Neustart oder so ähnlich

29 11 2010

Auf die Überfahrt auf die Südinsel hab ich mich ja mal total gefreut – und gefürchtet! ja, wirklich! ich? MIT Auto? Mal wieder tausend panische Gedanken, man weiß ja nicht wohin und überhaupt, das läuft ja alles so schnell und blablablubb. 
Aber der Tag wurde ja schon dadurch aufgebessert, dass ich am morgen zufällig IMG_7353mit den richtigen Leuten am Frühstückstisch saß und auch mehr mit denen aus meinem Zimmer ins Gespräch gekommen bin. Jedenfalls waren wir im Endeffekt eine spontane Vierergruppe, die alle (mehr oder weniger geplant) mit der gleichen Fähre rüber nach Picton fahren und dort eine Nacht bleiben bevor es weitergeht. So schnell kann es gehen und immer dann, wenn man es gar nicht erwartet 🙂 So wurde alles auch um Einiges leichter, das Auffahren war ja auch nichts Besonderes, ich mach mir ja nur meine üblichen Panikgedanken. Und wir hätten IMG_7362uns keinen besser tag aussuchen können! Warm, klarer Himmel, kein Wellengang, alles total ruhig und dadurch natürlich perfekte Sicht auf den Sound! 
Und dann war da auch schon Picton – winzige Stadt, aber unglaublich schön, dabei glaubt man das natürlich gar nicht. Das Hostel war ja sowieso das Beste in dem ich bisher war, das einzige Manko war vielleicht der etwas zu enge Dorm, aber das kann ja in anderen Zimmern auch wieder anders aussehen. Und wir sind dann noch zu viert losgegangen und haben es uns mal wieder richtig gut gehen lassen: Steak! 😀
MD001004 MD001011
Wie man doch so richtig schönes Fleisch vermisst… Es hat zwar gekostet, aber man muss es sich ja auch (mal) gut gehen lassen. Vor allem, da ich ja in fester Erwartung von einem Job bin. Wo auch immer das dann sein wird. Jedenfalls hieß es dann wieder Good Bye, übrig geblieben sind nur zwei, ab Nelson bin ich dann auch allein weitergefahren.
Nach Motueka also (oder: Mo-tuu-ecka, wie es in meinem Lonely Planet steht). Hier gibt es vor allem Äpfel. So weit das Auge reicht Apfelplantagen, ab und zu auch Kiwis, aber von denen hab ich ja auch erst einmal genug. So ganz hat die Saison noch nicht angefangen, aber ein paar wenige haben trotzdem schon Arbeit, andere sind noch bei den Kiwis. Jetzt heißt es entweder Glück (oder Engagement) haben und gleich etwas finden, oder aber nach einer Woche immer noch dumm da sitzen und dann nach Blenheim arbeiten, wo es dann hoffentlich Arbeit auf der Weinplantage gibt. nach Hospitility Jobs haben wir auch mal nachgefragt, aber hier hat schon jeder sein Summer Staff – da sind wir leider ein bisschen zu spät gekommen.
Und ja: “wir” – das bedeutet nur, dass ich hier in Motueka zwei Leute aus Te Puke wieder getroffen habe, die dort auch gearbeitet hatten. Nur einen Tag, aber immerhin etwas 🙂
Motueka an sich ist auch nichts Besonderes, etwas kleiner als Te Puke, aber trotzdem mehr zu bieten und vor allem hat man hier in der Bibliothek kostenloses Internet. Und der Strand liegt gleich nebenan und nicht erst im nächsten Ort! Keine Ahnung wie lange ich hier bleibe, das Problem ist halt die Weihnachtszeit – das Hostel ist schon von Weihnachten bis Anfang Januar komplett ausgebucht. Ob es in den anderen Hostels besser aussieht weiß ich nicht, aber noch hab ich ja auch keinen Job. Vielleicht finde ich ja auch gar keinen, dann hab ich das Problem nicht… In Blenheim gibt es ja dann genug Unterkünfte in denen NUR Arbeiter wohnen. Aber darum mache ich mir noch nicht allzu viele Gedanken, noch hab ich ja hier Chancen 😉

Nachtrag:
Ich sollte mir angewöhnen nicht so viel vorzuschreiben… jedenfalls hab ich Arbeit, wenig Internetzeit, mehr gibt es demnächst!



