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2010
Nach American und Italian Dinner soll nun bald das German Dinner folgen. Unser Problem (mal abgesehen davon, dass wir eigentlich nicht kochen können): Was sind denn so typisch deutsche Gerichte, die man auch mit eingeschränkten Mitteln ganz gut kochen kann? Vorspeise, Hauptgericht, Dessert, alles drum und dran. Bis jetzt steht nur eins – die Amerikaner haben sich Schnitzel gewünscht, alles andere ist noch offen.
Deswegen bitte, bitte, bitte schickt mir doch mal ganz viele typisch deutsche Rezepte per Mail, momentan stehen wir echt noch ein bisschen verloren da!
Und man glaubt es kaum, ich hatte doch echt mal etwas zu tun! Morgens 8 Uhr ein Klopfen an meinem Fenster: “Du! Aufstehen! Mitkommen! Wir brauchen deine Kamera!” – wer kann schon dieser unendlich höflichen Forderung widerstehen…
Auf den Mt Arthur sollte es gehen, 8 km, immer in die Höhe, bis auf den schneebedeckten Gipfel. Eigentlich war mir schon vorher klar, dass ich das doch niemals schaffe, aber hey, ein Versuch war es wert. Und ich konnte mir nicht vorstellen, dass alle acht Leute den Weg geschafft hätten. Aber bevor wir überhaupt erst anfangen konnten gab es noch ein kleines anderes Problem – der Weg zum Startpunkt war schon eine Herausforderung für sich. Gravelroad, immer nach oben. So schwer, dass das Auto irgendwann aufgegeben hat (Nein, nicht mein Auto… ich hätte es glaub ich geschafft, auch wenn es schwer gewesen wäre.), das Auto hat gequalmt und wir hatten ja erst einmal sowas von Panik, raus aus dem Auto, Motorhaube aufgemacht und die Hitze raus gelassen. Blöd wenn alle keine Ahnung von Autos haben und dann noch das Auto anfängt zu blubbern… Im Endeffekt war es eigentlich nichts Schlimmes, es war einfach nur viel zu überhitzt, deswegen haben wir das Auto dort stehen lassen und sind von den anderen abgeholt wurden – und DANN konnte es losgehen.
Und irgendwie kam ich dann doch ganz gut hinterher, viele Pausen und einige der anderen hatten auch so ihre Probleme. Wir haben uns immer weiter hochgequält bis dann irgendwann der Wind so stark war, dass man kaum noch aufrecht stehen konnte. Wir haben es zwar noch etwas probiert, aber in dem Wind war es echt kaummöglich vorwärts zu gehen, teilweise sogar zu atmen. Und waren immer noch 3 km bis zum Gipfel, deswegen haben fünf von uns beschlossen schon einmal zurück zur Hütte zu gehen und auf die anderen zu warten. Und dort saßen wir dann… lange… über zwei Stunden… Im Endeffekt haben es dann zwei von uns acht wirklich auf den Gipfel geschafft. Es soll auch noch echt hart geworden sein, dort musste man auf allen Vieren durch den Schnee klettern, ohne Handschuhe hätte ich das also sowieso nicht geschafft. War also ganz gut, dass wir gar nicht soweit gegangen sind, wäre aussichtslos gewesen. Und wir können ja auch so sagen: “Wir sind den Berg hochgeklettert!” Zwar nicht bis zum Gipfel aber auch so schon ein paar Höhenmeter und die Aussicht war auch so schon genial.
Aber nochmal? Nein, danke!


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12
2010
Tagelang nichts tuend im Hostel herumsitzen ist glaub ich bisher das Schlimmste was ich her machen musste… Seit Freitag hab ich im Prinzip nichts gemacht: den einen Abend war eine Parade + ein Besuch im Pub, am nächsten Abend gab es Italian Dinner, aber sonst echt nur: Jobsuche und rumsitzen. Meinen ersten Job hatte ich ja ziemlich schnell bekommen. Ganz früh morgens bin ich losgefahren und gleich beim ersten Versuch hatte ich Erfolg. Oder eher: Ich hatte Glück! Jedenfalls bin ich dann wieder von Orchard zu Orchard gefahren, aber die hatten ja auch alle schon genug Leute. Bewerbungen für anderes hatte ich zwar auch abgegeben (Restaurants, Fischfabrik…), bei KFC, Warehouse und McDonalds hab ich auch nachgefragt, aber geklappt hat ja gar nichts. Es sah also eigentlich so aus, als ob ich Samstag nach Blenheim abgehauen wäre, aber dann kam gestern morgen jemand von einer Kirschplantage: Cherry Picking beginnt nächste Woche, YES! Damit kann man richtig Kohle machen, nach ein paar Tagen Eingewöhnung. Und dieses mal werde ich auch schnell genug sein, verdammt noch mal…
Außerdem hab ich schon einen sicheren (soweit man hier von “sicher” sprechen kann) Job ab Januar in Blenheim, also werde ich so oder so noch dahin gehen, obwohl alle sagen, dass es dort eigentlich ziemlich mies sein soll. Aber egal, ich gehe dahin wo das Geld ist…
Also hier ist momentan echt NICHTS, deswegen gibt es auch nicht viel Aktuelles zu berichten. Das wird auch noch so bleiben. Ab Januar in Blenheim bin ich dann übrigens wirklich so lange, dass mich auch mal Post erreichen könnte (zumindest Briefe, Pakete sind ja immer so eine Sache…).
