Impressionen aus der haarigen Beere

21 10 2010

Kleine Vorinformation: Die Bilder habe ich morgens vor dem täglichem Putzen gemacht, nachdem jeder nachts und nach dem Frühstück seinen Dreck hinterlassen hat. Also nicht gleich einen Herzinfarkt bekommen 😉 Richtig sauber ist es aber nie…

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Die Küche ist immer so eine Sache für sich.Als ich hier angekommen bin, dachte ich noch: Hey, das sind ja richtig viele Herdplatten! Denkste – abends ist hier größter Stau, weil jeder zur gleichen Zeit Essen möchte und nicht einmal annähernd genügen Platz da ist. Dann muss man immer erst einige Zeit für eine Herdplatte anstehen. Dann hat man aber Pech gehabt, weil eine einzige Herdplatte ja meistens gar nicht ausreicht! Und genügend Platz um mal etwas zu schneiden ist ja auch nicht vorhanden. Deswegen versuche ich immer mein Essen möglichst unaufwendig zu halten (keine Sorge, ich esse nicht immer nur Fertiggerichte, das wird dann doch zu teuer…), damit ich möglichst schnell wieder aus diesem Verkehr herauskomme. Aberman gewöhnt sich ja dadran. Richtig nervig ist nur, dass die wenigsten auch so nett sind und ihr dreckiges Geschirr nach dem Benutzen auch wieder Abwaschen. Dann entstehen diese Topfberge, wobei diese im Vergleich zu dem als ich angekommen bin, noch seeeeeehr klein sind…

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Unser Gemeinschaftsraum ist zwar richtig schön groß und die Sofas gemütlich und alles, aber irgendwie ist wie in der Küche auch hier nie genügen Platz vorhanden! Und die Tische sind auch immer zugemüllt, das Bücherregal unordentlich, alles steht kreuz und quer im Raum. Nur vor dem Fernseher sieht es ordentlich aus – dort steht auch nichts zum Umstellen oder ein Tisch zum Zumüllen 😉
Allerdings verstehe ich nicht, wie man so ein Topfernseher kaufen kann und dafür alles andere etwas heruntergekommen aussieht…

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Damit meine ich vor allem das Bad!MD000363 MD000364 Wieso gibt es nur ein Waschbecken? Und nur 2 Duschen für viel zu viele Mädchen? Kein Abstelltisch oder Ähnliches? Hallo, wir sind Mädchen, morgens steht hier alles voll mit Waschtaschen und Schminkzeug… Nur gut, dass ich damit nicht allzu große Probleme habe, es ist nur etwas nervig, dann anzustehen, bis man dann mal die Zahnpasta ausspucken kann. Die Jungs haben 4 Duschen und viel mehr Waschbecken, dafür müssen die nur eine Treppe runterlaufen… Da würde ich lieber den längeren Weg auf mich nehmen, wenn ich morgens nur nicht so drängeln müsste! Und der Weg ist ja auch so eine Sache für sich! Man muss als Mädchen nämlich immer vor aller Augen, die eigentlich auf den Fernseher gerichtet sind, an allen vorbei um ins Bad zu gelangen. Das ist auf die Dauer richtig nervig, besonders wenn echt alles vor dem Fernseher hockt, weil “Herr der Ringe”, oder was weiß ich was noch, kommt. Dann muss man da noch halb nass über alle Füße drübersteigen um ins Zimmer zu gelangen… Das haben die echt nicht gut gelöst :/

Mein Zimmer ist natürlich nicht das Schönste, aber ich hab ja auch das Günstigste genommen 😉 Und anstatt in einem 8-Bett-Zimmer zu schlafen, bin ich für denselben Preis in einem 6-Bett-Zimmer. Und leider auch im einzigen Zimmer ohne Teppich und Bilder und in einem der wenigen Zimmer ohne Tisch und Stühle… Dementsprechend unordentlich sieht es hier auch aus, schließlich weiß man nie, wo man was ablegen soll.MD000367 MD000368
Die Schränke sind natürlich auch alle belegt, deswegen lebe ich aus meinem Rucksack, aber das geht noch 😉 Mein Bett ist das rechts unten, ich hab die tolle Matratze unter meinem Bett, die ich vor- und hinterschieben kann – hat auch so seine Vorteile 🙂 Eigentlich ist das nur, weil Freddi aus meinem Zimmer so ein Ordnungfreak ist und uns alle zum Aufräumen beordert hat… Sehr viel gebracht hat es eigentlich nicht, aber zumindest zeitweise sah es echt besser aus, als vorher 😉

Mehr über die Leute und so kommt ein anderes Mal, nach der Arbeit hat man immer nicht allzu viel Lust etwas zu schreiben und so kommt man zu nichts. Und Fotos müssten auch erst einmal gemacht werden 😉



WOW – Freizeit gibt es ja auch noch!