Unter dem Baum stand Orlando Bloom! AAAAHHHH!! [/fangirlism]

25 11 2010

Mein eigentlicher Wellingtonplan sah so aus:
Tag 1: Herr der Ringe – Tour am morgen, Botanischer Garten am Nachmittag
Tag 2: Wanderung auf den Mt. Victoria, danach ins Te Papa
Meine Vermutung war ja auch, dass ich für alles dementsprechend lange bräuchte. IMG_7255Aber wie war das mit den Plänen??

Also Punkt eins – ein bisschen umherwandern in Mittelerde. Ich bin ja jetzt nicht DER Herr der Ringe-Fan, aber die Drehorte interessieren mich jetzt schon ziemlich. Auf dem  Flyer hieß es ja auch “8 Locations aus 15 Szenen”. Klang doch schon mal ganz gut!
Am Nachmittag vorher hab ich in meinem Zimmer noch Hana aus Kanada kennen gelernt, die ganz spontan beschlossen hat, IMG_7266dass sie die gleiche Tour macht. Zu zweit ist ja auch alles ein bisschen lustiger 😉 Im Endeffekt waren wir auch die einzigen beiden, hätte ich sie also nicht gefunden, dann wäre ich ganz alleine mit dem Guide unterwegs gewesen – bei meinem  Kommunikationsverhalten ganz fatal! So lief es doch ganz entspannend. Einer der Stops war Rivendell (da wo die Elfen wohnen, für alle Unwissenden :P), das ist dort richtig IMG_7269ausgeschildert und alles, auch wenn an sich halt nichts mehr da steht. Wir haben dann halt gezeigt bekommen,  wo was stand, war unter welchem baum was gemacht hat und was halt so an sich von dem Ort alles im Film zu sehen war. Und da war ja auch DER Baum! Dort, unter dem Orlando Bloom als Legolas seine Promobilder geschossen hat! Dort haben sich aber schon so viele andere  drunter gestellt, dass der Boden schon total kaputt aussah. Jetzt haben die extra eine kleine Plattform hingestellt, damit die Fotos einfacher zu schießen sind und der Baum nicht so sehr beschädigt wird.
Und dann gab es da noch den Park – Isengard. Dort wo Saurons Turm stand und die beiden dann durch den Garten spazieren gegangen sind. Mussten wir natürlich nachstellen (laut unserem Guide…).

IMG_7291IMG_7292
IMG_7297Und dann waren da natürlich noch die Szenen auf Mount Victoria! Mitten in WellingtonIMG_7298 haben die die ersten Szenen aus Herr der Ringe gedreht: Die Szenen, in denen die Hobbits den Berg runterkullern, Pilze auf dem Weg finden, der schwarze Reiter kommt und die sich dann unter dem Baum verstecken. Den Baum gab es in Wirklichkeit gar nicht, der wurde extra gemacht und hingestellt, aber sonst hat man doch schon einiges wiedererkannt. Zumindest mit den Bildern, so hätte ich das wohl auch eher weniger hinbekommen ;) 

IMG_7300 IMG_7303 IMG_7306 IMG_7309 IMG_7275
Die Tour hat sich denke ich schon gelohnt, war halt teuer, an einigen Drehorten sind wir nur vorbeigefahren (soviel zu 8 Locations), haben aber auch ganz lustige Bilder  bekommen… oder eher peinliche Bilder :/ Oder wie soll man das anders sagen, wenn man Elfenohren, einen Miniumhang und eine Nachmache von Frodos Schwert bekommt? Wenns wenigstens Pfeil und Bogen gewesen wären, das hätte Spaß gemacht…

