Stadt der faulen Eier

1 07 2011

Rotorua ist dann wohl der letzte touristische Ort, den wir angepeilt haben. Danach geht es nur noch zurück nach Auckland um mein Auto abzugeben und die Zeit bis zum Flug abzusitzen. Und dafür wird es auch Zeit, langsam reicht es…

IMG_2580 IMG_2596 IMG_2614 IMG_2656

Kaum kommt man in die Nähe von Rotorua, steigt einem ein übler Geruch nach faulen Eiern in die Nase. Der Grund dafür sind natürlich keine Eier, sondern nur Schwefel, aber besonders angenehm macht es das auch nicht. Die Gegend ist vor allem für Maorikultur, die Vulkane und Thermalquellen bekannt, aus dem der Geruch kommt. Eine der größten Thermalquellen hab ich schon letzten Oktober als ich in Te Puke gearbeitet habe besucht, jetzt ging es mir vor allem um die Stadt und Zorbing! Das kann man sich im Prinzip so vorstellen: Eine riesige aufgeblasene Kugeln, in die man einsteigen und den Hügel hinunterrollen kann. Wahlweise trocken festgeschnallt oder mit Wasser locker drin sitzend, wahlweise sogar bis zu drei Leute!

IMG_2675 IMG_2721 DSC_3156 DSC_3172



Immer der Sonne entgegen

28 06 2011

Bei nicht ganz so gutem Wetter gestartet und mit der Sonne angekommen sind wir dann nach 4 Stunden Fahrt durch Neuseelands Hinterland, mit Stop bei dem längsten Namen der Welt, der sich übrigens auf den Hügel im Hintergrund bezieht, in Napier. 1931 wurde Napier durch ein Erdbeben fast komplett zerstört. Der Wiederaufbau sollte etwas ganz Besonderes werden, so hat man aus Napier eine riesige Art-Deco-Stadt gemacht. Und auch heute ist die Kunst auch so ziemlich das Größte was die Stadt ausmacht. Die meisten Backpacker kommen hier nur her, weil es hier relativ viel Arbeit auf dem umliegenden Apfelplantagen gibt.

IMG_2520 IMG_2527

Nach nur einer Nacht in Napier sind wir deshalb auch schon weiter nach Norden. Da wir aber beide langsam genug davon hatten, jeden Tag Stunden im Auto zu sitzen lassen wir das Eastcape ausfallen – es wäre einfach zu lang! Deswegen hieß es für diesen Tag “nur” drei Stunden nach Gisborne, Neuseelands sonnigster Stadt, die gerne von Saison-arbeitern, aber im Sommer auch besonders von Surfern angefahren wird. Gisborne steht ganz im Zeichen von James Cook, der damals hier an Land gegangen ist. Dem mussten natürlich so einige Statuen gewidmet werden 😉

IMG_2538 IMG_2550 IMG_2541 IMG_2553 IMG_2554 IMG_2545 IMG_2547

Der letzte Stop bevor es zurück nach Auckland geht ist jetzt für drei Tage Rotorua – endlich mal ein bisschen Pause vom Auto fahren 🙂



Irgendwann hat alles ein Ende

8 11 2010

Eine kleine Zusammenfassung meiner letzten Tage im Hostel:

Die “Stammgruppe” hat sich aufgelöst, das heißt alle bekannten Gesichter sind ausgezogen und mit den Neuen kann man meistens irgendwie nichts anfangen. Aber so langsam ist ja jeder gegangen.

Ich hab einen Steinschlag (woher auch immer) und bin zu Smith & Smith (das neuseeländische Carglass) und habs ganz allein geschafft alles zu regeln (Yay! :D). Erst fragt man dauernd nach meiner Versicherung, nur um mich dann doch einfach so gehen zu lassen… Man hat mir gesagt, dass das erste Mal frei sei, aber die haben weder Kennzeichen, noch Namen oder Versicherungsnummer aufgeschrieben. Der hat das einfach nur verhärtet und mich dann ziehen lassen. Sehr seltsam… Aber soll nicht mein Problem sein, so hab ich zumindest einiges an Kosten gespart!

