… where the spirits of the deceased leave the land.

28 09 2010

MD000255Obwohl ich zuerst geplant hatte mit dem Auto nach Cape Reinga zu fahren, hab ich mich dann doch für eine organisierte Tour entschieden – hallo? Für $45 ja wohl verständlich 😉 Und es wurden ja nicht nur das Cape angezielt, sondern auch noch diverse andere Strände, Sandboarden (bzw. –rodeln) und entlangfahren auf dem Ninety Miles Beach. Der ist sogar eine öffentliche Straße, aber ohne Four-wheel-drive kann man das echt vergessen, viel also für mich selber von vornherein ins Wasser. Also: Tour! Das hat auch einmal ganz gut getan, nicht selber fahren zu müssen. Ist immer etwas ungünstig während man fährt auch die Umgebung anzugucken, vor allem, da es ja fast immer kurvige Strecken sind. Außerdem war es glaub ich ganz gut, dass ich meinem Auto die Berge auf dem Weg zum Cape nicht angetan habe, da hätte ich echt Probleme gehabt 😉
Allzu viel kann man dazu auch nicht schreiben, wir hatten immer ein paar Minuten für Fotos, am Cape auch mal länger, weil der Weg länger war und natürlich auch auf der Düne, aber sonst ging alles immer hintereinander weg. War ja auch nicht schlimm, an den meisten Orten kann man auch keine Stunden verbringen…

Naja… Bilderflut!

Houhora Heads (Wagener Park)

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Rarawa Beach

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Tapotupotu Beach

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Cape Reinga

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Te Paki Stream

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90 Mile Beach

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Faule Eier, Mini-Autocrash und unendlich viele Spinnen

27 09 2010

[Bilder folgen noch!]

Bevor es für mich weitergeht, sollte ich vielleicht doch ein bisschen mehr über meine Woche schreiben… Es ist ja nicht so, dass nichts passiert wäre 😉

Aber erst einmal:

WWOOF
Vielen wird das unbekannt sein: Willing Workers On Organic Farms (oder so ähnlich). Gibt es in vielen Ländern, auch in Deutschland, und unter Backpackern ist das ganz schön verbreitet, wenn man keine bezahlte Arbeit findet. Andere machen es einfach aus Spaß, ich wollte es erst einmal ausprobieren 🙂
Im Prinzip geht es nur darum, dass man täglich etwa 4 Stunden auf der Farm (oder wo man auch ist) arbeitet und dafür Unterkunft und Verpflegung von der Familie bekommt. Ich selbst bin nicht auf einer Farm, aber hier gibt es genügend Gartenarbeit und anderes zu tun.

Die Arbeit
Der Großteil meiner Arbeit bestand aus weeding (Unkraut jäten), weeding und immer weiter weeding. Es gibt hier so unendlich vieles zu jäten, das ist echt grauenvoll. Im Prinzip ist es gar nicht so schlimm, aber die ganzen Würmer und Spinnen die sich zwischen Pflanzen und Kräutern tummeln – BÄH!
Einmal durfte ich auch ein bisschen malen… Das hier ist ja eine Joinery (keine Ahnung, was das übersetzt ist, aber ich vermute Tischlerei oder so – jedenfalls machen  die hier Türen, Schränke, Fenster und so etwas) und ich durfte an einem der schlechteren Tage ein paar Fenster weiß anmalen. Das war im Vergleich zum weeding schon ganz angenehm!
Der Samstag ist der Haushaltstag, deswegen housekeeping! Fegen und Fenster putzen, das hat die Zeit schon voll ausgenutzt. An meinem letzten Tag hab ich dann die Werkstatt geputzt, das war die nervigste Arbeit überhaupt! Ich hatte so einen Kompressor (oder so…) und mit dem hab ich die Maschinensauber gemacht. Hört sich einfach an, aber DENKSTE! Hab ich eine Maschine sauber gemacht – okay, hab ich die nächste sauber gemacht – dann war die erste wieder voller Späne – die erste wieder abgesprüht, war die zweite wieder dreckig… Ey, ich habe fast 2 Stunden allein dafür gebraucht um die Maschinen halbwegs sauber zu kriegen, dann  noch die ganze Späne wegfegen – aber Mengen von Späne! Ich hab echt gedacht ich werde nie mehr fertig… Aber nach guten 4 Stunden war ich dann zum Glück fertig, nicht perfekt sauber, aber am nächsten tag wird es eh wieder dreckig und meine Hosts waren ganz zufrieden.

