how about a bungy jump? F!*K THAT. – Taupo Bungy
25 11 2010 Kommentare : 1 Kommentar »Kategorien : Taupo
Die Zeit vergeht momentan wie im Flug, jetzt bin ich schon wieder zwei Orte weiter und vor 3 Wochen war ich noch mittendrin im Kiwihaufen.
Nach meinem Bungy Jump wusste ich eigentlich kaum noch was ich in Taupo noch machen soll, denn eigentlich besteht die Stadt wirklich nur aus Skydiven und Bungy. Und irgendwie konnte ich mit den Leuten aus meinem Zimmer nicht so viel anfangen: Ein Pärchen, dass dauernd zusammen im Bett lag und man dann jedes Mal das Gefühl hatte, dass man im Zimmer unerwünscht ist, ein Schwede, den man eh nie zu Gesicht bekommen hat und ein einziger Lichtblick: Eine Polin, mit der man abends zumindest mal reden konnte. Den Montag konnte ich ja noch mit Netti und Tina verbringen, nur die sind ja dann am Dienstag auch schon wieder gefahren, saß ich also erst einmal allein rum. Abends hatten wir dann einen neuen (Deutschen) im Zimmer. Und es kommt doch immer wieder vor, dass man Stunden miteinander redet und am Ende immer noch nicht den Namen des anderen weiß – aber gut, immerhin hatte man mal wieder was zu tun 🙂
Am Mittwoch hab ich dann aber angefangen mich richtig wohl zu fühlen – das hieß eigentlich nur, dass der Abschied wieder schwerer fällt, als sonst. Einer der Gründe
wird wohl sein, dass das Pärchen das Zimmer gewechselt hat – da fühlt man sich doch gleich viel wohler 😀 Morgens bin ich mit der Polin (Kasch-irgendwas…) zu den Huka Falls, mittags hab ich dann den nächsten Neuen in meinem Zimmer kennen gelernt (Trevor, Amerikaner), der zufälligerweise auch total auf Harry Potter steht und der deswegen gleich mit mir losgehen wollte um die Karten für den nächsten Tag zu kaufen. Aus zweien wurden dann noch vier, zwei weitere Deutsche – Kino schweißt zusammen! Zur Einstimmung lief dann auch unser allerliebster Harry Potter – der Dritte ist nun mal der Beste 😉
Der Film war dann auch… richtig gut! Also ich hatte kein BÄM-Erlebnis und so richtig geflasht hab ich mich auch nicht gefühlt, aber er war gut! Und es war die eindeutig richtige Entscheidung, den Film zu teilen, es tat gut, zur Abwechslung auch wirklich das Meiste aus dem Buch im Film zu sehen. Also jetzt keine Kleinigkeiten, aber zumindest die Szenen an sich sind so gut wie alle drin. Naja, jedenfalls wird das Warten auf den letzten Teil jetzt schwerer und schwerer…
Wie wahrscheinlich allgemein der größte Teil von meiner Zeit in Taupo, bestand auch am Donnerstag mein Tag eigentlich nur aus “Socializing” – einfach nur rumlaufen oder dumme Kartenspiele spielen – wieso nicht 🙂 Mir hat es gefallen…
Spontanentschluss am Freitag: Bevor ich dann wirklich Taupo verlassen habe, sind wir zu dritt zu “Lavaglass”, (Gl)Ass Blowing halt – ein bisschen Kunst zwischen all dem Adrenalin und Wandern.
Und(!) mein Auto hat endlich(!) einen Namen bekommen (der auf Trevor zurückgeht): Cruella! Wurde aber auch Zeit!
Obwohl es in Taupo so an sich eigentlich nicht viel gibt, war die Woche trotzdem verdammt toll (übrigens kamen am Mittwoch zwei weitere alte Bekannte aus dem Hairy Berry an ;)), obwohl ich zuerst noch dachte “Das kann ja was werden…” und außerdem gab es mal Premiere: Ich wirklich die einzige Deutsche im ganzen Zimmer! das gab es echt noch gar nicht. Allein im Hairy Berry lag der Deutschanteil bei wahrscheinlich etwa 70%, und auch sonst gibt es einfach überall so viele Deutsche, dass man kaum Englisch spricht. Aber dieses Mal hab ich wirklich fast durchgängig Englisch gesprochen und ich habe auch endlich gemerkt, dass sich so ganz langsam doch mal etwas an meiner Sprache tut. Nicht viel, aber besser als nichts!
