Hit The Road, Jack!

29 04 2011

Nachdem ich jetzt sieben Wochen durchgehend nur gearbeitet habe, war es mal an der Zeit wieder etwas zu erleben! Die irischen Jungs mit denen ich arbeite fliegen bald nach Hause, haben nach 4 Monaten noch gar nichts von der Südinsel gesehen und haben deswegen einen Roadtrip über das Osterwochenende geplant und mich eingeladen. Und da an diesem Wochenende höchstens Arbeit auf der Erntemaschine und nicht im Shed wäre, war es auch ganz einfach ohne Gewissensbisse freizunehmen 🙂

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Der Plan war über den Arthur’s Pass an die Westküste zu den Gletschern, weiter nach Wanaka zum Skydiving, Ausgehen in Queenstown und Milford Sound. Der letzte Punkt hat dann leider nicht geklappt, weil ihnen Queenstown so gut gefallen hat und somit war das Einzige wirklich NeueIMG_9778 für mich Arthur’s Pass und der Skydive, aber gut. Mir ging es eh mehr um die Gesellschaft und nicht um das Neue. Den eigentlichen Plan hatte ein Kumpel von den Jungs entworfen, der war dann eigentlich nur auf vier Leute ausgelegt – dementsprechend chaotisch war die Hostelsuche. Last Minute an einem Osterwochenende ist eine GANZ schlechte Idee!

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Donnerstagabend ging es jedenfalls nach der Arbeit schon einmal hoch in ein kleines  Städtchen vor dem Arthur’s Pass: Springfield. Keine Ahnung was es dort an sich gibt, jedenfalls gab es dort ein Hostel (mit japanischen Büchern, Filmen, usw, das war meine Welt :D) und auf dem Weg in der Dunkelheit dorthin haben wir nicht allzu viel verpasst. Gaaaanz früh (also zumindest ganz früh für Leute, die sehr lange aufgeblieben sind) ging es dann auch schon los, der Weg für den Tag war gewaltig!

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Der Arthur’s Pass ist vor allem dafür bekannt unberechenbar zu sein – das Wetter kann alle paar Minuten umschlagen und die geschlängelten Straßen machen das auch nicht einfacher. Aber das war weniger mein Problem: Ich muss nämlich auf dem gesamten Roadtrip nicht selbst fahren! Man ist das entspannend, in Ruhe das Fenster runter kurbeln zu können und zu fotografieren ohne tausende Stops zu machen! Die Zugverbindung durch den Pass wird als eine der schönsten Zugfahrten der Welt beschrieben, aber auch im Auto war sie nicht ganz ohne 😉

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IMG_9812Nach dem Arthur’s Pass war mir dann auch alles schon bekannt, dann konnte ich mich wirklich entspannt zurücklehnen. Das Seltsame war dann nur, dass ich mehr Ahnung von der Strecke hatte, als der Kumpel der das geplant hat und das angeblich schon öfters gemacht hat. Aber naja, ich sag mal nichts… Zumindest bin ich froh, dass wir uns beim letzten Mal an der Westküste Zeit gelassen und auf gutes Wetter gewartet haben, dieses Mal hat es an den Gletschern in Strömen geregnet. Wie eigentlich fast immer an der Westküste, für gutes Wetter muss man echt Zeit mitbringen. Dann es zwar schon 17.00 Uhr, aber trotzdem ging es noch gute vier Stunden weiter nach Wanaka. Achja, hab ich schon erwähnt wie toll es ist, nicht selbst fahren zu müssen? Super 😀 Beim letzten Mal war die Strecke über den Haast Pass ja einfach atemberaubend, dieses Mal war schon alles dunkel, regnerisch und stürmisch. Mist. Und dabei war ja für den nächsten Tag der Skydive in Wanaka geplant!
Das eigentliche Problem war aber erst einmal die Hostelsuche in Wanaka, denn das war leider immer noch nicht erledigt. Und natürlich hat man an der Westküste auch keinen Handyempfang, das würde alles ja auch zu einfach machen… Gegen 20.30 Uhr sind wir dann endlich wieder soweit in die Zivilisation vorgedrungen, dass man in den Hostels anrufen konnte, aber natürlich hieß es immer wieder, dass schon alles belegt ist. So spät, so kurzfristig an einem Osterwochenende auch keine großes Wunder. Dann blieb also eigentlich nur das Base (eine Hostelkette, in denen eigentlich nur die richtigen Partygänger unterkommen) oder ein teures Motel. Aber in letzter Minute hat es dann noch im Base geklappt – Hostel ist Mist, aber immer noch günstiger als im Motel und angenehmer als im Auto zu schlafen!

