Ein letztes Wort zum Schluss

7 07 2011

Nach unseren letzten paar Tagen in Rotorua stand dann auch meine vorerst letzte Autofahrt an. Das Tolle dabei für mich war ja: Ich musste ja nicht einmal mehr in den Großstadtverkehr! Dank meines Rückkaufvertrages musste ich mir auch überhaupt keine Gedanken darüber machen, mein Auto am Ende loszuwerden und so konnte ich (nach einer kurzen Säuberungsaktion, wobei selbst durch die Waschstraße der Vogelsch*** nicht abging) mein Auto einfach so auf dem Rückweg abgeben. Das lief auch mehr oder weniger ohne Probleme, ich hab leider, durch den Steinschlag und mein zerbrochenes Rücklicht, das mir selbst nie Probleme bereitet hat, noch weniger zurückbekommen als vereinbart,  aber immerhin war ich es los. Erleichterung pur!
Von diesem kleinen Vorort Auckland fuhr zum Glück ein Zug (einer der wenigen Neuseelands und btw. auch meine erste Zugfahrt seit 10 Monaten) in das Zentrum, wo uns dann erst das Eigentliche Problem bevorstand. In Rotorua dachten wir ja: „Ach, jetzt verlassen doch eh alle Neuseeland, da werden die Hostels schon nicht so voll sein.“ Das hätte für die Hostels außerhalb des Stadtzentrums bestimmt gegolten, aber wir wollten ja nicht allzu weit weg um dann auch schnell zum Flughafen zu gelangen und trotzdem noch ein bisschen was zu sehen. Jedenfalls haben wir vorher in keinem Hostel angerufen und sind nach Daniels Vorschlag zum YHA gefahren – am anderen Ende der großen Queen’s Street. Das war dann auch erst einmal nicht so schlimm, nur hatten die dort, wenn überhaupt, gerade einmal ein einziges Bett in einem Mädchenmehrbettzimmer gehabt und das natürlich nicht das Wahre… Dann blieben leider nur noch die Massenabsteigen Base oder Nomade – beide haben einen total schlechten Ruf als billige Partyunterkünfte mit viel zu kleinen Küchen aber Platz für bis zu 500 Leute. Und die Preise waren auch ganz schön gesalzen, aber was tut man nicht alles um an ein Doppelzimmer im Zentrum zu gelangen. Und so haben wir dann noch 4 Nächte in einem fensterlosen Kabuff verbracht, in dem über dem eigentlichen Doppelzimmer noch ein einzelnes Doppelstockbett stand – also eigentlich kein Doppelzimmer, sondern… ja, was eigentlich? Ein Familienzimmer für Leute ohne Gepäck, weil es so eng ist? Keine Ahnung, jedenfalls hatten wir ein Minibadezimmer für uns!

Die letzten Tage haben wir dann auch nichts Großartiges mehr gemacht, vor allem durch die Straßen gelaufen, in die Bibliothek oder in Daniel Fall einfach geschlafen. Nur einen Abend sind wir dann noch auf den Skytower gefahren, der größte Turm in der südlichen Hemisphäre, von wo aus man einen klasse Ausblick auf Auckland hat. Den hatte ich ja letztes Mal bewusst ausgelassen, weil viele auch meinten „Ach, Auckland sieht von oben aus wie jede andere Großstadt auch“ und das stimmt im Prinzip auch. Aber wenn dann abends die Sonne untergeht und langsam alles um einen herum hell erleuchtet wird – dann lohnt es sich doch 🙂

Und sonst gibt es über meine letzten Tage auch gar nichts mehr zu berichten. Der Rückflug lief eigentlich ohne Komplikationen, nur der Abschied fiel natürlich dementsprechend schwer… Aber ich bin heil angekommen, man braucht halt immer ein bisschen um sich einzugewöhnen. Nach 10 Monaten auch verständlich, aber es waren 10 einfach wundervolle Monate, die ich auch gar nicht missen möchte 🙂

In dem Sinne
Haere ra, Aotearoa. Ka kite ano akuanei.