16 10 2010

Nachdem ich nun (unglaubliche) 14 Tage durchgearbeitet habe (vier Tage davon von 8 bis 20 Uhr!) haben wir alle das ganze Wochenende frei bekommen. Für die meisten heißt das Party und Alkohol, ich wollte endlich mal hoch auf Mt. Maunganui, was ich eigentlich schon seit ich hier angekommen bin machen möchte. Aber da ich nach zwei Wochen anscheinend die Einzige bin, die nach so langer Arbeit auch noch einen Berg hoch möchte und die anderen lieber zum Pak’n’Save gefahren sind, bin ich halt allein los. Hätte mich auch gar nicht gestört, wenn ich meine geliebte Canon mitgehabt hätte, aber so macht fotografieren nicht einmal halb so viel Spaß. Aber na gut, lässt sich momentan ja nicht ändern…

Also auf nach Mt. Maunganui! Viel lässt sich da gar nicht erzählen, der Aufstieg war höllisch (vor allem, wenn man die letzten Tage einfach nur am Fließband stand), aber der Ausblick war schon was und wenn man oben war einfach nur toll.

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Nachdem ich wieder unten angekommen bin, hab ich dann noch einmal den Weg unten um den Berg herum genommen, am Strand entlang und über Felsen kletternd 😀
Irgendwo hab ich dann so eine Floße aus dem Wasser herausragen gesehen! Mein erster Gedanke: “Geil, ein Delphin!”, dann hab ich gesehen, dass die sich nicht bewegt hat, mein zweiter Gedanke: “Scheiße, ein toter Delphin!”. Aber eigentlich natürlich unlogisch, die Floße war viel zu dunkel und es hat auch keiner etwas unternommen und der Weg war ja total bevölkert. Also näher herangegangen und es hat sich herausgestellt, dass dort einfach zwei Robben die Sonne genossen haben! Die eine im Wasser schwimmend, die andere lag faul auf den Steinen… War natürlich auch mal was, ich glaub in Deutschland sieht man so etwas nicht so einfach 😉
Jedenfalls saß ich dann da noch ewig lange und  hab den Robben dabei zugeschaut, wenn sie doch mal eine Abkühlung genommen haben… Mich hat zwar etwas verwundert DA Robben zu sehen (ich dachte, die sind mehr auf der Südinsel, wie alles andere auch), aber so hat es sich ja dann noch mehr gelohnt mal aus Te Puke rauszukommen 🙂MD000347



Immer schön Zespri kaufen!

4 10 2010

Zespri
Green Kiwi
4030
New Zealand

Alle Kiwis mit diesem Sticker sind die richtigen, denn die gehen momentan Tag für Tag durch meine Hände. Immer mehr und immer öfter und immer wieder und irgendwann werde ich die auch nicht mehr sehen können! Noch geht es… denke ich. Aber es tut so verdammt weh! Die Kiwihaut rubbelt die Haut immer auf, extremst unangenehm!
Besonders anspruchsvoll ist die Arbeit nicht, anstrengend dafür umso mehr. Immerhin steht man da 8 Stunden am Tisch und sortiert Karton für Karton aus. Und das immer Zack auf Zack… etwa 10000 Mal am Tag, hab ich mir mal so ausgerechnet 🙂
Der schwerste Tag war wohl der erste, ganz einfach, weil ich es noch gar nicht gwohnt war und wahrscheinlich tausend Fehler gemacht habe. Es werden ja nicht nur die matschigen aussortiert (1. Frage: Wann ist eine Kiwi zu matschig?), sondern auch noch die mit Schnitten, mit Schimmel und anderen dunklen Flecken (2. Frage: Welche Flecken müssen aussortiert werden?). Ist alled och nicht ganz so einfach, gerade weil es ja verdammt schnell gehen muss, aber unser Suervisor ist total locker drauf, im Gegensatz zu den meisten anderen Gruppen! In meiner Box waren noch 6 Falsche, hat sie nur gesagt, dass es ja nicht so einfach ist und total langweilig, ich aber trotzdem eine gute Arbeit mache und blabla… Bei den anderen Gruppen wird manchmal nur eine falsche Kiwi in der Box geduldet, sonst müssen alle noch einmal ran. Wir haben also ganz schön Glück 😉
Anfangs stand ich ja noch allein neben zwei Argentinierinnen, am nächsten Tag auch neben dreien, die sich die ganze Zeit auf Spanisch unterhalten haben. Immer mehr und immer weiter und immer öfter und die konnten gar nicht mehr aufhören, das war SO nervenaufreibend, das glaubt man gar nicht! Man stelle sich vor, man stehe in einer Gruppe Chinesen, die lauthals miteinander reden und man selbst versteht kein Wort… So in etwa fühlt man sich dann, total angenervt! Irgendwann wurden die sogar getrennt, weil sich die Arbeit dadurch so extrem verschlechtert hat – gut für mich! Das hat die Arbeit wirklich extremst vereinfacht.
Seit heute arbeite ich mit Jason zusammen, einem Kiwi, der hier auch schon etwas länger Erfahrung hat (dem ich aber trotzdem nicht glaube, dass er 22 ist – Spielkind!). Allein schon durch die Gesellschaft ist es schon viel angenehmer, wenn auch nichte einfacher, weil man irgendwann trotzdem keine Kraft mehr hat die nächste Box ranzuschaffen – eine durfte schon dran glaube und ist auf dem Boden gelandet… Kiwis auf dem Boden dürfen natürlich nicht mehr einsortiert werden ^^” Blöd gelaufen, aber passiert halt.
Allzu lange geht die Arbeit im Packhaus wahrscheinlich sowieso nicht mehr, vielleicht geht sie aber auch einfach in einem anderen weiter, wer weiß… ansonsten findet sich bestimmt eine Pruningstelle, die ist dann auch draußen und nicht in der kalten Kühlhalle 🙂