Ich wurde dann auch gleich oben auf dem Mt. Victoria abgesetzt, ich konnte mir also günstigerweise die Wanderung hoch sparen. Das hat natürlich meine ganze Planung wieder durcheinander geworfen, aber daran war ich ja inzwischen gewohnt. Also spontan einen neuen entworfen – runter von Mt. Victoria und dann gleich ins Te Papa, Wellington berühmtes Museum und laut vielen eins der “Must-Do’s” dort. Und gut war es ja auch, nur ich bin ja nicht nach Neuseeland geflogen um mir Museen anzuschauen. War zwar alles ganz interessant und ganz viel zum selber machen, aber nichts was mich jetzt umgeworfen hat.Die meisten verbringen mehrere Stunden dort, ich war nach einer wieder draußen… Ist ja nicht so schlimm, hat ja nichts gekostet 🙂

IMG_7314 IMG_7336
Und dann war es immer noch so früh am Tag! Ich dachte, dass die Zeit wenigstens ansatzweise vergehen würde. Ich hatte ja an sich nicht so viel für Wellington geplant und noch einmal aus der Stadt rausfahren wollte ich ja eigentlich auch nicht. Dann bin ich halt nur durch die Straßen gelaufen, spontan der “Lord of the Rings Location Guide” für teuer Geld gekauft, bis ich dann halt vor der Cable Car stand. Das ist so eine ganz ganz kleine Minibahn, die den ganzen Tag den Berg hoch in den botanischen Garten und wieder runterfährt – und ich den Garten wollte ich ja eh. Nur leider hat der mich jetzt auch nicht so umgeworfen :/ Richtig Sommer ist ja auch noch nicht und so erinnert er eher an einen rieseigen Park, in dem man sich nur allzu leicht verirrt. Und so war ich wieder viel zu früh im Hostel und hatte alles in Wellington abgehakt. War natürlich Mist, ich hatte ja noch einen ganzen Tag vor mir!
Aber eines der Dinge, die man eigentlich noch sehen musste, war da ja noch: Das Embassy Theatre, das riesige Kino, in dem 2004(?) die Weltpremiere von dem dritten Herr der Ringe war. (Wer weiß, wer schon alles auf meinem Platz gesessen hat?) Das ist zwar riesig, hat aber deswegen auch nur einen Kinosaal. und was läuft zur Zeit? Natürlich den ganzen Tag nur Harry Potter. Dann hab ich halt ein zweites Mal Harry Potter gesehen, ist ja auch kein Ding 🙂

Der schlechte Start hat mir halt wirklich irgendwie den ganzen Aufenthalt ein bisschen vermiest. Das Hostel war jetzt nicht so der Bringer (aber gut, in Wellington gibt es allgemein nicht so Gute) und auch sonst… naja. Vielleicht haben mir auch einfach die richtigen Leute gefehlt, wer weiß.



how about a bungy jump? F!*K THAT. – Taupo Bungy

25 11 2010

TBNZ011160126184 TBNZ011160126193 TBNZ011160126199 TBNZ011160126201 TBNZ011160126185



Und immer weiter Richtung Süden…

23 11 2010

Meine Kamera LÄUFT! Hab jetzt ein neues Objektiv (leider nur ein Standardding, aber es sollte auf jeden Fall ausreichen bis ich wieder in Deutschland bin), jetzt macht Fotografieren wieder Spaß! (Auch wenn es bei Weitem nicht mit meinem alten Objektiv zu vergleichen ist… der Zoom ist einfach zu schwach…)