Vom Laufen, der “Flut” und wie es jetzt weitergeht

15 09 2010

Ich hatte mal wieder keine Ahnung was ich tun sollte und irgendwo stand, dass der Mission Bay doch ganz schön sein soll. Es ist zwar ein Stück, aber das geht schon… dachte ich!
Als ich am Hafen stand war ich noch guter Dinge, dann bin ich gelaufen, gelaufen, gelaufen und immer weiter gelaufen. Zwei Stunden lang am Meer entlang! Ich dachte echt ich komme nie an. Zum Glück war das Wetter echt gut, die letztem Tage waren ja nicht so das Wahre, aber jetzt ist es inzwischen echt gut geworden. Die Mission Bay an sich war jetzt nicht so spektakulär, ganz schön, aber nicht schön genug um zwei Stunden zu Fuß dahin zu gehen. Zurück wäre auch ein Bus gefahren, aber das Geld dafür wollte ich eigentlich nicht ausgeben… Also noch einmal zwei Stunden zurück – meine Füße haben sich natürlich sehr gefreut, aber irgendwann wird das bestimmt auch mal besser 🙂
Auf dem Rückweg hat mich so ein älterer Herr angesprochen, der wohl total stolz drauf war, sein deutsches Wissen kund zu tun. Jedenfalls hat er mir dann alle deutschen Städte, Sätze und berühmte Personen aufgezählt, die er kannte… Ich selber kam irgendwie gar nicht zum reden, dabei wollte ich endlich mal ein bisschen Englisch sprechen, weil ich ja schon so nicht oft dazu komme :/ Naja, jedenfalls meinte er, dass ich im Juni, bevor ich fliege einen Kaffee und einen Muffin von ihm bekomme! Falls er sich dann noch daran erinnern wird 😉

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Heute sind wir dann endlich nach Devonport gefahren, das hatten wir schon für den Montag geplant, aber irgendwie kamen wir dann doch nicht dazu. Devonport ist eine Halbinsel, am schnellsten geht es da mit der Fähre hin, war auch relativ günstig – NZ$8,50 für Hin- und Rückfahrt (das sind etwa um die 5€).
Um es kurz zu machen: Es war wahnsinnig schön! Auf dem Mt. Victoria hätte ich Stunden einfach nur da sitzen und auf das Meer blicken können, aber soviel Zeit blieb uns leider nicht… Früher war das auch einmal ein Vulkan aber von dem Krater sieht man überhaupt nichts mehr, stattdessen befindet sich dort ein Kanone, die in den Berg eingelassen wurde… sozusagen versteckt. Aber die wurde nur einmal abgefeuert, dann haben sich die Anwohner beschwert und sie wurde nie wieder bestätigt – hat sich der Aufwand diese Kanone da hinaufzutragen ja echt gelohnt!  😉
Am Strand haben wir uns auf den Steinen breit gemacht, überall Windstille, als dann auf einmal in der Ferne hohe Wellen angefangen haben zu schlagen. Die haben sich dann immer weiter zu uns ausgebreitet und der Wasserpegel ist angestiegen und ich hatte erst einmal voll Panik – ey, scheiße, die Flut kommt und wir sitzen auf den Steinen! Naja, danach hat es schnell wieder aufgehört… Wir vermuten ja, dass es ein ganz kleines Erdbeben gab, aber woher sollen  wir das schon so genau wissen :/

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Am Freitag verlasse ich ja dann Auckland (Endlich!!), dann fahre ich erst einmal mit drei Malaysierinnen weiter nach Whangarei für zwei Nächte. Und für die Tage danach weiß ich auch endlich was kommt! Ich habe gefühlte 100 Anrufe getätigt (es waren wahrscheinlich 13, aber oft wurde nicht abgenommen) und nach sieben Absagen, hatte ich endlich mal Glück und fahre nun Sonntagnachmittag zu meinem ersten WWOOFing-Platz nach Waimate North! Ich wollte eigentlich nach Kerikeri oder irgendwo anders in die Bay of Islands, aber das sind wohl die besonders beliebten Plätze, deswegen schon alle vergeben und jetzt bin ich halt etwas weiter außerhalb. Aber ich hab ja mein kleines Auto und kann dann ab und zu mal rein fahren und mich dort umsehen 🙂 Geplant sind erst einmal zwei Wochen, dann hab ich schon Kontakt mit einem Backpacker-Hostel in Te Puke, der “Kiwihauptstadt” aufgenommen, die wollen mir dann Arbeit auf der Kiwiplantage vermitteln. Ich fahre also nach zwei Wochen wwoofen runter nach Te Puke, arbeite dort vielleicht 2 Monate und an freien Tagen kann ich ja dann nach Coromandel und Rotorua fahren. Das ist zumindest der vorläufige Plan 🙂



