“Wo ist der verdammte Baum?”

13 09 2010

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Es ist irgendwie ein seltsames Gefühl morgens aufzuwachen und keinen Plan für den Tag zu haben. Aber den ganzen Tag im Hostel verbringen möchte man ja auch nicht, alle anderen fliegen tagsüber ja auch aus. Aber man weiß hier ja irgendwie auch nie, wie das Wetter wird, der Wetterbericht ist ja eher ein Witz und ein strahlend blauer Himmel kann in 5 Minuten wieder dunkelgrau werden und es gießt in Strömen. Jedenfalls hab ich mich dann irgendwann dafür entschieden bei Regen in die Auckland Domain und das dazugehörige Museum zu gehen (was Anderes Überdachtes interessiert mich hier eher weniger), bei Sonne zum One Tree Hill (Nein, das hat rein gar nichts mit der Serie zu tun :)) und Mt Eden, zwei von vierzig Vulkanen, auf denen Auckland gebaut wurde. Irgendwann  gegen halb 11 wurde der Himmel auch endlich mal blau, deswegen: auf die Vulkane!

Cam 050 Nach einigen Missverständnissen bezüglich der Busabfahrt, haben wir es irgendwann nach 13 Uhr auch mal geschafft mit dem Bus in der Manukau Road anzukommen um den Hill aufzusteigen. Auch wenn wir eigentlich gar keinen Plan hatten, wo es eigentlich langging, aber wir haben versucht uns einfach immer der Spitze zu nähern und die wahrscheinlichsten Straßen einzubiegen und irgendwie hat das dann auch geklappt. Zumindest auf das Parkgelände kamen wir ganz einfach, aber den eigentlichen Weg zur Spitze zu finden war schon schwerer. Der Straße sind wir erst einmal in die falsche Richtung gefolgt, dann einen Trampelpfad über die Hügel und an den Schafen vorbei, bis zum geschlossenen Tor, wieder zurück und Passanten gefragt, nur um zu erfahren, dass wir einfach über das Tor klettern dürfen. Naja, vom ganzen Matsch und den etwas bedrohlichen Wolken mal abgesehen, war es da auch ganz schön. Aber nicht mal den Polizei- und Feuersirenen konnte man entkommen, die nerven ja so schon ziemlich! Nachdem es zwischendurch noch einmal geregnet hatte, sind die Wolken zum Glück wieder aufgebrochen als wir dann oben waren.

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Heute lief es sowieso in etwa so ab: Wolken, Sonne, Regen, Sonne, Wolken, Regen, Regen, Regen, Wolken, Sonne, Regen, Wolken… Demzufolge immer Kamera rein und raus und alles etwas umständlich :/ Ich hatte ja auch eigentlich geplant, zum Sonnenuntergang auf dem Mt Eden zu sein, aber dazu später.

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Die Überreste des One Tree…
Alles über den One Tree Hill könnt ihr hier bei Wikipedia nachlesen, ist halt viel Geschichtliches mit den Maori, wie auch das meiste sonst in Neuseeland 😉

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Jedenfalls war der One Tree Hill toll, überall Abhänge mit Schafen und Aussicht über die ganze Stadt und dank Sonne trotz Wind doch relativ warm. Das war ja leider nicht den ganzen Tag so, aber vielleicht war das ja der Grund, dass mir der One Tree Hill zum einiges besser gefallen hat als der Mt Eden, obwohl der ja eigentlich das beliebtere Ziel ist. Aber der Weg dahin war erstmal etwas umständlich, da wir auch gar keine Ahnung hatten wohin. Richtige Karten von Auckland scheint es nur für das Zentrum und vielleicht noch bis Mt Eden zu geben, aber alles was südlich davon kommt gibt es irgendwie nicht. Und deswegen sind wir auch nur durch Wohngebiete gelaufen, einfach immer der Nase nach. Immerhin sind wir so auch langsam näher gekommen, ausgeschildert war ja auch kein wirklicher Weg.

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Mount Eden (englisch)

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Einen der Zugänge haben wir dann mehr durch Zufall in einer Sackgasse gefunden. Die sind wir eigentlich nur runtergegangen, weil es so aussah als ob gaaaaaanz am Ende möglicherweise eine Treppe sein könnte, wenn man davor stand, sah es dann auch noch so aus, als ob man da gar nicht durchdürfte, aber ein Verbotsschild gab es nicht. Und auf noch weiter laufen hatten wir einfach keine Lust, die Füße haben da schon geschmerzt x_x Das hat den Aufstieg ja nicht gerade einfacher gemacht, auf der Straße kamen dann noch die ganzen Autos und Busse hinzu (die meisten sind halt einfach zu faul für den Fußweg!). Aber wir können ganz stolz sagen, dass wir alles allein geschafft haben 🙂

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Mit dem Wetter hatten wir dieses Mal nur leider kein Glück, alles grau, das nächste Wolkenloch noch Meilen weit weg, arschkalter Wind – das könnte unseren Eindruck vom Mt Eden beeinflusst haben. Vielleicht einer der Gründe warum wir One Tree Hill besser fanden. Jedenfalls ist dadurch auch nichts aus dem Vorhaben geworden Bilder beim Sonnenuntergang zu machen, da hätten wir einfach viel zu lange warten müssen und in der Kälte war das einfach nicht auszuhalten. So an sich, war der Krater jetzt auch nicht so spektakulär, es gab halt eine riesigen Krater, der ist aber auch schon dick mit Gras überwuchert, weil er sich schon länger nicht mehr gemeldet hat… Er soll aber noch aktiv sein! Sonst geht man eigentlich mehr auf den Mt Eden wegen der Aussicht – und die hätte uns wahrscheinlich mehr beeindruckt, wenn die Wolken nicht alles so deprimierend erschienen lassen hätten (Grammatik lässt grüßen ^^”).