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Und dann war da der große Tag: Skydiving! Fast hätte es nicht geklappt, weil es so sehr geregnet hat. Aber es war so WOW! Darauf hab ich mich schon gefreut, seid ich in Neuseeland angekommen bin und ich bin einfach hin und weg… Die 45 Sekunden freier Fall haben sich zwar angefühlt wie 10 und am Ende hatte ich leichte Angst keine Luft mehr zu bekommen, aber als dann der Fallschirm geöffnet wurde war wieder alles in Ordnung. Video und Fotos durften natürlich nicht fehlen, mal gucken, wann ich die irgendwie von den CD’s rüber kriege, ist ja doch ein bisschen komplizierter als gedacht ohne CD-Laufwerk im Computer!

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Gleich danach war der nächste Stop Queenstown. Auch nichts Neues für mich, aber andere Leute – andere Erlebnisse. Die Jungs wollten abends natürlich ausgehen, blöd nur, dass hier an Karfreitag und Ostersonntag striktes Alkoholverbot in den Pubs und Clubs herrscht! Nur einige können das umgehen, indem sie vorher Tickets für diesen Tag verkaufen und es somit als “geschlossene Veranstaltung” gilt, auf der dann auch Alkohol ausgeschenkt werden darf. Alles superumständlich, man gut, dass ich mir um so etwas keine Gedanken machen muss!

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Mit mehr oder weniger wachen Begleitern haben wir uns dann noch einmal Queenstown  richtig angeschaut und nicht nur das Nachtleben. Was ich beim letzten Mal auch noch nicht gemacht hatte war die Fahrt hoch mit der Gondola, von der man einen super Blick auf die Stadt und Umgebung bekommt! Nach einem weiteren Mal Fergburger (und er kann doch immer wieder begeistern) und einem Ausfug zum ar***kalten Lake Hayes, in den die Jungs natürlich rein springen (ich möchte noch einmal anmerken, dass es hier Herbst und dementsprechend kalt wird) mussten war der Tag auch schon wieder fast um. Zumindest für mich, die Nacht zuvor war einfach zu lang um noch einmal lange aufzubleiben.
Und da ja Ostern war durfte EINER natürlich nicht fehlen 😉

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Für den letzten Tag blieb nicht mehr viel Zeit neben der langen Fahrt zurück, aber zumindest nach Glenorchy haben wir es noch einmal geschafft. Die Umgebung dort oben war einfach so klasse, dass ich sie ihnen zumindest mal gezeigt haben wollte, bevor sie schon bald wieder das Land verlassen. Dann haben wir leider doch länger als geplant gebraucht, dann stand auch nochmal Arrowtown an und so kam es, dass wir echt erst gegen 16  Uhr wirklich aufbrechen konnten! Und es ist wirklich eine laaaaange Fahrt… Aber trotzdem haben wir es zu einen humanen Zeit geschafft anzukommen, so dass wir am nächsten Tag auch gleich wieder arbeiten konnten.

Aber Gott… ich will zurück, nach so einem Trip merkt man erst einmal wie langweilig Ashburton doch ist und dass man langsam keine Lust mehr bekommt jeden Tag 9/10 Stunden zu arbeiten. Geld schön und gut, aber langsam reichts… Vermutlich gehen wie nächste Woche wirklich, aber man weiß ja nie!