“Wo ist der verdammte Baum?”

13 09 2010

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Es ist irgendwie ein seltsames Gefühl morgens aufzuwachen und keinen Plan für den Tag zu haben. Aber den ganzen Tag im Hostel verbringen möchte man ja auch nicht, alle anderen fliegen tagsüber ja auch aus. Aber man weiß hier ja irgendwie auch nie, wie das Wetter wird, der Wetterbericht ist ja eher ein Witz und ein strahlend blauer Himmel kann in 5 Minuten wieder dunkelgrau werden und es gießt in Strömen. Jedenfalls hab ich mich dann irgendwann dafür entschieden bei Regen in die Auckland Domain und das dazugehörige Museum zu gehen (was Anderes Überdachtes interessiert mich hier eher weniger), bei Sonne zum One Tree Hill (Nein, das hat rein gar nichts mit der Serie zu tun :)) und Mt Eden, zwei von vierzig Vulkanen, auf denen Auckland gebaut wurde. Irgendwann  gegen halb 11 wurde der Himmel auch endlich mal blau, deswegen: auf die Vulkane!

Cam 050 Nach einigen Missverständnissen bezüglich der Busabfahrt, haben wir es irgendwann nach 13 Uhr auch mal geschafft mit dem Bus in der Manukau Road anzukommen um den Hill aufzusteigen. Auch wenn wir eigentlich gar keinen Plan hatten, wo es eigentlich langging, aber wir haben versucht uns einfach immer der Spitze zu nähern und die wahrscheinlichsten Straßen einzubiegen und irgendwie hat das dann auch geklappt. Zumindest auf das Parkgelände kamen wir ganz einfach, aber den eigentlichen Weg zur Spitze zu finden war schon schwerer. Der Straße sind wir erst einmal in die falsche Richtung gefolgt, dann einen Trampelpfad über die Hügel und an den Schafen vorbei, bis zum geschlossenen Tor, wieder zurück und Passanten gefragt, nur um zu erfahren, dass wir einfach über das Tor klettern dürfen. Naja, vom ganzen Matsch und den etwas bedrohlichen Wolken mal abgesehen, war es da auch ganz schön. Aber nicht mal den Polizei- und Feuersirenen konnte man entkommen, die nerven ja so schon ziemlich! Nachdem es zwischendurch noch einmal geregnet hatte, sind die Wolken zum Glück wieder aufgebrochen als wir dann oben waren.

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Heute lief es sowieso in etwa so ab: Wolken, Sonne, Regen, Sonne, Wolken, Regen, Regen, Regen, Wolken, Sonne, Regen, Wolken… Demzufolge immer Kamera rein und raus und alles etwas umständlich :/ Ich hatte ja auch eigentlich geplant, zum Sonnenuntergang auf dem Mt Eden zu sein, aber dazu später.

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Die Überreste des One Tree…
Alles über den One Tree Hill könnt ihr hier bei Wikipedia nachlesen, ist halt viel Geschichtliches mit den Maori, wie auch das meiste sonst in Neuseeland 😉

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Jedenfalls war der One Tree Hill toll, überall Abhänge mit Schafen und Aussicht über die ganze Stadt und dank Sonne trotz Wind doch relativ warm. Das war ja leider nicht den ganzen Tag so, aber vielleicht war das ja der Grund, dass mir der One Tree Hill zum einiges besser gefallen hat als der Mt Eden, obwohl der ja eigentlich das beliebtere Ziel ist. Aber der Weg dahin war erstmal etwas umständlich, da wir auch gar keine Ahnung hatten wohin. Richtige Karten von Auckland scheint es nur für das Zentrum und vielleicht noch bis Mt Eden zu geben, aber alles was südlich davon kommt gibt es irgendwie nicht. Und deswegen sind wir auch nur durch Wohngebiete gelaufen, einfach immer der Nase nach. Immerhin sind wir so auch langsam näher gekommen, ausgeschildert war ja auch kein wirklicher Weg.