Arbeiten, arbeiten, arbeiten!

30 09 2010

Ich hab einen Job, WUHU!!

Im Kiwi Packhouse, ich werde also den ganzen Tag in einer kalten Halle stehen und matschige und harte Kiwis sortieren… Alle anderen im Zimmer arbeiten auch da, wird also schon nicht so schlimm 😉



ToT

30 09 2010

7 1/2 verdammte Stunden! So lange hab ich heute mit dem Auto von Kaitaia (ganz oben im Northland nach Helensville (40 min von Auckland) gebraucht… Meine Host meinte noch, dass ich da etwa 5 Stunden brauchen würde, aber ich meinte ja keine Highways fahren zu wollen. Großer Fehler! Highways mögen langweilig sein, aber zumindest kann man sich auf ihnen nicht verfahren und erst Recht keine Gravelroads (unbefestigte Straßen) nehmen!! Ich bin irgendwo im hintersten Hinterland auf so einer schrecklichen Straße langgekommen, musste die dann auch noch einmal zurück fahren, weil das der falsche Weg und die Kreuzung gaaaaanz schlecht (wenn nicht sogar gar nicht) ausgeschildert war, nur um dann eine noch schrecklichere Gravelroad nehmen zu müssen. Eng, bergig und einfach grauenvoll… Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr man sich dann auf einmal freut eine befestigte Straße zu sehen, was ja eigentlich das Normalste auf der Welt ist 🙂
naja, so habe ich für eine Strecke von 1 Stunde etwa das dreifache benötigt, habe dann bei Tane Mahuta meine Pause gemacht und bin dann (nur auf den Highways!) nach Helensville durchgefahren. Wie ich mich doch auf die Fahrt morgen freue, der Weg ist ja fast nochmal so lang… Auch nur Highways bzw. Motorways mit Stop am Piha und Karekare Beach, aber das sollte sich eigentlich schneller machen lassen. Sind ja schließlich welche der größten in Neuseeland 😉

Jedenfalls bin ich jetzt hier im Hostel… allein! Ganz allein! Kein einziger anderer Gast u.û Nur eine seltsame Katze. Und irgendwie hat man Angst irgendetwas zu berühren, weil alles so sauber aussieht. Und die Host versteht mich auch irgendwie nicht, dabei ist mein Englisch doch nicht sooo schlecht, immerhin verstehen mich alle anderen!

Nachtrag:
Der eigentliche Check-In war ja eigentlich gegen 10 Uhr, damit hab ich auch voll gerechnet, aber da fangen die an um 9 Stress zu machen, weil die noch weg und hinter mir abschliessen müssen. Hallo? Ich hab $25 dafür bezahlt, da können die mich doch nicht auch noch früher rausschmeissen! Die wurden mir aber so unsympathisch, dass ich schon fast von selber geflüchtet bin 🙂
Wie auch immer, nach 4 Stunden auf dem Highway und noch einmal durch das Labyrinth in Auckland bin ich dann auch hier in Te Puke angekommen. Mein erster Gedanke war ja “Ich will hier weg”, weil es auf dem ersten Blick echt scheiße aussieht, aber wenn man dann erst einmal mit den Leuten in Kontakt gekommen ist, lässt sich das hier durchaus aushalten.