Drei Sekunden auf einer Welle sind immer noch besser als nichts
14 11 2010
Jaaaaa und da war es: Das Surfwochenende! Also morgens zusammen aus Coromandel Town weg, erst einmal nach Thames und Ophelia wiedertreffen (und feststellen, dass man im Fotoladen nicht unbedingt Ahnung von Kameras haben muss) und dann weiter nach Auckland, immer am Meer entlang. Und wie ich Großstadtverkehr doch hasse… Und dann auch noch die Kreisverkehre! Aber gut, irgendwann bin ich dann am Strand in St. Heliers angekommen – so weit so gut! Denn dann gingen die Probleme erst richtig los:
Wollte ich also Kim anrufen oder eine SMS schreiben, dass ich da bin – kein Empfang.
Bin also ein bisschen rumgewandert auf der Suche nach Netz – erfolglos.
Dann ins Auto und in der Gegend rumgefahren, auf der Suche nach Netz – erfolglos.
Zurück zum Strand.
Öffentliches Telefon ausprobiert – erfolglos. (Münzen gabs nicht, Kreditkarte hat nicht funktioniert)
Verzweiflung steigt inzwischen immer weiter und weiter.
Dann war 17.45 Uhr – okay, die Bibliothek hatte noch 15 Minuten offen, also zurück zum Auto, Netbook geholt und auf dem Weg in die Bibo.
Auf dem Weg fällt mir dann ein, dass mein Handy in letzter Zeit öfters mal rumspinnt und es ist ja seltsam, wenn zwar da steht “2degree”, nur halt keine Balken da sind.
Also Handy aus- und wieder angemacht.
Und wer hätte das gedacht? Bester Empfang…
Und völlig fertig viel zu spät kam ich dann schließlich doch noch an… es konnte also nur besser werden 😉
In Raglan lief dann eigentlich auch alles wie geplant (zumindest für mich) und die Theorie beim Surfen und so war ja auch alles ganz einfach. Nur in den Wellen hat es dann nicht so wirklich geklappt. Mein erster Versuch hat damit geendet, dass der Seil vom Board gerissen ist und dann ich erst einmal ewig am Strand auf mein neues Board warten durfte, während die anderen teilweise schon auf dem Board stehen konnten. Aber danach hat es auch nicht so wirklich geklappt. Entweder ich hab die Welle nicht gekriegt, oder wollte zu schnell aufstehen, bin ausgerutscht oder was weiß ich was. Ich glaub einmal hab ich es kurz geschafft aufzustehen, bin dann aber auch gleich wieder umgefallen. Mies! :/
Am zweiten Tag hatten wir ja nur noch die Ausleihe – das Wetter war schlecht, der Wind und die Strömung und alles viel zu stark, da kam man echt kaum aufs Meer hinaus, geschweige denn auf die Welle. ABER ich konnte doch schon ein bisschen länger auf einer Welle stehen 😀 Nicht sehr lang, aber so lang, dass ich sagen kann: “Wäre das Wetter besser gewesen, hätte ich es bestimmt hingekriegt!” Also eigentlich kann ich es… nur nicht so richtig… aber ein bisschen halt.
Aber das Wetter war so schlecht, dass es auch gar keinen Spaß gemacht hat, deswegen sind wir schon viel zu früh raus und haben halt noch bis 12 Uhr da rumgesessen, weil man uns EIGENTLICH dann abholen
sollte. Hat man aber nicht. Haben wir also angerufen und die meinten dann, dass sie uns 13.30 Uhr auf dem Rückweg von der Stadt aufgreifen könnten. Heißt also: Die hatten gar nicht geplant uns abzuholen, da kommt man sich doch erst einmal richtig verarscht vor… Zwei Mädels die dort gerade losfahren wollten, waren dann so nett uns wirklich bis zum Hostel zu fahren, obwohl das so weit außerhalb der Stadt ist. Haben wir also auch mal gehitchhikt (jaja, Denglisch…), können wir das auch von der Liste streichen. Und Kim hat dann im Office so einen Stress gemacht, dass wir alle pro Person 10$ als Entschädigung bekommen haben – YES! Das ist doch mal was 😀
Der Rest des Tages bestand nur noch aus Autofahren – zurück nach Auckland und noch einmal nach Süden
nach Port Waikato (oder so), kleiner Ort an der Küste, nicht so einfach zu erreichen (ich dachte es wäre einfacher, deswegen hab ich das gebucht). Aber irgendwie war es ja doch richtig gut, ich war zwar wieder die Einzige, das dachte ich mir aber schon vorher, aber mir tat vom Surfen alles so verdammt weh, dass ich einfach nur das riesige Bett genossen habe… Ganz am Ende von Neuseeland werd ich dort vielleicht mal wieder hinfahren, dort soll die Wetterspitze aus Herr der Ringe sein. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich vielleicht sogar zwei Nächte gebucht, aber eigentlich wollte ich halt nur einen Zwischenstopp machen um nicht in Auckland übernachten, aber auch nicht noch ewig weiterfahren zu müssen.
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