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Mount Eden (englisch)

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Einen der Zugänge haben wir dann mehr durch Zufall in einer Sackgasse gefunden. Die sind wir eigentlich nur runtergegangen, weil es so aussah als ob gaaaaaanz am Ende möglicherweise eine Treppe sein könnte, wenn man davor stand, sah es dann auch noch so aus, als ob man da gar nicht durchdürfte, aber ein Verbotsschild gab es nicht. Und auf noch weiter laufen hatten wir einfach keine Lust, die Füße haben da schon geschmerzt x_x Das hat den Aufstieg ja nicht gerade einfacher gemacht, auf der Straße kamen dann noch die ganzen Autos und Busse hinzu (die meisten sind halt einfach zu faul für den Fußweg!). Aber wir können ganz stolz sagen, dass wir alles allein geschafft haben 🙂

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Mit dem Wetter hatten wir dieses Mal nur leider kein Glück, alles grau, das nächste Wolkenloch noch Meilen weit weg, arschkalter Wind – das könnte unseren Eindruck vom Mt Eden beeinflusst haben. Vielleicht einer der Gründe warum wir One Tree Hill besser fanden. Jedenfalls ist dadurch auch nichts aus dem Vorhaben geworden Bilder beim Sonnenuntergang zu machen, da hätten wir einfach viel zu lange warten müssen und in der Kälte war das einfach nicht auszuhalten. So an sich, war der Krater jetzt auch nicht so spektakulär, es gab halt eine riesigen Krater, der ist aber auch schon dick mit Gras überwuchert, weil er sich schon länger nicht mehr gemeldet hat… Er soll aber noch aktiv sein! Sonst geht man eigentlich mehr auf den Mt Eden wegen der Aussicht – und die hätte uns wahrscheinlich mehr beeindruckt, wenn die Wolken nicht alles so deprimierend erschienen lassen hätten (Grammatik lässt grüßen ^^”).

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Auf dem Rückweg mussten wir noch irgendwo Toast kaufen. Unseres war leer und ein richtiger Supermarkt war auch nicht in der Nähe, deswegen musste so ein keiner Convenience Store herhalten, die ja allgemein etwas teuer sind. aber etwas ist gut, wir haben im New World für eine Packung Toast $1,45 und im Miniladen $5,00 Dollar bezahlt! Also fast 3€ für eine Packung Toast, das ging ja mal gar nicht… Aber die Preise stehen auch nicht direkt an der Ware, sondern erfährt man erst an der Kasse und jetzt weiß man auch warum :/
Aber okay, jetzt wissen wir zumindest Bescheid und machen einen gaaaaanz großen Bogen um die kleinen Läden. Ich frag mich zwar wie alle paar Meter so ein Laden bei den Preisen überleben kann, die gibt es ja in manchen Läden echt zu Hauf.

Als wir dann endlich zurück waren haben sich meine Füße an die Schmerzen im Ferienlager erinnert… Aber man hat sich irgendwie auch gut gefühlt 🙂

Abends ist einem dann wieder mal bewusst geworden, wie viele Deutsche es hier doch eigentlich gibt. Wir saßen zu zehnt im Gemeinschaftsraum, alles Deutsche, alle anderen sind gleich wieder raus, aber lustig war es dann doch ^^” Diese Deutschen-Situation soll es auch noch in fast jedem Hostel in NZ geben, das ist ja nur noch ein weiterer Grund, mal ganz schnell für ein paar Wochen zu WWOOFen. Wenn ich heute im Internet kein passendes Jobangebot finde, mache ich mich mal an die Arbeit, das sollte ja immer ein bisschen vorher vereinbart sein 😉

Nachtrag:
Aber eins muss man dem teuren Toast lassen – es schmeckt verdammt lecker!