Die Familie
https://www.wwoof.co.nz/profile.php?profile_id=1470
Das sind Sandy, Phil und Tijani (27). Die drei Söhne (25,29,31) wohnen inzwischen (leider ;)) alle in Wellington, Tijani ist es… psychisch etwas angeschlagen, deswegen wird sie wohl für immer hier wohnen bleiben. Sie denkt, ich mag sie nicht, aber ich kann ja auch nicht mit ihr reden, wenn ich kein Wort von dem verstehe, was sie sagt!
Nicht direkt zur Familie, aber trotzdem fast jeden Tag anwesend sind die beiden Arbeiter in der Joinery, Martin (21) und Antony (24). Antony sieht so aus wie Milo Ventimiglia (aber sowas von!) in Gilmore Girls, nur mit Mütze! Er hat mir auch bei dem kleinen “Crash” geholfen, verdammt peinlich…

Der “Crash”
Naja, wenn man es Crash nennen kann… Hier auf dem Gelände war mein Parkplatz von einem Karren besetzt, ich wollte mich daneben stellen, bin rückwärts gefahren und naja… Mit meinem Rücklicht in den Karren ^^” Das Licht an sich funktioniert, nur die rote Kappe (ich hab ja mal keine Ahnung, wie das alles heißt…) war halt ein bisschen eingeschlagen. Phil und ich haben es so gut es ging zusammengeklebt, ich sollte also eigentlich keine Probleme haben, aber wenn ich dann in Te Puke bin, lasse ich es natürlich ersetzen. Vorher geht ja leider nicht, weil man sich das Teil erst aus Auckland liefern lassen müsste und das dauert ja immer etwas.
Nur eins hat mir das mal wieder gezeigt: Ich kann halt einfach nicht Autofahren! Und rückwärts schon einmal gar nicht! Aber ich kann froh sein, dass es nur ein kleiner Schaden ist, immer noch besser als ein Totalcrash 🙂

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Das Haus
Im Sommer wird es wahrscheinlich richtig schön sein, wenn dann erst einmal alles aufblüht, so ist alles noch etwas trostlos. Das haben sie selbst gebaut, zumindest den größten Teil, damit sie danach keine Schulden mehr haben. Ist alles ganz schön offen hier, die Toilette ist meilenweit von meinem Zimmer entfernt, und überall sind Spinnweben… Ich persönlich finde es ja teilweise ganz schön dreckig, aber das lässt sich ja schlecht vermeiden, wenn alles so offen ist. Der Boden besteht ja im Prinzip auch nur aus Holzplanken – ein Grauen zum Fegen! Und bloß keine harten Borsten nehmen, die ganzen Blätter verhaken sich nur und dann bleibt noch die Hälfte in den Ritzen stecken… Macht keinen Spaß 🙁

Die Spinnen
Sie sind ü b e r a l l! Auf der Toilette, im Wohnzimmer, im Beet sowieso und auch in meinem Zimmer… Ich hab mir angewöhnt nicht an die Decke zu schauen, zumindest größtenteils. Direkt über meinem Bett dürfen keine sein, die werden erledigt, die anderen haben sich alle ganz ruhig verhalten und sind auf ihren Plätzen geblieben u.û Aber ich glaube echt ich komme hier spinnengeschädigt raus, grauenvoll…

George Michael
Meine Host steht total auf George Michael! Wenn sie Samstag den Haushalt macht dreht sie die Musik richtig auf (richtig richtig richtig auf!!), damit sie nicht soviel an das Putzen denkt… Ich hab jetzt soviel von dem gehört, dass es mir echt aus den Ohren rauskommt, falls ich in naher Zukunft noch einmal George Michael höre, renne ich schreiend weg!

Der Zufall
An einem meiner ersten Nachmittage bin ich nach Kerikeri gefahren und wen treffe ich? Zwei weitere Deutsche mit denen ich in Auckland ein Zimmer geteilt habe! Wie war das mit die Welt ist klein, Neuseeland sowieso? 🙂

Die Nachmittage
Ich wollte eigentlich immer irgendetwas in der Gegend besuchen, aber ich bin meisten nur mit dem Auto rumgefahren… Kerikeri war ziemlich langweilig, in Waitangi wollte ich die 25$ für den Eintritt nicht bezahlen (im Lonely Planet stand 12$, meine Hosts haben mir hinterher erzählt, dass man von hinten auch kostenlos reinkommt, das wissen Touristen nur nicht), die Strände sehen nach eine Weile irgendwann alle gleich aus, aber der Puketi Forest, einer der kleineren Kauriwälder, war dafür ganz schön 🙂 Auf meinem Rückweg, werde ich dann mal Halt bei dem größten aller Kauris machen.
Die restlichen Nachmittage habe ich größtenteils mit Lesen verbracht (muss auch mal sein, besonders wenn man von den Büchern nicht loslassen kann!)