Wie auf eine grauenvolle Nacht ein wunderschöner Tag folgen kann…

25 02 2011

Und auch am nächsten Tag war Haast einfach nur schrecklich! Am Abend hatten wir uns in der “Stadt” einen relativ guten Ort zum wildcampen ausgesucht, vorher standen wir aber noch eine ganze Weile auf einem öffentlichen Parkplatz mit Toilette, auf dem Camping nicht erlaubt war. Irgendwann kurz nach 8.30pm wurden wir dann schon angesprochen, dass Camping doch nicht erlaubt sei (ja danke, das wissen wir auch…) und dass wir doch in ein Hostel oder Holiday Park gehen sollen, wenn wir im Auto schlafen wollen. Naja, dann war auch erst einmal unser Platz in der Stadt hinüber, der hätte die Autos ja wiedererkennen können. So sind wir ein bisschen außerhalb des Ortes langgefahren um eine geeignete Stelle zu finden (an den richtig guten Orten steht ja immer “No Camping”) und irgendwie gab es auch nichts perfektes. Aber dann war da so eine extrem große Bucht mit einem total unbenutzt aussehendem Tor – und wer sollte schon in eine unbenutzte Ausfahrt fahren? So ganz geheuer war uns das zwar nicht, aber wie haben uns dort mal trotzdem hingestellt, in der Hoffnung, dass keiner soviel Langeweile verspürt dort entlangzufahren, sich über die Autos zu wundern und die Polizei zu rufen. Ging auch erst einmal alles gute, irgendwann ist man dann auch in einen (doch sehr unruhigen) Schlafe gefallen, bis dann gegen 12 Uhr irgendjemand mit seinem Auto und extrem lauter Musik in diese Ausfahrt gefahren ist – erst mal “Ey scheiße, der wird bestimmt gleich klopfen und uns vertreiben oder die Polizei rufen!”, aber der ist dann nur auf das Gelände gefahren (wieso auch immer), ist dort rumgekurvt, irgendwann wieder rausgefahren (“Ey man, jetzt kommt der bestimmt…”) und total laut abgedüst (“Holt der jetzt die Polizei?”). Aber NICHTS! Ich lag da noch die ganzen Nacht total ängstlich, aber es ist einfach nichts gekommen und früh morgens sind wir dann auch zurück in die Stadt zu der öffentlichen Toilette und schnell fertig gemacht… Also gute Erinnerungen an Haast hab ich jetzt überhaupt nicht, bin einfach froh, dass wir da so früh weg sind x.x
Und dabei hat der Tag auf der anderen Seite total schön angefangen! Wir konnten von dem Parkplatz schon die aufgeklärten(! Das gibt es an der Westküste nicht so oft, da sind meistens nur Wolken in den Bergen!) Berge und die aufgehende Sonne und es sah halt überhaupt nach einem total tollen Tag aus. Und den hatten wir dann zum Gllück auch 🙂
Es ging dann über den Haast Pass an Lake Wanaka und Lake Hawea nach Wanaka – und das ist eine der schönsten Strecken überhaupt und vor allem bei dem Wetter, das wir hatten!

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Wanaka ist auch richtig schön, doch größer als erwartet, aber der See macht da auch noch richtig was her. Die Hauptattraktion (neben dem See) dort ist eigentlich “Puzzling World” – ein riesiges Labyrinth und ganz viele Illusionsräume! Das Labyrinth hatte es ganz schön in sich, man sollte die 4 Türme in den Ecken in einer bestimmten Reihenfolge abgehen. Den ersten hab ich noch geschafft, aber danach kam ich überhaupt nicht voran, irgendwann hab ich dann beschlossen raus zu gehen – und als ich dann nicht mal mehr den Weg zum Ausgang gefunden hatte, hatte ich erst Recht die Schnauze voll :/ Aber dann gabs ja noch die Illusionsräume, in dem dich alle Gesichter verfolgen, Wasser nach oben läuft und du auf einmal ein totaler Riese bist! … oder halt ein Zwerg. Hat sich also doch noch gelohnt 🙂



Drei Tage im Land der Gletscher

24 02 2011

Irgendwann haben sich die Tage dann auch immer unerwarteter weise aufgeklärt, so dass man sich auch mal ein bisschen in Richtung der Gletscher bewegen konnte – erste Station war der Franz Josef Glacier! Sehr viel gibt es dazu auch gar nicht zu sagen, wir haben ja dann doch irgendwie einen ganz guten Tag erwischt und kamen auch ohne Guide relativ nah ran. Anfassen war noch nicht, das sollte ja noch kommen 😉

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Am nächsten Tag war schon wieder nicht das beste Wetter, aber wie sind trotzdem schon mal zum nächsten Ort gefahren: Fox Glacier! Hier sollte dann auch unsere Gletschertour gemacht werden. Als der Regen mal aufgehört hatte, haben wir schon versucht an einen Lookout zu gelangen, aber wir sind ne gute Stunde umsonst den Berg hochgewandert, weil wir dann an einen Creek gekommen sind, der so vom Regen so überflutet war, dass er einfach unpässlich war… So konnten wir den Gletscher halt doch erst auf der Tour sehen, aber so schlimm war das gar nicht. Abends hat sich der Himmel noch einmal richtig aufgeklärt und so konnten wie noch eines der “Must-Do’s” in Neuseeland machen: Lake Matheson, der Spiegelsee. Bei Windstille und gutem Wetter kann man von den richtigen Stellen aus die Alps im Wasser sehen. Besonders schön ist das bei Sonnenauf- und –untergang. Der Sonnenaufgang blieb uns leider verwehrt, wäre auch zu schön gewesen, den Himmel hitner den bergen aufgehen zu sehen und dabei die Spiegelung um Wasser zu beobachten, aber immerhin konnten wir die rote Verfärbung der Berge in der Abendsonne sehen. Das war auch mal was für sich 🙂 Vor allem, da man nach dem miesen Wetter erst Recht nicht mit solchen Momenten rechnet, aber es war einfach verdammt schön!