Nur ein paar Feststellungen

13 09 2010

1. In Auckland gibt es mehr Asiaten als Neuseeländer.
Wirklich! Wenn man ein bisschen in der City rumläuft, dann sieht man echt nur Asiaten, es gibt Straßen in denen sich ein Japaner an den nächsten reiht und sie unterhalten sich noch nicht einmal auf Englisch. Also mich würde es nicht wundern, wenn es irgendwo Schulen für Japaner und andere Asiaten gibt…
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe ja (wie alle wissen sollten) absolut nichts gegen Asiaten, aber das ist schon echt krass 🙂

2. Isolierung ist ein Fremdwort.
Ich hab ja schon vorher gehört, dass es nachts arschkalt wird, weil die meisten Häuser hier keine Isolierung haben, aber wenn man es am eigenen Leib spürt ist das schon was Anderes… Nicht, dass ich nachts friere, die Decken sind dick genug, nur ist das abends im Gemeinschaftsraum schon etwas nervig, wenn man erst einmal ewig heizen muss – oder halt frieren.

3. “Sour Cream” ist nicht “Saure Sahne”.
Sahne heißt auf Englisch zwar Cream, trotzdem ist da ein meilenweiter Unterschied. Was es nun genau ist weiß ich immer noch nicht, aber zumindest kann man “Sour Cream” auch so zu Kartoffeln essen.

4. Den Autogeräuschen kann man nicht entfliehen… Nirgendwo!
Ich war heute im größten Park Aucklands, dem Auckland Domain, aber du kannst soweit reingehen wie du willst, es erreicht dich immer! Da kann das Gebüsch noch so dick sein. Ein Grund mehr, schnell aus Auckland zu verschwinden.

5. Günstiges Mobiltelefonieren gibt es nicht.
Wir hatten uns zuerst bei Vodafone nach einer Prepaidkarte erkundigt: $30 SIM-Karte + $20 Guthaben –> 89ct/Min
Das sind fast 50 Cent pro Minute, wenn man mit dem Handy telefoniert!
Wir haben uns dann weiter nach dem günstigsten Anbieter umgeschaut und sind dann bei 2degree fündig geworden: $5 SIM-Karte davon $1 Guthaben (im Supermarkt) + $20 erstes Aufladen –> 44ct/Min
Das sind zwar immer noch um die 25 Cent die Minute, aber trotzdem das Günstigste Angebot hier in Deutschland. Das ist schon echt krass, besonders wenn man bedenkt, dass selbst telefonieren nach Deutschland günstiger ist, als mobile Inlandsgespräche!

6. Scrabble ist lustiger als man denkt.
Unser Hostel hat ja keinen Fernseher und eine etwas beschränkte Ausstattung an Gesellschaftsspielen, um genau zu sein: Karten, UNO, Scrabble! Und so wird jetzt jeden Abend eine runde Scrabble gespielt und ja wirklich, man kann dabei Spaß haben 🙂

Ich war heute unterwegs durch die Auckland University, durch den Auckland Domain und bis nach Parnell, dem historischen Stadtteil. Viel gibt es dazu nicht zu sagen, die Uni sieht klasse aus, der Domain ist einfach riesig und wunderschön, fast wie im Urwald und Parnell hat mich etwas enttäuscht, mehr als Läden und ein paar Wohnhäuser hab ich da nicht gesehen, vom Historischen ganz zu schweigen. Vielleicht war ich einfach in der falschen Straße, aber ich war schon viel zu fertig um noch weiter zu gehen und ich musste ja irgendwie auch noch zurückkommen.