Die Zeitumstellung
Ja, hier haben sie diesen Unsinn auch… Okay, eigentlich ergibt es sogar Sinn, aber etwas nervig ist es doch. Jedenfalls fand das “Daylight Saving” Sonntag statt, die Uhr wurde eine Stunde vorgestellt und wir sind Deutschland nun 11 Stunden voraus, 12 wenn ihr dann die Uhr zurück stellt, aber bis dahin dauert es ja noch einen Monat. (Oder? Ich hab kein Zeitgefühl mehr…)



Planänderung

24 09 2010

Mein eigentlicher Plan zwei Wochen zu wwoofen hat sich jetzt geändert: Ich reise Montag weiter nach Norden nach Kaitaia, mache am Dienstag eine Tour nach Cape Reinga mit Sandboarden und allem drun und dran, Mittwoch gehts wieder Richtung Süden mit Zwischenstop in Helensville um am Donnerstag an den Piha und Karekare Beach zu fahren, bevor es dann nach Te Puke zur Jobsuche weitergeht.

Nein, ich hatte keine Probleme mit meinen Wwoof-Hosts und auch nichts gegen die Arbeit, auch wenn sie keinen Spaß gemacht hat. Aber ich möchte halt weiterreisen 🙂



Unter die Erde und zurück

19 09 2010

Was wir gestern nicht geschafft hatten, haben wir heute nachgeholt: die Abbey Caves! Ohne Führer und ohne richtige Ausrüstung ist das schon eine Herausforderung, aber Torsten hat schon einige Erfahrung mit dem Klettern, deswegen haben wir uns da irgendwie durchgeschlagen. Ich und Franzi haben uns nur in die erste Höhle und den Anfang der zweiten getraut, danach wurde es einfach zu nass und dafür hab ich einfach keine vernünftigen Schuhe. Dreckig genug bin ich aber trotzdem geworden, es war teilweise ganz schön krass in der Höhle. Für Anfänger ist das ja eigentlich überhaupt nichts und alleine kann man das sowieso nicht machen, aber so zu viert war das schon ganz lustig.

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Aber am besten war sowieso der Moment, als wir in der Höhle festen Halt hatten und das Licht komplett ausgemacht haben. Man hat nur noch das Wasser rauschen gehört und die Decke war mit Glühwürmchen übersät – magisch!

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Mit Fotos lässt sich sowieso nicht einmal annähernd festhalten, wie schön es hier ist und in einer stockdüsteren Höhle schon einmal gar nicht…
Die Jungs haben auch noch die anderen beiden Höhlen durchquert und sich für den Fall der Fälle sogar Schwimmzeug eingepackt, aber gebraucht haben die beiden das dann doch nicht – den Aalen sind die beiden trotzdem begegnet. Für mich war das nur ein Grund mehr nicht in die anderen Höhlen zu gehen. Aber das Wichtigste hatte ich ja gesehen und den Moment kann mir keiner mehr wegnehmen 🙂

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Danach hieß es auch schon wieder Bye-Bye und mit dem Auto weiter zu meinen Wwoof-Hosts. Ich hab mir aber den Umweg über die Ostküste – Tutukaka-Coast – erlaubt. Von der hab ich dann an sich nicht soviel gesehen, der Ort war schon vorbei eh ich überhaupt begriffen habe, dass ich da war. Dafür hab ich kurz bei der Sandy Bay angehalten, die sich jetzt nicht soo sehr von anderen Stränden unterschieden hat. Dafür war die Straße ganz schön krass, immer kurvig, immer bergauf und –ab, da soll echt mal einer klar kommen! Dafür hat es aber irgendwie Spaß gemacht dort entlang zu fahren, die Umgebung hat die Anstrengung echt wett gemacht, so etwas findest du in Deutschland nicht… Von den unendlich vielen Stränden mal ganz abgesehen 😉
Der Highway dagegen war natürlich endslangweilig und überhaupt nicht schön… ich sollte mich vielleicht darauf einstellen mehr Landstraßen zu fahren, das lohnt sich einfach viel mehr, als immer den Highway. Nur wenn es schnell gehen soll geht es einfach nicht anders.