Mit Arbeit auf Kirschplantagen auf der Südinsel wird es wohl nichts, bis jetzt kamen eigentlich nur Absagen oder “We call you” – ich bin jetzt so lange Seasonal Worker, dass ich weiß, dass das sozusagen eine indirekte Absage ist… Falls doch noch etwas zu haben ist, wird mir das eher weniger bringen, ich versuche jetzt an Arbeit auf der Weinplantage in Marlborough zu kommen.

Ich hab mal wieder mehr Englisch gesprochen! Ja, ich hab eine Koreanerin kennen gelernt (die sogar sehr gut Englisch konnte, wenn man mal die anderen Koreaner hier im Hostel betrachtet hat…). Leider reicht das alles immer noch nicht aus um mal ein bisschen besser zu werden :/

Ohne Arbeit ist das Hostel und Te Puke echt kaum auszuhalten! Ich saß vier Tage ohne Arbeit da und wusste nie was ich tun soll. Einmal waren wir am Strand, na immerhin!
Aber der eine Tag war auch herrlich: Wir sitzen zu viert im Auto und haben Großes vor – erst zu Seeka und nach unseren Pay Slips gefragt – keiner da – und Riesenmissgeschick passiert! Unter meinem Autoradio ist so eine Öffnung, in die ich schon öfters mal mein Portmonee oder so gepackt hatte. Jetzt hatte ich da also Führerschein, Reisepass und Handy noch zusätzlich mit drin, war also doch ein kleiner Haufen. Was ich nicht wusste: Dieses Loch hat hinten ab einer gewissen Höhe eine Öffnung, das heißt, dass die Sachen da hinter das Armaturenbrett fallen – und wie sollte es auch anders sein, passiert mir das natürlich… Handy und Reisepass fallen also ins Auto – was soll man da denn machen, so einfach kommt man da ja nicht ran. Also erst nach Aerocool und Pay Slips abgeholt – sofort bekommen – und zurück nach Te Puke in die Werkstatt. Supermegapeinlich, aber immerhin hab ich meine Sachen wieder und musste (Yay!) nichts bezahlen xD Danach gings noch weiter zurück zu Seeka in der Hoffnung, dass die Chefin wieder da ist, nur um dazusitzen und wieder gesagt zu bekommen, dass niemand da ist und eine der Supervisor unsere Pay Slips später im Hostel vorbeibringt. Also gut, hatten wir immerhin etwas geschafft. Am Nachmittag dann (zum ersten Mal) nach Tauranga, weil Netti zum Zahnarzt musste. Termin war 17 Uhr, zwischen 17 und 17.30 schließen alle Läden – ist also echt mies dann dort warten zu müssen… Aber okay, so freut man sich auch mal wieder über Sachen wie Möwen füttern (das Sozialverhalten von Möwen ist echt interessant!) oder einfach nur über in der Sonne auf dem Pier liegen.
Das war auch unser letzter großer Tag mit Tina und Netti, am Samstag hieß es ja Good Bye :/

MD000601

Die letzten Tag auf Arbeit:

Nach vier Tagen voller Langeweile, sind wir also wieder voller Vorfreude zur Arbeit, in der Erwartung mit etwas Glück vielleicht bis 15 Uhr oder so zu arbeiten – es ging ja nur um Reste. Als wir angekommen sind hieß es schon, dass wir bis 18 Uhr arbeiten – Glücksgefühl³! Und irgendwann 2 Stunden später kam sie schon rum und meinte, dass wir bis 21 Uhr arbeiten! Das wär zwar voll krass gewesen, aber ich hab schon das Geld vor meinen Augen gesehen, besonders weil die nächsten Tage auch so ausgesehen hätten!
Dann die große Ernüchterung in der Mittagspause – Krankheit an den Kiwis festgestellt – China und Taiwan haben ihre Bestellungen storniert – die Untersuchungen müssen abgewartet werden, bis zum nächsten Wochenende wird wohl keine Arbeit sein. Und damit ist GAR keine Kiwiarbeit gemeint: Packhaus, Orchards, Flower Picking, alles! Freitag wollte ich sowieso gehen, aber wieso noch einmal so lange im Hostel bleiben? Also spontane Entscheidung: Wir gehen! Wir waren nicht die einzigen mit diesem Gedanken, so sind jetzt viele nach Hawke’s Bay und haben Arbeit mit Äpfeln, ich bin mit Anna weiter nach Coromandel um dann am Wochenende bei Kim in Auckland einzutreffen.
Mein Plan danach?
Rotorua – Taupo – Taranaki – Wanganui – Wellington – Überfahrt auf die Südinsel – Arbeit in Blenheim
Wie immer (und sehr wahrscheinlich) wird es nicht dabei bleiben, aber ohne ein bisschen planen geht das Reisen halt auch nicht.