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Im Land der langen weißen Wolke

10 09 2010

Neuseeland = Aotearoa = “Land der langen weißen Wolke”

13 Stunden Flug nach Brisbane – grauenvoll! ich hatte die Plätze, bei denen man die Sitzlehne nicht hochklappen konnte, so konnte ich es mir nicht wirklich gemütlich machen, von schlafen ganz zu schweigen. Und das obwohl der Platz neben mir sogar immer frei war, aber es ging einfach nicht. Man muss wohl echt geübt sein um bei den Bedingungen noch so einen tiefen Schaf zu finden wie die anderen.

@ Anke
Ich hab mir “Remember Me” angeschaut – aber ganz ehrlich? Auf Englisch hab ich von der Thematik kaum was verstanden ^^”

In Brisbane musste ich zum Glück nicht lange warten, aber es sah so gar nicht anders aus als Deutschland, so dass ich einfach nicht die Lust hatte irgendein Foto von Australien zu machen… Aber immerhin kann ich jetzt sagen “Hey, ich war in Australien!”, auch wenn ich eigentlich nichts gesehen habe. Von dort waren es zum Glück nur noch zwei Stunden Flug, da konnte ich auch noch einmal den selben Platz aushalten.

Nachdem mich Deutschland schon mit total schlechtem Wetter verabschiedet hat, hatte ich eigentlich gehofft, dass mir zumindest Neuseeland einen schönen Empfang bereitet und die Sonne scheint und alles. Wär aber auch zu schön gewesen, ich hab den Flug auf der vorderen Kamera verfolgt, um die “lange weiße Wolke” zu sehen, nachdem Neuseeland benannt wurde, als die Ureinwohner bei ihrer Ankunft nichts als diese Wolke sahen. Aber eigentlich hab ich nur graue gesehen, je tiefer wir gekommen sind, desto mehr Regen gab es und den ersten Blick auf das eigentliche Land bekam ich dann eigentlich erst, als wir schon fast auf der Landebahn waren. Aber okay – kann ja nur besser werden!
Durch Pass- und Sicherheitskontrolle ging es ungewöhnlich schnell. So schnell, dass ich in der Eingangshalle erst einmal dumm rumstand. Soviel zum abholen… Aber okay, man kann ja als Außenstehender nicht wissen, dass der Flieger zu früh ankommt und dann noch alles so schnell geht. Ihr sei verziehen 🙂
Jedenfalls kam Doro von Kiwicruisecontrol doch noch und wir sind dann auch gleich los zur Werkstatt um mein “neues” Auto in Empfang zu nehmen. Die Linksfahrübungen sindMD000144 auch ganz gut gelaufen (auch, wenn die Vorfahrtsregeln etwas seltsam und der Kreisverkehr gewöhnungsbedürftig sind), aber sonst finde ich das fahren schon fast noch einfacher als auf der rechten Seite. Am Berg hat sich zwar das Alter etwas bemerkbar gemacht, aber er läuft, alles ist einwandfrei, passt schon! So richtig Angst hatte ich eigentlich erst vor der Fahrt zum Hostel! Die Werkstatt war ja etwas außerhalb, der verkehr kam nicht einmal annähernd an den in Auckland ran… Aber ich habs geschafft! Ohne Unfall, aber leider doch mit Straße verpassen und auch Falschparken ^^” Aber der Herr des Hostels hat dann gleich mal mein Auto auf einen verfügbaren Parkplatz gestellt und heute ist dann auch einer direkt vorm Hostel frei geworden, wo ich dann auch bis Ende der Woche stehen kann – ein Glück! Noch einmal mit dem Auto werd ich in Auckland nur fahren um raus zu fahren, das mache ich dann zum Glück nicht im Berufsverkehr 🙂