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Auf dem Rückweg mussten wir noch irgendwo Toast kaufen. Unseres war leer und ein richtiger Supermarkt war auch nicht in der Nähe, deswegen musste so ein keiner Convenience Store herhalten, die ja allgemein etwas teuer sind. aber etwas ist gut, wir haben im New World für eine Packung Toast $1,45 und im Miniladen $5,00 Dollar bezahlt! Also fast 3€ für eine Packung Toast, das ging ja mal gar nicht… Aber die Preise stehen auch nicht direkt an der Ware, sondern erfährt man erst an der Kasse und jetzt weiß man auch warum :/
Aber okay, jetzt wissen wir zumindest Bescheid und machen einen gaaaaanz großen Bogen um die kleinen Läden. Ich frag mich zwar wie alle paar Meter so ein Laden bei den Preisen überleben kann, die gibt es ja in manchen Läden echt zu Hauf.

Als wir dann endlich zurück waren haben sich meine Füße an die Schmerzen im Ferienlager erinnert… Aber man hat sich irgendwie auch gut gefühlt 🙂

Abends ist einem dann wieder mal bewusst geworden, wie viele Deutsche es hier doch eigentlich gibt. Wir saßen zu zehnt im Gemeinschaftsraum, alles Deutsche, alle anderen sind gleich wieder raus, aber lustig war es dann doch ^^” Diese Deutschen-Situation soll es auch noch in fast jedem Hostel in NZ geben, das ist ja nur noch ein weiterer Grund, mal ganz schnell für ein paar Wochen zu WWOOFen. Wenn ich heute im Internet kein passendes Jobangebot finde, mache ich mich mal an die Arbeit, das sollte ja immer ein bisschen vorher vereinbart sein 😉

Nachtrag:
Aber eins muss man dem teuren Toast lassen – es schmeckt verdammt lecker!



Nur ein paar Feststellungen

13 09 2010

1. In Auckland gibt es mehr Asiaten als Neuseeländer.
Wirklich! Wenn man ein bisschen in der City rumläuft, dann sieht man echt nur Asiaten, es gibt Straßen in denen sich ein Japaner an den nächsten reiht und sie unterhalten sich noch nicht einmal auf Englisch. Also mich würde es nicht wundern, wenn es irgendwo Schulen für Japaner und andere Asiaten gibt…
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe ja (wie alle wissen sollten) absolut nichts gegen Asiaten, aber das ist schon echt krass 🙂

2. Isolierung ist ein Fremdwort.
Ich hab ja schon vorher gehört, dass es nachts arschkalt wird, weil die meisten Häuser hier keine Isolierung haben, aber wenn man es am eigenen Leib spürt ist das schon was Anderes… Nicht, dass ich nachts friere, die Decken sind dick genug, nur ist das abends im Gemeinschaftsraum schon etwas nervig, wenn man erst einmal ewig heizen muss – oder halt frieren.

3. “Sour Cream” ist nicht “Saure Sahne”.
Sahne heißt auf Englisch zwar Cream, trotzdem ist da ein meilenweiter Unterschied. Was es nun genau ist weiß ich immer noch nicht, aber zumindest kann man “Sour Cream” auch so zu Kartoffeln essen.

4. Den Autogeräuschen kann man nicht entfliehen… Nirgendwo!
Ich war heute im größten Park Aucklands, dem Auckland Domain, aber du kannst soweit reingehen wie du willst, es erreicht dich immer! Da kann das Gebüsch noch so dick sein. Ein Grund mehr, schnell aus Auckland zu verschwinden.

5. Günstiges Mobiltelefonieren gibt es nicht.
Wir hatten uns zuerst bei Vodafone nach einer Prepaidkarte erkundigt: $30 SIM-Karte + $20 Guthaben –> 89ct/Min
Das sind fast 50 Cent pro Minute, wenn man mit dem Handy telefoniert!
Wir haben uns dann weiter nach dem günstigsten Anbieter umgeschaut und sind dann bei 2degree fündig geworden: $5 SIM-Karte davon $1 Guthaben (im Supermarkt) + $20 erstes Aufladen –> 44ct/Min
Das sind zwar immer noch um die 25 Cent die Minute, aber trotzdem das Günstigste Angebot hier in Deutschland. Das ist schon echt krass, besonders wenn man bedenkt, dass selbst telefonieren nach Deutschland günstiger ist, als mobile Inlandsgespräche!

6. Scrabble ist lustiger als man denkt.
Unser Hostel hat ja keinen Fernseher und eine etwas beschränkte Ausstattung an Gesellschaftsspielen, um genau zu sein: Karten, UNO, Scrabble! Und so wird jetzt jeden Abend eine runde Scrabble gespielt und ja wirklich, man kann dabei Spaß haben 🙂

Ich war heute unterwegs durch die Auckland University, durch den Auckland Domain und bis nach Parnell, dem historischen Stadtteil. Viel gibt es dazu nicht zu sagen, die Uni sieht klasse aus, der Domain ist einfach riesig und wunderschön, fast wie im Urwald und Parnell hat mich etwas enttäuscht, mehr als Läden und ein paar Wohnhäuser hab ich da nicht gesehen, vom Historischen ganz zu schweigen. Vielleicht war ich einfach in der falschen Straße, aber ich war schon viel zu fertig um noch weiter zu gehen und ich musste ja irgendwie auch noch zurückkommen.

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