Ab in den Norden
17 09 2010Endlich raus auf Auckland! Aber so richtig gut fühle ich mich dabei nicht, vielleicht weil ich dort schon alle kannte… und jetzt heißt es wieder neuen Anschluss zu finden, aber das ist ja der Sinn der Sache 🙂
Heute morgen habe ich mich mit den Malaysierinnen getroffen, lief alles ganz easy, und ich konnte endlich auch mal ein bisschen mehr Englisch sprechen. Naja und dann halt drei Stunden Fahrt… Ich war mal wieder voll ängstlich, besonders in Auckland und der Highway war so verdammt riesig mit vier Spuren auf beiden Seiten… Ich war verdammt froh, als die Straßen dann schmaler wurden! Richtige Autobahnen wie in Deutschland gibt es hier ja eh nur in den richtig großen Städten, sonst kann man die Highways mit den deutschen stark befahrenen Bundesstraßen vergleichen. Und hier wird auch überall gebaut – halt ganz wie in good old Germany 😉
Was ich noch gar nicht wusste war, dass man für bestimmte Strecken auf den Highway “Toll”, also Maut bezahlen muss. Irgendwie war mir das völlig unbekannt, obwohl ich vorher soviel gelesen hatte. Aber hier gibt es auch eine “Free Route” auf die man abbiegen kann. Das dauert zwar länger, aber Landstraße ist sowieso schöner als Autobahn 🙂
Mit vollgepacktem Auto ist das auch ein ganz anderes Gefühl Berge hochzufahren. Ich hab das Gaspedal soweit es ging durchgedrückt, aber auf mehr als 60 bergauf kam ich oft gar nicht. Dafür war ich bergab immer viel zu schnell… Aber immerhin sind wir heil angekommen und den Weg in das Hostel hab ich dann auch ganz schnell gefunden, obwohl der verkehr in Whangarei auch ganz schön stark ist :/ Mein Hostel liegt ja weiter außerhalb, ich musste also durch die ganze Stadt durch und dann hoffen in der richtigen Straße rauszukommen. Von Whangarei hab ich ja im Gegensatz zu Auckland keine vernünftige Karte und meine Mitfahrer hab ich ja auch schon wo anders raus gelassen. ABER ich habs ja gefunden 🙂
Ob ich mich hier wohl fühle werde ist eine andere Sache, aber ich bleibe ja nur zwei Nächte hier. Erst einmal angekommen musste ich erfahren, dass ich (ohne Aufpreis) in ein 3-Bettzimmer “aufgestuft” wurde. Normalerweise freut man sich ja für den gleichen Preis etwas besseres zu bekommen, aber ich wäre hier schon lieber in ein Dorm gekommen, um mehr mit den Leuten zu tun zu haben. Aber so wohne ich allein, naja :/ Hier ist alles in Bungalows aufgeteilt, Schlafräume, Duschen, Toiletten, Küche und Gemeinschaftsraum sind alle in verschiedenen Bungalows, wenn es also regnet (wie zum Beispiel bei meiner Ankunft) sieht man erst einmal dumm aus der Wäsche. In der Küche gibt es auch keine Tische, die stehen draußen im Freien, ist also alles irgendwie auf gutes Wetter ausgelegt. Mal sehen, wie das hier laufen soll. Ich glaub ich werde einfach nur den einen Tag zum Wasserfall und die Walkways langgehen und Sonntag früh einfach weiterfahren, so richtig kann ich mich mit dem hier nicht anfreunden. Ich hatte auch schon eine seltsame Begegnung hier: Ich bin in die Toilettenkabine gegangen, abgeschlossen, da kam eine Katze unter der Tür hindurch! Die war ja ganz süß und so, aber im falschen Moment stört sowas einfach :/ Im Sommer ist es hier bestimmt total toll, es gibt sogar einen Pool und einen Barbecuebereich, aber für jetzt ist das alles nichts. Ich wäre am liebsten gleich weiter zu meinem Wwoofing-Platz gefahren, aber das kann man ja nicht so einfach machen. ^^”
Nachtrag:
Zwei Stunden nach meiner Ankunft kamen auch noch andere Deutsche, die ich bereits in Auckland kennen gelernt hatte (die Welt ist klein und Neuseeland sowieso…). Ist zwar schade drum, dass wieder kein Englisch gesprochen wird, aber irgendwie war es sowieso so ausgestorben, dass ich echt froh war ein bisschen Gesellschaft zu haben. Was noch so alles war und was wir in Whangarei gemacht haben, kommt irgendwann anders, wir laufen hier mit dem Laptop doof in der Stadt rum um irgendeinen Hotspot zu finden, für den man kein Passwort braucht…
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