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(Ja, das sind drei Bilder von der selben Szene, aber die Sonne hat halt jedes Mal anders am Himmel gestanden und die Berge eingefärbt…)

Und mit so einem guten Wetter wie am Abend ging es dann auch am Morgen weiter und so konnte man sich noch mal mehr auf die Gletschertour freuen! Erst ging es leider nur am Rand durch den Wald den Berg hoch, da war noch nicht viel mit Gletscher und total anstrengend war das auch, aber nach guten 2 Stunden standen wir dann wirklich vor dem “Aufgang” zum Gletscher – eine Art Treppe, die jeden Morgen neu in den Schnee geschlagen wird, damit auch alle Touren raufgelangen. Und die ganzen “Treppenstufen” müssen jeden Morgen neu gemacht werden… Wir waren an dem Tag die erste Gruppe, deswegen mussten wir alle paar Meter mal eine Pause machen, damit wir überhaupt weiterkamen, aber so hatte man zumindest mehr Zeit für Fotos. Und selbst in eine Gletscherspalte kamen wir am Ende noch – jaja, das war schon was 😀 Jetzt kann ich immerhin sagen ”Ich war auf einem Gletscher!” So aufregend an sich fand ich das zwar jetzt nicht, aber man sollte ja alles mal ausprobiert haben…

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Ab in die Wildnis

23 02 2011

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Nach meinen zwei ersten Nächten im Van und einem unendlich langweiligen Tag in Greymouth ging es dann endlich zusammen Richtung Süden. Das Endziel sollte ein ganz, ganz kleiner Ort an der Küste sein, an dem man eine Tour mitmachen konnte, auf der man zu 95% Kiwis (die Tiere, nicht die Menschen) sehen kann. Aber da wir ja den ganzen Tag vor uns hatten, muss man ja seine Zeit auch irgendwie rum kriegen – und so ging gaaaanz langsam, Stück für Stück nach unten…

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1. Hokitika – sozusagen DIE Jadestadt überhaupt! Alle paar Meter steht ein neues Jadegeschäft oder eine Factory und am Strand kann man (neben den doch sehr interessanten Holzskulpturen) seine eigenen Jadestückchen sammeln. Nicht ganz so schön wie im Laden, aber immerhin umsonst.

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2. Ross – den Ort wird man wohl eher nicht kennen. Das einzige womit es mal auf sich aufmerksam gemacht hat, war der Fund des größten Goldnugget überhaupt. Heute gibt es neben dem See, der früher mal eine Mine war nur noch das Duplikat des Goldnuggets… und selbst dafür müsste man $2 zahlen und das ist mir ein Duplikat nun echt nicht wert!

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3. Pukekura – dieser Ort besteht aus sage und schreibe 2 Einwohnern! Und trotzdem gibt es ein Backpackers, eine Lodge, ein Pub und so etwas wie ein Visitor Centre… Naja, eher weniger, in dem “Bushman Centre” ging es vor allem um die “Verarbeitung” von Possums/Possi (bei der Mehrzahl sind wir uns nach langer Diskussion immer noch nicht einig) und ihre Abneigung gegen Auckland.

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4. Okarito – was uns von dort am meisten in Erinnerung bleiben wird sind wohl die Sandflies, die Plage schlechthin. Sonst ist der Ort echt eher unspektakulär, vor allem bei dem miesen Wetter, das wir hatten. Die Kiwitour haben wir dann auch ausfallen lassen – $75 waren mir dann  auch wieder zuviel um einen Kiwi zusehen. Und es gab eine weitere Premiere für mich: Nach meiner ersten Nacht allein im Zelt und der ersten Nacht im Van, kam jetzt meine erste Nacht in der Wildnis – immerhin nicht allein! Die machen es den Wildcampern hier aber auch verdammt schwer einen Platz zu finden, überall sieht man die Schilder “No Camping” und viele der anderen Plätze waren schon von anderen Vans besetzt. Aber am Ende konnte wir in eine kleine Lücke vor dem Dorf, zusammen mit anderen Campern übernachten.