Und ach ja: In Te Puke ist jetzt (nach 2 Monaten) auch endlich mein Paket angekommen, jetzt muss es mir nur noch nachgeschickt werden. Mal sehen wie lange das dieses Mal dauert :/
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Kategorien : Golden Bay
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11
2010
Auf die Überfahrt auf die Südinsel hab ich mich ja mal total gefreut – und gefürchtet! ja, wirklich! ich? MIT Auto? Mal wieder tausend panische Gedanken, man weiß ja nicht wohin und überhaupt, das läuft ja alles so schnell und blablablubb.
Aber der Tag wurde ja schon dadurch aufgebessert, dass ich am morgen zufällig
mit den richtigen Leuten am Frühstückstisch saß und auch mehr mit denen aus meinem Zimmer ins Gespräch gekommen bin. Jedenfalls waren wir im Endeffekt eine spontane Vierergruppe, die alle (mehr oder weniger geplant) mit der gleichen Fähre rüber nach Picton fahren und dort eine Nacht bleiben bevor es weitergeht. So schnell kann es gehen und immer dann, wenn man es gar nicht erwartet 🙂 So wurde alles auch um Einiges leichter, das Auffahren war ja auch nichts Besonderes, ich mach mir ja nur meine üblichen Panikgedanken. Und wir hätten
uns keinen besser tag aussuchen können! Warm, klarer Himmel, kein Wellengang, alles total ruhig und dadurch natürlich perfekte Sicht auf den Sound!
Und dann war da auch schon Picton – winzige Stadt, aber unglaublich schön, dabei glaubt man das natürlich gar nicht. Das Hostel war ja sowieso das Beste in dem ich bisher war, das einzige Manko war vielleicht der etwas zu enge Dorm, aber das kann ja in anderen Zimmern auch wieder anders aussehen. Und wir sind dann noch zu viert losgegangen und haben es uns mal wieder richtig gut gehen lassen: Steak! 😀
Wie man doch so richtig schönes Fleisch vermisst… Es hat zwar gekostet, aber man muss es sich ja auch (mal) gut gehen lassen. Vor allem, da ich ja in fester Erwartung von einem Job bin. Wo auch immer das dann sein wird. Jedenfalls hieß es dann wieder Good Bye, übrig geblieben sind nur zwei, ab Nelson bin ich dann auch allein weitergefahren.
Nach Motueka also (oder: Mo-tuu-ecka, wie es in meinem Lonely Planet steht). Hier gibt es vor allem Äpfel. So weit das Auge reicht Apfelplantagen, ab und zu auch Kiwis, aber von denen hab ich ja auch erst einmal genug. So ganz hat die Saison noch nicht angefangen, aber ein paar wenige haben trotzdem schon Arbeit, andere sind noch bei den Kiwis. Jetzt heißt es entweder Glück (oder Engagement) haben und gleich etwas finden, oder aber nach einer Woche immer noch dumm da sitzen und dann nach Blenheim arbeiten, wo es dann hoffentlich Arbeit auf der Weinplantage gibt. nach Hospitility Jobs haben wir auch mal nachgefragt, aber hier hat schon jeder sein Summer Staff – da sind wir leider ein bisschen zu spät gekommen.
Und ja: “wir” – das bedeutet nur, dass ich hier in Motueka zwei Leute aus Te Puke wieder getroffen habe, die dort auch gearbeitet hatten. Nur einen Tag, aber immerhin etwas 🙂
Motueka an sich ist auch nichts Besonderes, etwas kleiner als Te Puke, aber trotzdem mehr zu bieten und vor allem hat man hier in der Bibliothek kostenloses Internet. Und der Strand liegt gleich nebenan und nicht erst im nächsten Ort! Keine Ahnung wie lange ich hier bleibe, das Problem ist halt die Weihnachtszeit – das Hostel ist schon von Weihnachten bis Anfang Januar komplett ausgebucht. Ob es in den anderen Hostels besser aussieht weiß ich nicht, aber noch hab ich ja auch keinen Job. Vielleicht finde ich ja auch gar keinen, dann hab ich das Problem nicht… In Blenheim gibt es ja dann genug Unterkünfte in denen NUR Arbeiter wohnen. Aber darum mache ich mir noch nicht allzu viele Gedanken, noch hab ich ja hier Chancen 😉
Nachtrag:
Ich sollte mir angewöhnen nicht so viel vorzuschreiben… jedenfalls hab ich Arbeit, wenig Internetzeit, mehr gibt es demnächst!
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