Nächstes Ziel: Taranaki! Über den “Forgotten World Highway” sollte es sein – 150 km
durch verlassene Gegend, keine Tankstellen, teils Gravelroad, Schafe, Hügel rauf und runter. Ja, ich hatte doch echt mal mein erstes Schaferlebnis im Auto – die Straße war von Schafen blockiert, ich hab mich schon gewundert, wann mir das auch mal passiert. Aber die waren ja nicht ganze führerlos und so kommt man da auch ganz schnell vorbei. Und dann, kaum ist man aus den Hügeln raus. BÄM, steht da dieser riesige Berg vor dir mit Schnee bedeckt! Hätte ich da schon gewusst, dass es die nächsten Tage nur regnen würde, hätte ich
von diesem Anblick ein Foto gemacht, aber man hofft ja immer, dass sich auch wirklich alle Wolken verziehen und man DEN Blick bekommt – falsch gedacht. Geht halt nicht alles wie geplant…
Das Hostel ist richtig schön gemütlich – nicht zu groß, nicht so überbevölkert, das ganze Zimmer für mich, aber trotzdem nicht allein. Lev und Tanya aus Israel (wusstet ihr, dass dort Militärpflicht besteht? Drei Jahre für Jungs, 2 Jahre für Mädchen… krass…) sind kurz nach mir angekommen und haben so viel gekocht, dass die mich einfach so zum Essen eingeladen haben - so richtig mir großen Schweinefleischstücken, dabei ist das doch so teuer. Aber im Gegenzug können die beiden jetzt zumindest ein bisschen Deutsch 😉
Viel geplant außer einigen Walkways hatte ich in Taranaki sowieso nicht, aber es hat einfach so stark geregnet, dass ich nur einen Teil durchgezogen habe, die restliche Zeit hab ich in der Bibliothek verbracht – kostenloses Internet, hurray 😀 Dafür habe ich hier etwas anderes besonders intensiv gemacht: 3D-Puzzlen! Ein Bauernhaus, Militärschiff, der Taj Mahal und die Tower Bridge aus London stehen jetzt hier (laut der Host) auf Ewigkeit fertig rum. Hatte wohl außer mir wirklich noch niemand die Lust aufgebracht soviel zu puzzlen. Besser für mich, die kann man im Prinzip eh nur einmal machen, bereits beim
ersten Mal geht dabei so unendlich viel kaputt. Jedenfalls haben hier dann alle angefangen von versteckten Talenten zu reden und dass ich doch Architektin werden solle – jaja, weil 3D-Puzzle ja auch so kompliziert sind 😛 Ich denke die passenden Zahlen kann jeder zusammenstecken, aber gut, Hauptsache die Zeit ging rum 🙂![]()
Oder: “Hauptsache man läuft den ganzen Tag mit seinem Gewicht auf der Hand herum”
Taupo ist wohl DER Ort für Skydiving und Bungy Jumps schlechthin, trotzdem hatte ich nichts davon hier geplant – zumindest jetzt. Skydiving wollte ich sowieso am Ende meiner Reise machen, weil es so verdammt teuer ist. Und an sich hab ich auch so nicht viel geplant, halt einfach ein bisschen Zeit für mich und so 🙂
Kurz nach meiner Ankunft aber schon die erste Überraschung, das darf man sich ungefähr so vorstellen: Man geht nichts ahnend um die Decke, kann in ein Zimmer reingucken und da steht eine Person, die einem doch sehr bekannt vorkommt. “Hm? Nee, das kann doch nicht sein…” Die Person guckt zurück, guckt mindestens genauso ungläubig wie ich und nach einer gefühlten Ewigkeit dann “Oh mein Gott, das kann doch nicht wahr sein!” und man sieht Netti und Tina aus dem Hairy Berry in Te Puke wieder. Suprise, surprise! War ich also doch nicht ganz allein im neuen Hostel, das ist doch schon einmal ein guter Anfang 😀
Wir haben dann abends auch beschlossen, dann frühs zum Bungy rüber zu gucken, denn wenn man mit dem richtigen Coupon vor 11 Uhr springt, kostet das nur 95$. Eigentlich hab ich mich noch gar nicht dazu entschlossen gehabt zu springen, vor allem da wir gar nicht wussten, ob man das buchen muss. Sind wir also einfach hin, man weiß ja nicht, was der Tag so bringt 😉 Man hat sich ja auch absolut nicht unwohl gefühlt, man wusste ja gar nicht, ob man nun springt oder nicht. Aber so ganz spontan dann: Okay, ich mach das jetzt einfach! Und dann ging es ganz schnell. Zettel ausfüllen, wiegen (und das Gewicht auf die Hand geschrieben bekommen :P) zur Plattform, man wird angeschnallt, ein letztes Foto, “Are you ready?” – “NOOO!!” und schon wird man runterschubst! Das war so schnell, dass der Schrei einem einfach im Hals stecken bleibt. Das Schlimmste ist einfach der Moment in dem man am Abgrund steht und in die Tiefe schaut, da denkt man einfach “Da soll ich runter? Das geht doch nicht…” und dann ist man auch schon unten.
Das ging alles SO schnell, dass man im Nachhinein nicht weiß, ob man nun wirklich gesprungen ist, oder ob das nur ein Traum war. Aber ich hab sowohl Fotos, als auch Video und T-Shirt, ich denke das ist Beweis genug 😉
Naja, mal sehen was mir Taupo sonst noch so bringt!
Fotos gibt es, wenn ich es endlich geschafft habe, sie von der CD bzw. aus dem Internet zu ziehen…
Nachtrag: Viel Reisen – wenig Internet, so geht es momentan weiter: 2 Nächte in Taranaki (Westzipfel auf der Nordinsel), 2 Nächte Wanganui um den River zu erkunden, Dienstag dann nach Wellington und eine Herr der Ringe–Tour machen, Freitag geht meine Fähre auf die Südinsel –> dort wird gearbeitet!