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Das Wetter hat sich dann am Montag leider auch nicht wirklich gebessert, am Vormittag ging es noch halbwegs, aber bewölkt war es trotzdem und das vermiest einem ja schon irgendwie alles. Trotzdem sind wir weiter nach Franz Josef, wo es dann auch eigentlich hingehen sollte. Aber wirklich was machen konnte man hier natürlich auch nicht, außer  im Van sitzen und irgendwie die Zeit besiegen, bis das Wetter besser wird.
An dieser Stelle möchte ich bitte ganz groß anmerken, dass ich den bisher unbesiegten Freddi ganz haushoch im Monopoly geschlagen habe 😉
Und so geht es heute am Dienstag auch erst mal weiter, morgen soll es besser werden, da kümmern wir uns um die ganzen Walks hier am Franz Josef Glacier, am Donnerstag buchen wir die geführte Tour auf den Fox Glacier, damit wir auch mal ganz drauf kommen und danach geht es auch schon weiter Richtung Süden.

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Wirklich Spannendes passiert hier also momentan nicht, mir ist nur mal wieder meine Unbeholfenheit in Bezug auf mein gezeigt worden – gestern bin ich ganz kurz im Regen mit dem Auto gefahren – Licht angemacht – Auto abgestellt – Licht schaltet sich nicht von alleine aus, bleibt also an – nach 2 Stunden gemerkt “Oh, hab das Licht gar nicht ausgemacht!” – aber da war es natürlich schon zu spät!
Naja, hier gibt es eigentlich auch nichts wirklich außer dutzenden von Touristengeschäften, aber in der Tankstelle konnte man sich so einen Jumpstarter ausleihen (die scheinen das hier oft bis zu 15 mal am Tag zu haben!), dann mussten wir noch mehrere Leute auf dem Parkplatz ansprechen, ob sie sich damit auskennen (ich sollte vielleicht nochmal anmerken, dass es in Strömen geregnet hat!) und irgendwann haben wir dann auch rausgekriegt wie das Teil funktioniert und mein Auto läuft wieder… und wir waren natürlich klitschnass :/
Aber gut, das Leben auf der Straße ist nun mal nicht ganz so einfach, muss man  ja auch mal gemacht haben 🙂 Morgen geht es auf einen Campingplatz mit Dusche – JUHU!

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Nächster Stop und Ratlosigkeit…

18 02 2011

Und schon geht es weiter Richtung Süden immer an der Küste entlang. Die Strecke zwischen Westport und Greymouth wird im Lonely Planet als eine der Top 10 Straßen auf der Welt bezeichnet. Die ersten paar Meter ging es aber eigentlich eher nur durch langweilige Graslandschaften, aber wenn man dann erst einmal im National Park ankommt, dann versteht man auch wieso man diese Straße als so großartig bezeichnet! Links von dir erstrecken sich Berge voll Regenwald während rechts von dir die Wellen gegen die Klippen schlagen – ja, das hat schon irgendwie was!

IMG_8546 IMG_8562 Die Hauptattraktion liegt wohl bei Punakaiki: Pancake Rocks & Blowholes! Aber eindrucksvoller als dieses Naturereignis an sich fand ich eigentlich eher die Zahl der Touristen. Auch wenn Neuseeland von Touristen nur so überläuft hab ich noch an keinem Ort so viele Touristen gesehen wie an den Pancake Rocks! … naja, vielleicht kann Cape Reinga mithalten, aber so an sich war das schon wirklich krass.
Und wieso heißen  die jetzt Pancake Rocks? – Na, wegen der Form!
Und was sollen jetzt die Blowholes sein? – Bei Flut oder bei Sturm läuft das Wasser in die Gesteinsgebilde und dann spritzt das Wasser aus den Rocks heraus. Ich selbst konnte das so in Realität nicht sehen, aber ich glaub einfach mal den ganzen Touristenbildern im Internet.

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Und jetzt sitzen wir hier in Greymouth und überlegen schon was wir machen. Eigentlich war das ja klar, wir gehen immer weiter Richtung Süde und grasen auf dem Weg alles sehenswerte ab und wenn es spät wird bleiben wir irgendwo stehen und schlafen im Auto – das war Plan! Jetzt sind aber die ganzen nächsten Tage nur Regen angesagt und ist ja schon irgendwie doof im Regen die ganzen Naturereignisse beobachten zu müssen… Vor allem da außer bei den Pancake Rocks Regen absolut nichts ereignisreicher macht. Jetzt haben wir schon überlegt: Nochmal wwoofen? Irgendwo für kurze Zeit gegen Unterkunft putzen? Oder dann immer auf gutes Wetter warten? Ich wäre ja eigentlich fürs wwoofen, aber Freddi meint es drauf ankommen lassen zu müssen und so werden wir wohl einfach losfahren – der hat ja auch nicht so ein knappes Budget wie ich u.û Aber egal was wir machen, wird schon irgendwie werden…