Wozu Pläne, es kommt ja doch immer anders!

30 10 2010

Die letzten Tage waren ja mal wieder mehr als kompliziert:
Dienstag ging die Arbeit bei Seeka wieder los, alle in der Erwartung, dass die jetzt auch ein bisschen länger dauert, schien ja auch viel Arbeit vor uns zu liegen. Mittwoch nach der Arbeit sagte man uns: Morgen keine Ahnung, Susan wird euch anrufen, wenn ihr wieder kommen sollt. Man könnte auch sagen: Das wars! So, das war mal wieder einer der Momente, in denen man einfach keine Ahnung hat, wie es weitergeht und ob man das Hostel noch für eine Woche verlängert oder nicht… Ging man also erst einmal schlafen, ist mies gelaunt und liegt total deprimiert morgens im Bett, während sich alle anderen für die Arbeit fertig machen – bis die SMS von unserer Host kommt: Aerocool bracht 4 erfahrene Arbeiter im Packhaus! Also schnell aufgesprungen, 3 andere geweckt und total gehetzt losgefahren. Wir wussten ja auch nicht wo es war 😉 Wir haben zwar eine Wegbeschreibung bekommen, aber so einfach war die auch nicht und so sind wir gefühlte 100mal (ich denke, es waren 3…) gewendet, bis wir endlich ankamen (eigentlich hätten wir die Straße nur weiterfahren müssen…). Und naja, hatten wir also eine ganz neue Arbeitsstelle. Die war auch gar nicht so schlecht, ein bisschen (viel) kleiner als bei Seeka um einiges weniger Leute und wir waren schon mittags fertig. Wozu sie dann die 4 Leute brauchten, weiß ich auch nicht, aber okay. Neue Anweisung: Nach der Mittagspause ist im anderen Packhaus noch Arbeit für euch – also auf, auf und los zum nächsten Packhaus in der Mittagspause, immer den anderen hinterher… Ein Schritt ins Packhaus und man fühlt sich total fehl am Platz, das war so ein verdammt großer Unterschied: alles auf einen Haufen, irgendwie alles in einer Halle, immer zwischen Tür und Angel und von Haarnetzen hat dort wohl auch noch niemand etwas gehört. Aber okay: Arbeit ist Geld, Geld ist gut!
Trotzdem haben wir uns schon den Plan gemacht am Donnerstag nach Coromandel anzureisen, also Hostel, Route und alles geplant, ich hab mir für 5 Tage einen neuen WWOOFing-Platz gesucht und wollte auch schon den Surfkurs in Raglan buchen (zum Glück hab ich noch nicht…). Endlich hatte man mal neue Ziele, alles hat hingehauen und irgendwie hat man sich einfach toll gefühlt! Naja, das Wochenende über hat jeder frei und zum ersten Mal seit langem konnte man auch mal wieder richtig ausschlafen, das Glücksgefühl hält an, bis natürlich wieder alles zusammenkracht!
Beim Frühstück erfährt man dann, ja, die Debbie war heute hier mit Mann und Kind und meinte, dass die Arbeit bei Seeka bald aufhört und dass ihr (sprich: Franzi, Ophelia und Cheryl) für 3 Wochen sicher in einem anderen Packhaus arbeiten könnt. Dort wurden aber vier Leute gesucht, ich hatte ein Auto und so war ich die Erste die den Dreien eingefallen ist und so hab ich jetzt halt die Chance auch dort zu arbeiten… Jetzt war natürlich riesiges Problem für alle: Bleiben oder nicht??
Spricht natürlich viel dafür, viel dagegen… Alles war geplant, alles hat gepasst, ich hab einen WWOOFing-Platz bekommen, genau für die gebrauchte Zeit, Te Puke ist langweilig, ich würde total gerne weiter, ich hatte bis Donnerstag noch die andere Arbeitsstelle, die anderen verlassen sich darauf, dass ich fahre, sonst kommen die auch nicht hin und AAAAHHH – Totale Überforderung!
Aber ist natürlich auch schön, endlich mal eine SICHERE Arbeitsstelle zu haben, das gab es hier ja auch noch nicht bei uns… Und ein paar Nachtschichten gibt es auch, das heißt noch mehr Geld und da die anderen hier bleiben, müsste ich dann allein nach Coromandel… Was natürlich doof ist, wer will sich am Hot Water Beach schon allein eine Kuhle am Strand graben und allein da drin hocken! Also nach ewigem Überlegen (und so ganz sicher bin ich mir immer noch nicht…) hab ich mich dann dazu entschieden erst einmal hier zu bleiben… Man kann sich die neue Arbeitsstelle zumindest mal angucken, die anderen würde ich dann trotzdem morgens zur Arbeit fahren, dann müssen die sich keine Sorgen machen und alles ist gut. Mehr oder weniger :/
Aber man weiß ja hier nie, deswegen kann morgen schon wieder alles umgeworfen werden!



