Vom Laufen, der “Flut” und wie es jetzt weitergeht

15 09 2010

Ich hatte mal wieder keine Ahnung was ich tun sollte und irgendwo stand, dass der Mission Bay doch ganz schön sein soll. Es ist zwar ein Stück, aber das geht schon… dachte ich!
Als ich am Hafen stand war ich noch guter Dinge, dann bin ich gelaufen, gelaufen, gelaufen und immer weiter gelaufen. Zwei Stunden lang am Meer entlang! Ich dachte echt ich komme nie an. Zum Glück war das Wetter echt gut, die letztem Tage waren ja nicht so das Wahre, aber jetzt ist es inzwischen echt gut geworden. Die Mission Bay an sich war jetzt nicht so spektakulär, ganz schön, aber nicht schön genug um zwei Stunden zu Fuß dahin zu gehen. Zurück wäre auch ein Bus gefahren, aber das Geld dafür wollte ich eigentlich nicht ausgeben… Also noch einmal zwei Stunden zurück – meine Füße haben sich natürlich sehr gefreut, aber irgendwann wird das bestimmt auch mal besser 🙂
Auf dem Rückweg hat mich so ein älterer Herr angesprochen, der wohl total stolz drauf war, sein deutsches Wissen kund zu tun. Jedenfalls hat er mir dann alle deutschen Städte, Sätze und berühmte Personen aufgezählt, die er kannte… Ich selber kam irgendwie gar nicht zum reden, dabei wollte ich endlich mal ein bisschen Englisch sprechen, weil ich ja schon so nicht oft dazu komme :/ Naja, jedenfalls meinte er, dass ich im Juni, bevor ich fliege einen Kaffee und einen Muffin von ihm bekomme! Falls er sich dann noch daran erinnern wird 😉

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Heute sind wir dann endlich nach Devonport gefahren, das hatten wir schon für den Montag geplant, aber irgendwie kamen wir dann doch nicht dazu. Devonport ist eine Halbinsel, am schnellsten geht es da mit der Fähre hin, war auch relativ günstig – NZ$8,50 für Hin- und Rückfahrt (das sind etwa um die 5€).
Um es kurz zu machen: Es war wahnsinnig schön! Auf dem Mt. Victoria hätte ich Stunden einfach nur da sitzen und auf das Meer blicken können, aber soviel Zeit blieb uns leider nicht… Früher war das auch einmal ein Vulkan aber von dem Krater sieht man überhaupt nichts mehr, stattdessen befindet sich dort ein Kanone, die in den Berg eingelassen wurde… sozusagen versteckt. Aber die wurde nur einmal abgefeuert, dann haben sich die Anwohner beschwert und sie wurde nie wieder bestätigt – hat sich der Aufwand diese Kanone da hinaufzutragen ja echt gelohnt!  😉
Am Strand haben wir uns auf den Steinen breit gemacht, überall Windstille, als dann auf einmal in der Ferne hohe Wellen angefangen haben zu schlagen. Die haben sich dann immer weiter zu uns ausgebreitet und der Wasserpegel ist angestiegen und ich hatte erst einmal voll Panik – ey, scheiße, die Flut kommt und wir sitzen auf den Steinen! Naja, danach hat es schnell wieder aufgehört… Wir vermuten ja, dass es ein ganz kleines Erdbeben gab, aber woher sollen  wir das schon so genau wissen :/

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Am Freitag verlasse ich ja dann Auckland (Endlich!!), dann fahre ich erst einmal mit drei Malaysierinnen weiter nach Whangarei für zwei Nächte. Und für die Tage danach weiß ich auch endlich was kommt! Ich habe gefühlte 100 Anrufe getätigt (es waren wahrscheinlich 13, aber oft wurde nicht abgenommen) und nach sieben Absagen, hatte ich endlich mal Glück und fahre nun Sonntagnachmittag zu meinem ersten WWOOFing-Platz nach Waimate North! Ich wollte eigentlich nach Kerikeri oder irgendwo anders in die Bay of Islands, aber das sind wohl die besonders beliebten Plätze, deswegen schon alle vergeben und jetzt bin ich halt etwas weiter außerhalb. Aber ich hab ja mein kleines Auto und kann dann ab und zu mal rein fahren und mich dort umsehen 🙂 Geplant sind erst einmal zwei Wochen, dann hab ich schon Kontakt mit einem Backpacker-Hostel in Te Puke, der “Kiwihauptstadt” aufgenommen, die wollen mir dann Arbeit auf der Kiwiplantage vermitteln. Ich fahre also nach zwei Wochen wwoofen runter nach Te Puke, arbeite dort vielleicht 2 Monate und an freien Tagen kann ich ja dann nach Coromandel und Rotorua fahren. Das ist zumindest der vorläufige Plan 🙂