Mein Name ist Ananas, die Küchenfee.
10 08 2010Ich bin so verdammt froh nach 10 Tagen Küchenarbeit wieder zu Hause zu sein und einfach nichts zu tun! Irgendwie war es zwar ganz schön, aber total anstregend. Ich stand wirklich dauernd (allein!) in der Küche und hab im Prinzip nur abgewaschen, das dauert bei fast 60 Leuten ja eine ganze Weile. Morgens und abends hab ich Körbe für die einzelnen Gruppen zusammengestellt, also Wurst- und Käseplatten und was da halt alles für ein Essen dazu gehört. Das hat anfangs alles noch ganz schön lange gedauert, aber es wurde besser. Nach dem ersten Mittagessen hab ich bis 16 Uhr mit dem Abwasch gebraucht, am Ende nur bis 14 Uhr. War auch nötig, ich musste nämlich nachmittag noch die Sanitäranlagen (die eigentlich eh keiner benutzt hat) putzen, also Spiegel, Waschbecken, Klos, fegen und wischen. So lange hat das zum Glück nicht gedauert, Spaß macht das ja nicht gerade 😉
Nach ein paar tagen Eingewöhnung hab ich auch mal ein paar Pausen gefunden hab an den Aktivitäten teilgenommen. Am besten fand ich die Fahrt nach Sternberg, dadurch ist nämlich das Mittagessen ausgefallen und ich musste nichts abwaschen 😛
Mit den Kindern hatte ich dann auch irgendwann mehr zu tun, mit einigen kam ich sogar richtig gut klar. Die zwei „Prolls“ unter den Kindern waren eigentlich total nett und haben mir in der Küche sofort geholfen, wenn ich Probleme hatte : Ich hatte morgens vergessen das Brot aus dem Tiefkühler zu nehmen und war dann total in Zeitverzug, da haben mir die beiden sofort unter die Arme gegriffen und haben die Körbe weitergepackt, während ich mich im das Brot gekümmert hab. Ein Mädchen von den Zwillingen wollte mir unbedingt beim Abtrocknen helfen, weil sie Arbeit so sehr liebt – wie kann man nur 😉 Und sie hat geredet und geredet und gar nicht mehr aufgehört, aber süß war sie schon irgendwie.
Ich war abends zusammen mit einer der Betreuer Gute -Nacht-Sagen und die Kinder haben geraten wie ich heiße, weil die meisten einfach nur wussten was ich mache. Nachdem sie das ganze Alphabet durchgegangen sind und irgendwann bei „An“ angekommen waren kamen wirklich alle möglichen Namen: Anna, Anna-Lena, Amerika und schließlich sogar Ananas! Seitdem bin ich Ananas, die Küchenfee 😉
Ich hätte nie gedacht, dass ich doch so gut mit den Kindern klar komme, aber die waren alle eigentlich ganz nett… Mir haben die Betreuer danach auch gesagt, dass die Kinder im Durchgang total ruhig und langweilig waren im gegensatz zu sonst. Naja, ich konnte damit gut leben!
Maickel, Katha, Jule, Olli, Flo, ich, Lars, Emmi, Maik
Das war unsere Truppe, die meisten waren schon ein eingespieltes Team und waren teilweise schon zum 10. Mal, wenn nicht sogar noch mehr.
Maik war der Musikalische, schreibt eigene Songs, spielt Gitarre und hat am letzten Abend den Lagersong vorgestellt. Ich hoffe, das wird bald auf Youtube zu finden sein…
Maickel war erst 17 und der Praktikant, den konnte ich ab und zu mal zum wischen verdonnern, weil er ja irgendwie alles machen muss 😉 Ich hab mit ihm in einem Zimmer geschlafen und jeden morgen 6.30 Uhr hat sein bescheuertes Handy geklingelt, es lag direkt neben seinem Ohr – und er hat es trotzdem nicht gehört! Versuch mal einen Stein zu wecken, das ist nicht lustig u.û
Lars wurde jeden Abend bei „Schlag den Lars“ fertig gemacht… Oder auch nicht, seine Größe hat auch seine Vorteile. In den Pausen hat er immer die Bravo studiert um auf dem neusten Stand zu sein – das hat sich auch ausgezahlt! Aber am Ende haben dann doch die Kinder mit einem Punkt Vorsprung gewonnen 🙂
War also ne verdammt anstrengende Zeit, aber irgendwie trotzdem schön. es war eine Erfahrung in der Lüche zu arbeiten, aber nochmal brauche ich das definitiv nicht…