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Im Hostel wohne ich momentan mit Yvonne aus Deutschland, die auch eine Woche bleibt und nur zwei Stunden vorher in Neuseeland ankam. Gestern waren auch noch Mathew aus Wales und Guy (oder so…) aus Israel (glaube ich) da, aber die sind heute morgen schon wieder abgereist. Heute ist jemand Neues abgekommen, aber mehr als ein “Hi” haben wir noch nicht zu hören bekommen. Jedenfalls sind wir dann gestern gleich zu dritt losgegangen, konnten mit Mathew auch endlich mal etwas Englisch sprechen und haben die besten Fish & Chips in Auckland gegessen. Den Titel haben sie übrigens auch redlich verdient, das war einfach wahnsinnig lecker!! MD000141 MD000142
Im Hostel wohnen noch zwei Deutsche (Svenja und Marius), die auch am selben Tag wie wir ankamen, deswegen sind wir heute zusammen losgegangen um den ganzen bürokratischen Kram hinter uns zu bringen. In den Postshop – Steuernummer beantragen und Konto eröffnen, zur AA (Automobile Association = neuseeländischer ADAC) – Mitgliedschaft beantragt, in den Fotoladen – die restlichen Fotos ausdrucken, die der kaputte Automat in Deutschland nicht mehr geschafft hat, und natürlich unser erster Großeinkauf. Mir war eigentlich mal so, dass ich gehört hatte, dass es eigentlich relativ günstig hier in Neuseeland ist. Wer auch immer das geschrieben hat, hat die Lebensmittel wohl außer acht gelassen! Das einzig wirklich günstige (im Vergleich zu Deutschland), sind die Kiwis und die anderen im Land angebauten Früchte, sonst war es teilweise echt krass. ich glaub im Endeffekt bin ich noch relativ günstig weggekommen, aber durch das ganze Preisevergleichen und  überhaupt erstmal MD000148 Lebensmittel suchen haben IMG_6491wir für den Einkauf 1 1/2 Stunden gebraucht… und es ist dunkel geworden. Voll gepackt und bergauf kann man sich ja vorstellen, wie wir uns auf dem Rückweg gefühlt haben, es ist nämlich nicht gerade ein kurzer Weg ins Hostel! Dafür hatten wir auf dem Weg einen ganz ganz tollen Blick auf den beleuchteten Skytower (der größte Turm auf der Südhalbkugel), der ist irgendwie nur nachts wirklich schön 😉

So ganz hab ich noch nicht das Gefühl, dass ich hier für eine so lange Zeit bleibe, aber vielleicht liegt das daran, dass ich mich in Auckland noch nicht wirklich wie in Neuseeland fühle, aber so langsam gewöhne ich mich doch schon daran. Den Jetlag hab ich nicht wirklich zu spüren bekommen, mit dem Auto ist jetzt auch alles geregelt, es hat einen Parkplatz gefunden, mit der Bank ist alles klar und sonst kommt auch alles bald per Post. Jetzt geht es eigentlich erst richtig los! 🙂
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Mit dem Internet sieht es ein bisschen knapp aus, das im Hostel ist etwas sehr teuer ($2,50 für 30 Minuten an deren Computer, das WiFi kostet $1 je 1MB). Das macht sich für mich vielleicht etwas schlecht, deswegen gibt es den hier erst einmal aus der Bibliothek – wo ich jetzt natürlich nicht jeden Tag hinlaufen werde!

Das ist übrigens meine neue Handynummer: 0220305965
Ihr müsst aber glaub ich noch die Vorwahl dazu wählen, die ich aber nicht im Kopf habe, aber ihr macht das schon 🙂
So richtig zum Fotografieren kam ich auch noch nicht, wir sind heute morgen nur kurz durch den Park gekommen, der gIMG_6482leich hinter dem Park liegt (wunderschön!) und als wir vom Einkaufen zurückkamen, hatten wir von unserer Verandah einen super Blick auf den Mond. Bitte Flo, hier ist dein gewünschtes Foto 😉  In welche Richtung sich der Abfluss dreht, hab ich aber nicht beobachtet, ich weiß ja noch nicht einmal die Richtung in Deutschland…
Aber das Wichtigste: In der belebtesten Straße der Stadt bewegen sich die grünen Ampelmännchen!!!

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Es geht mir also ganz gut, Anschluss findet man ja sofort, am liebsten würde ich schon früher Auckland verlassen, die Stadt ist irgendwie nicht so der Kracher (und das liegt nicht nur am Verkehr), aber jetzt bleib ich noch solange hier, wie ich auch gebucht hatte. Ein bisschen was zum Angucken gibt es ja auch noch 🙂