Ich lebe noch… ja wirklich!

26 10 2010

Eigentlich hatte ich ja mal gar nicht geplant in Rotorua zu raften, aber man weiß hier ja eh nie, was am nächsten Tag passiert. Deswegen hieß es dann doch relativ kurzfristig: Am Montag gehen wir raften 😀
Für alle, die keine Ahnung haben was das ist: Wir sitzen im Gummiboot und paddeln durch Stromschnellen und fallen Wasserfälle hinunter. Dort wo wir waren, gab es den höchsten Wasserfall, den man beim Raften hinunter fahren (bzw. fallen) kann – 7 Meter!
Die Kentergefahr ist schon relativ groß, aber eh man sich versieht ist es auch schon wieder vorbei und so schlimm ist es eigentlich gar nicht. Eigentlich hab ich es mir sogar um einiges spektakulärer vorgestellt! Aber eine Erfahrung war es allemal 🙂

(Fotos von http://www.kaitunacascades.co.nz/ !)

KC7_9123 KC7_9129 KC7_9131 KC7_9135 KC7_9137 KC7_9141 KC7_9171 KC7_9172 KC7_9174 KC7_9177 KC7_9179 KC7_9181 KC7_9189

KC7_9197 KC7_9202 KC7_9210 KC7_9235  KC7_9236 KC7_9240  KC7_9242 KC7_9244KC7_9248 KC7_9251

P1040466



Willkommen im Auenland

24 10 2010

Naja, so ganz stimmt das nicht, der Film wurde nicht einmal annähernd hier gedreht. Aber der Herr der Freak in unserer Gruppe meinte, man könnte Papamoa Hills am besten mit dem Auenland vergleichen: Unmengen von Weiden und Schafen, ein bisschen Wald und riesige einsame Bäume.

(Ich möchte es nur noch einmal wiederholen… fotografieren ohne Canon macht keinen Spaß :/ Viele Bilder sind deshalb von den anderen!)

MD000406 MD000412 MD000415 MD000418 MD000423 MD000424 CIMG0500 P1040397

MD000436 P1040419  P1040428 RIMG0052

Kaiate Falls

MD000445CIMG0532RIMG0086 

Kiwi 360

MD000466



Das ist die perfekte Welle, das ist der perfekte Tag

24 10 2010

Ein ganzes freies Wochenende – also was tun? Nach einigem Hin und Her hab ich mich dann Ophelia, Franzi und Anna angeschlossen, der Plan: erst kurz(!) einkaufen, dann an den Strand und am Ende ein bisschen Herr der Ringe-Feeling in den Papamoa Hills schnuppern.