Meine Host-Familie scheint ganz nett zu sein, lustig sind sie aber auf jeden Fall 🙂 Nur der Weltatlas scheint nicht ganz auf dem neusten Stand zu sein, Deutschland war darauf jedenfalls noch geteilt. Was mich hier erwartet weiß ich noch nicht ganz… Nur die ganzen Spinnen sind etwas gewöhnungsbedürftig, besonders auf der Toilette sind die riesig, weil die oben offen ist! Das ist hier im Prinzip alles selbst gebaut, ganz schön, aber auch etwas kalt und halt sehr… natürlich, mit Spinnen und allem >.<

 

Ich merke schon, dass ich absolut nicht hinterher komme mit dem Hochladen… Deswegen werden dann wohl immer mehrere auf einmal kommen oder so 🙂



Whani… Whanega… Whangei… Whangarei!

18 09 2010

Der Lonely Planet sagt zu Whangarei, dass die Stadt auf einer Schönheitsskala irgendwo in der Mitte liegen würde, aber ganz ehrlich? Es ist eine unglaublich hässliche Stadt! Einfach unbeschreiblich… Irgendwie kommt man die ganze Zeit nicht aus einer Art Industriegebiet heraus, alles ist grau und überall laufen prollende Teenager herum. Und gerade in dieser Stadt gibt es so einen schönen Ort wie den Whangarei Fall! Der Wasserfall darf sich mit dem Titel des meistfotografierten Wasserfalls Neuseelands rühmen, aber wenn man davor steht kann man gar nicht anders, als aus allen Perspektiven Fotos zu machen, er ist irgendwie auch einfach immer schön! Als ich heute morgen zum ersten Mal rüber zu den Falls gelaufen sind (das Hostel liegt ja gleich daneben) hatte ich auch noch perfekten Sonnenschein. Das hat man hier ja nicht  immer, gestern war noch das übelste Wetter und man weiß ja nie wann das Wetter wieder umschlägt.

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Jedenfalls war heute morgen auch das Angebot: “Abseil $15”! Die anderen hatten auch voll Bock drauf, gerade bei dem Preis, aber vorher sind wir ja erst einmal in die Stadt, ein paar letzte Besorgungen und die Suche nach Internet… Nicht ganz einfach, aber wir haben einen ungesicherten Hotspot gefunden. Jedenfalls kamen  wir erst nach 15 Uhr wieder zurück, hatten total Hunger und erst nach 16 Uhr sind wir dann noch einmal alle zusammen zu den Wasserfällen. Das Abseil-Team war schon weg, deswegen haben wir den Walkway zum Kauri-Forest genommen, das sind diese urururururalten Bäume die einfach riesig werden! Auf dem Weg hat man auch gesehen wie vielfältig Neuseeland eigentlich ist, im einen Moment ist man im tiefsten Dschungel, ein paar Meter weiter fühlt man sich wie im Harz (von den Farnen und Palmen abgesehen ;)) und ein paar Meter weiter ist schon wieder tiefster Wald mit Kauribäumen. Die Landschaft ist hier fast so wechselhaft wie das Wetter, aber das macht es auch so schön hier.

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Eigentlich hatten die anderen noch die Abbey Caves geplant, das ist so etwas wie die kostenlose Variante der Waitomo Caves, nur noch abenteuerlicher. Oder für die, die sich nicht so viel mit Neuseeland beschäftigen: Glühwürmchengrotten, ohne Führer, ganz allein, kostenlos 🙂
Ich werd nur bis zu einem bestimmten Punkt mitgehen, weil man auf einer Strecke richtig ins Wasser rein muss und ich möchte weder schwimmen, noch einem Aal begegnen, ich finde es ja schon so unter der Erde unangenehm genug. Aber vielleicht brauchen wir morgen wieder soviel Zeit morgens, dass wir nichts schaffen. Ab 16 Uhr sind ja dann auch meine Hosts in Waitame North zu Hause, da muss ich ja auch noch hinfahren und ich wollte einen Umweg über die Ostküste nehmen um weniger vom Highway, aber mehr vom Land zu sehen. Na mal gucken…