Der Abschied war… echt grausam! Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so geheult hab :/ Nach 6 Wochen schweißt man halt schon irgendwie zusammen.

MD000613

 

Ach ja: Ich hab noch nie Bilder von der Arbeit gepostet – Fotos sind eigentlich verboten! Wenn man nachfragt, dann darf man das eigentlich trotzdem, aber  ich hatte ja den Großteil der Zeit eine SO unsympathische Supervisorin, dass ich nie gefragt und nur Bilder von anderen habe. Ich bin nirgendwo drauf (ein Glück!), aber vielleicht will ja jemand sehen, wie es so in einem Packhaus aussieht.

P1040289 P1040290 P1040297 P1040309 P1040321 P1040320 P1040324 P1040337



Disease fears threaten NZ kiwifruit – Business – NZ Herald News

8 11 2010

Disease fears threaten NZ kiwifruit – Business – NZ Herald News.

Heißt für mich: Mal wieder keine Arbeit.
Vielleicht gehe ich ja auch schon…



Brainstorming

6 11 2010

Nur ein paar Gedanken, die nicht unbedingt einen Sinn ergeben müssen und die sich nicht für einen neuen Artikel gelohnt haben…

 

Wieso bin ich eigentlich noch nicht krank?

Der Asiate ist ja nicht schlecht, aber noch lange nichts gegen Pete!

Ich hab Bräune!! WUHU!

kiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwikiwi

“Wer billig kauft, kauft zweimal.”
Billig-MP3-Player von Aldi – futsch
Billig-Trekkinghose von Aldi – nach dem zweiten Waschen seltsame Flecken und die Vermutung, dass die auch nicht lange durchhält

Es hat mich noch NIE eine Schokolade SO glücklich gemacht, wie die aus Neuseeland <3 Vergesst Milka!

Ihr sitzt in Ruhe auf eurem Bett, da kommt jemand rein: “Wir haben gerade über dich und Jason geredet. War eine lustige Runde :)!” – Wie soll man sich denn dann fühlen, wenn man gleich gesagt bekommt, dass man über einen geredet hat bzw. sich sogar lustig gemacht wurde? Und wieso sagt man überhaupt, dass man gerade über einen getratscht hat? Wo ist denn der Sinn des Tratschens hin??
Wie auch immer, hat sich alles aufgeklärt, aber das miese Gefühl bleibt natürlich.

Irgendwie hab ich gerade Bock, doch noch einen Abstecher nach Australien zu machen…

Ich will nach Thailand, Singapur, China, Japan, Malaysia, Kambodscha, Amerika, Peru, Kanada und AAAAAHHHH! Ich hab Reisefieber…

Die Logik eines Packhauses wird mir wohl auf ewig unverständlich bleiben.

Wusstet ihr, dass es zwei Klassen von Kiwis gibt? Die protzige erste Klasse, die kein Anzeichen von Softness haben darf und die armselige zweite Klasse, die irgendwie alle so weich sind, dass die bis zu einem gewissen (manchmal sogar sehr hohem) Grad sehr weich sein dürfen.

Ich hab was gekocht! So richtig und mit allem drum und dran! Gesund! Und es hat geschmeckt! Und ich war noch nie so stolz auf mich 😀