MD000370Aus dem kurzen Einkaufen wurde dann aber ein ausgedehnter Shoppingtrip und nachdem ich dann das erste Mal etwas mehr Geld ausgegeben habe, hab ich mir halt gesagt: Ey man, jetzt hab ich so viel gearbeitet, jetzt kann ich mir auch mal was leisten 🙂
Außerdem (was wir vorher nicht wussten, aber mal total CIMG0446geil war) gibt es am Labour-Weekend wirklich jedem Laden Sonderangebote! In dem einen hieß es “Buy for $50, get $10 off!”, Das lässt man sich doch nicht zweimal sagen 😀 Jedenfalls war ich am Ende des Tages um $140 ärmer. Das hört sich auf den ersten Blick echt viel an, aber wenn man das umrechnet, dann sind das vielleicht 75€ – für 4 Oberteile, 1 Sweatjacke und ein Paar Schuhe – also eigentlich war es dann doch ganz günstig. Auch wenn ein T-Shirt allein $50 gekostet hat, der Rest hat das wieder ausgeglichen.
So haben wir viel mehr Zeit in der Fashion Island verbracht, als eigentlich geplant und waren dann auch erst gegen halb 4 am Strand, da haben wir die Papamoa Hills einfach mal auf den nächsten Tag verfrachtet, wir haben ja genug freie Zeit 😉
Der Versuch von Sprungfotos war teilweise etwas dürftig, aber trotzdem verdammt lustig… Die der anderen sind irgendwie immer besser geworden :/

MD000392 RIMG0018 RIMG0022 MD000398 RIMG0007 RIMG0009

RIMG0005

Und jetzt alle nochmal lachen? Das Klofoto 😀 (Ist halt doof, wenn man im falschen Moment abdrückt!)

RIMG0017



Hin und her und hin und zurück und keine Ahnung wie es weitergeht

22 10 2010

Man bekommt immer mehr das Gefühl, dass Seeka keine Organisation hat. Jeden Tag hört man was anderes über die nächsten Tage, so dass man sich nicht sicher sein kann, dass man am nächsten Tag noch Arbeit hat. So sah meine Woche auch sehr seltsam aus…

Das letzte Wochenende hatten wir ja frei, Montag waren wir dann wie gehabt auf der Arbeit. Anfangs hieß es noch, dass dort jetzt soviel Arbeit ist, dass wir jeden Tag voll durchackern müssen – sprich: 12 Stunden. Am Ende des Tages hieß es dann, dass nicht genügend Arbeit für alle Teams vorhanden ist, so haben 3 von 7 Teams frei bekommen – ich auch. Saßen wir den Dienstag also erst einmal doof in der Gegend rum. Okay, wir sind zwar an den Strand gefahren und haben uns den Tag schon irgendwie schön gemacht, aber so kommt halt kein Geld aufs Konto. Wenn wir nächsten Tag arbeiten, rufen sie uns an – hieß es.
Angeblich hat man auch versucht uns zu erreichen, ich hab auf meinem Handy zumindest nichts gesehen. Ein anderer aus meinem Team wurde angerufen: Ja, ihr arbeitet morgen wieder alle. Eine Zweite aus meinem Team wurde angerufen: Ja, du und zwei andere, ihr arbeitet morgen wieder.
Also hatten wir GAR keine Ahnung ob und wann und überhaupt und sowieso und deswegen sind wir am nächsten tag einfach alle hingefahren und wollten Klarheit… Nur um im Office niemanden vorzufinden! Und die eigentliche Chefin soll dort auch nicht mehr arbeiten – Verwirrung³!
Ich hab dort dann Debbie (meine erste Supervisorin) getroffen, die meinte dann, dass sie glaubt, dass wieder alle arbeiten und dass ich mich einfach einloggen solle… gesagt, getan und nach einigem Hin und her stand ich dann auch wirklich an einem Fließband und hab gearbeitet, so wie alle anderen, die auch einfach hingefahren sind  auch 😀 Trotzdem wussten wir immer nicht, wie es die nächsten Tage aussieht und jedes Mal aufs Nähe kam ein “Juchu”, wenn sie uns gesagt hat, dass wir am nächsten Tag noch mehr arbeiten! Heute haben wir aber wieder nur bis zum Lunch gearbeitet und das ganze Wochenende haben wir frei – inklusive Montag, es ist Labour Day! ich habe jetzt also ein gaaaaanz langes Wochenende und danach (hoffentlich) noch ein bisschen Arbeit… Aber erst einmal muss ich wissen, was ich die nächsten Tage machen, bisher stehen nur Strand (mal wieder ;)) und Rotorua. Ich sehe mich also trotzdem wieder den Großteil der Zeit hier im Hostel rumhocken x_x