtube zu finden sein…
Maickel war erst 17 und der Praktikant, den konnte ich ab und zu mal zum wischen verdonnern, weil er ja irgendwie alles machen muss 😉 Ich hab mit ihm in einem Zimmer geschlafen und jeden morgen 6.30 Uhr hat sein bescheuertes Handy geklingelt, es lag direkt neben seinem Ohr – und er hat es trotzdem nicht gehört! Versuch mal einen Stein zu wecken, das ist nicht lustig u.û
Lars wurde jeden Abend bei „Schlag den Lars“ fertig gemacht… Oder auch nicht, seine Größe hat auch seine Vorteile. In den Pausen hat er immer die Bravo studiert um auf dem neusten Stand zu sein –  das hat sich auch ausgezahlt! Aber am Ende haben dann doch die Kinder mit einem Punkt Vorsprung gewonnen 🙂

War also ne verdammt anstrengende Zeit, aber irgendwie trotzdem schön. es war eine Erfahrung in der Lüche zu arbeiten, aber nochmal brauche ich das definitiv nicht…