Wie auch immer, next Stop: Wellington! Und danach geht es dann auf der Südinsel weiter, wohin genau – keine Ahnung. Die Entscheidung müsste ich dann wohl bald treffen, die Frage ist nur: Wein oder Äpfel? Aber ich verfolge einfach mal das Backpackerboard, was da so heute und morgen an Jobs reinkommt und dann entscheide ich.
Manchmal kommt es ja vor, dass man vom ersten Moment an mit einer Stadt auf Kriegsfuß steht, läuft gleich am Anfang etwas falsch, dann fühlt man sich irgendwie die ganze Zeit nicht wohl. Deswegen find ich es hier auch irgendwie noch nicht so umwerfend. Auf der Karte sah alles noch ganz einfach aus. Autobahn runter, rechts, Straße folgen, da ist es. Tja, falsch gedacht! Erst nicht gefunden, dann versucht im Kreis zu fahren um nochmal nachzugucken, dann bin ich plötzlich wieder auf dem Motorway und muss mit Mühe und Not zurück finden, dann die Straße noch mal lang, immer noch nichts gefunden und kein Parkplatz weit und breit, also noch einmal im Kreis (dieses mal richtig) und eine andere Abbiegung um zumindest ein Parkplatz zu finden, um dann zu Fuß das Hostel zu suchen – nichts. An der Uni vorbei, den Berg hoch bis ich wieder viel zu weit weg war, wenden und zurück, die Straße noch einmal erfolglos lang. Durch eine der Innenstadtstraßen, bis zu einem 24/7-Parkplatz, der (hurray!) noch einen kleinen Platz hatte, “Daily Ticket” heißt aber nur 12 Stunden und nicht 24, also erst einmal nur eine Stunde bezahlt und zu Fuß das Hostel suchen. Irgendwann auch auf der anderen Straßenseite als gedacht gefunden, und erfahren, wo man parken kann, zurück, Auto nehmen und auf einen “Coupon-Parkplatz” stellen, der mit seeeehr viel Glück noch frei war (hier ist echt alles voll!), nur hatte ich immer noch keinen Coupon und der Host ist weg… Zwei Stunden sind frei parken, da bin ich schon lange drüber, aber das ist mir grad so scheißegal! Ich bin da, ich hab einen Parkplatz, ich bin FERTIG! Gute Nacht…



Regen, Regen, Regen…

22 11 2010

MD000964 Und der Regen hat gar nicht aufgehört. Als ich morgens in Taranaki aufgewacht bin dache ich noch: Hey, es scheint ja die Sonne! Dann kann man ja doch noch in den National Park fahren!
Auf dem Weg bin ich dann immer näher an die Wolken gekommen, bin durch Regengüsse gefahren, dann hat wieder alles nachgelassen – ich hatte also keine Ahnung, ob ich nun abbiegen oder einfach nach Wanganui durchfahren soll. Bei der Abbiegung war grad eine Regenpause, eine kleine Hoffnung bestand also… Und kaum ist man angekommen und aus dem Auto MD000961gestiegen, da ging es erst richtig los, aber hey, jetzt bin ich schon so einen großen Umweg gefahren, den muss ich  jetzt auch nutzen! Und so bin ich durch den Regen gewandert. Aber es hat sich gelohnt, wäre nicht so ein Mistwetter gewesen, dann wäre es wahrscheinlich richtig  schön gewesen. Nicht nur dummer Kies- oder Holzweg, ein bisschen klettern, ein bisschen nass werden und nachdenken, wie man da wohl am einfachsten durchkommt – so muss ein interessanter Wanderweg sein! 🙂 Nur gesehen hat man nicht so viel, die Wolken waren einfach zu niedrig… Zumindest war es ab und zu mal trocken (mehr oder weniger), auf mehr konnte man da gar nicht hoffen.

MD000948 MD000951

Als ich dann in Wanganui angekommen bin, gab es zwar immer noch keine Sonne, dafür gab es wenigstens auch keinen Regen mehr. Sehr viel zu tun gab es da auch nicht, war halt eine (in deutschen Verhältnissen) Kleinstadt, dazu war auch noch Sonntag, also gab es GAR nichts! Und die geplante Jetboattour zur “Bridge of Nowhere” ist auch ins Wasser gefallen – denn Neuseeländer antworten nicht auf E-Mails. Da kann man wohin schreiben und was buchen, wohin man möchte, es reagiert keiner. Und MD000981anrufen geht Sonntags ja schlecht. (Aber ich hab dazu gelernt und hab wenigstens meine Herr der Ringe-Tour telefonisch gebucht!) Also alleine los! 
Die richtig schönen Seiten vom Fluss gibt es aber nur richtig weit im Land, wo man noch ewig hinfahren müsste. Ganz soweit ging es dann doch nicht, aber zumindest hab ich mal einen groben Eindruck vom Film bekommen. Übrigens wurde der Film “River Queen” hier gedreht, sollte der Film mal irgendjemandem in die Hände fallen – sollte sich lohnen 😉