Planänderung

24 09 2010

Mein eigentlicher Plan zwei Wochen zu wwoofen hat sich jetzt geändert: Ich reise Montag weiter nach Norden nach Kaitaia, mache am Dienstag eine Tour nach Cape Reinga mit Sandboarden und allem drun und dran, Mittwoch gehts wieder Richtung Süden mit Zwischenstop in Helensville um am Donnerstag an den Piha und Karekare Beach zu fahren, bevor es dann nach Te Puke zur Jobsuche weitergeht.

Nein, ich hatte keine Probleme mit meinen Wwoof-Hosts und auch nichts gegen die Arbeit, auch wenn sie keinen Spaß gemacht hat. Aber ich möchte halt weiterreisen 🙂



Unter die Erde und zurück

19 09 2010

Was wir gestern nicht geschafft hatten, haben wir heute nachgeholt: die Abbey Caves! Ohne Führer und ohne richtige Ausrüstung ist das schon eine Herausforderung, aber Torsten hat schon einige Erfahrung mit dem Klettern, deswegen haben wir uns da irgendwie durchgeschlagen. Ich und Franzi haben uns nur in die erste Höhle und den Anfang der zweiten getraut, danach wurde es einfach zu nass und dafür hab ich einfach keine vernünftigen Schuhe. Dreckig genug bin ich aber trotzdem geworden, es war teilweise ganz schön krass in der Höhle. Für Anfänger ist das ja eigentlich überhaupt nichts und alleine kann man das sowieso nicht machen, aber so zu viert war das schon ganz lustig.

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Aber am besten war sowieso der Moment, als wir in der Höhle festen Halt hatten und das Licht komplett ausgemacht haben. Man hat nur noch das Wasser rauschen gehört und die Decke war mit Glühwürmchen übersät – magisch!

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Mit Fotos lässt sich sowieso nicht einmal annähernd festhalten, wie schön es hier ist und in einer stockdüsteren Höhle schon einmal gar nicht…
Die Jungs haben auch noch die anderen beiden Höhlen durchquert und sich für den Fall der Fälle sogar Schwimmzeug eingepackt, aber gebraucht haben die beiden das dann doch nicht – den Aalen sind die beiden trotzdem begegnet. Für mich war das nur ein Grund mehr nicht in die anderen Höhlen zu gehen. Aber das Wichtigste hatte ich ja gesehen und den Moment kann mir keiner mehr wegnehmen 🙂

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Danach hieß es auch schon wieder Bye-Bye und mit dem Auto weiter zu meinen Wwoof-Hosts. Ich hab mir aber den Umweg über die Ostküste – Tutukaka-Coast – erlaubt. Von der hab ich dann an sich nicht soviel gesehen, der Ort war schon vorbei eh ich überhaupt begriffen habe, dass ich da war. Dafür hab ich kurz bei der Sandy Bay angehalten, die sich jetzt nicht soo sehr von anderen Stränden unterschieden hat. Dafür war die Straße ganz schön krass, immer kurvig, immer bergauf und –ab, da soll echt mal einer klar kommen! Dafür hat es aber irgendwie Spaß gemacht dort entlang zu fahren, die Umgebung hat die Anstrengung echt wett gemacht, so etwas findest du in Deutschland nicht… Von den unendlich vielen Stränden mal ganz abgesehen 😉
Der Highway dagegen war natürlich endslangweilig und überhaupt nicht schön… ich sollte mich vielleicht darauf einstellen mehr Landstraßen zu fahren, das lohnt sich einfach viel mehr, als immer den Highway. Nur wenn es schnell gehen soll geht es einfach nicht anders.

Meine Host-Familie scheint ganz nett zu sein, lustig sind sie aber auf jeden Fall 🙂 Nur der Weltatlas scheint nicht ganz auf dem neusten Stand zu sein, Deutschland war darauf jedenfalls noch geteilt. Was mich hier erwartet weiß ich noch nicht ganz… Nur die ganzen Spinnen sind etwas gewöhnungsbedürftig, besonders auf der Toilette sind die riesig, weil die oben offen ist! Das ist hier im Prinzip alles selbst gebaut, ganz schön, aber auch etwas kalt und halt sehr… natürlich, mit Spinnen und allem >.<

 

Ich merke schon, dass ich absolut nicht hinterher komme mit dem Hochladen… Deswegen werden dann wohl immer mehrere auf einmal kommen oder so 🙂



Whani… Whanega… Whangei… Whangarei!

18 09 2010

Der Lonely Planet sagt zu Whangarei, dass die Stadt auf einer Schönheitsskala irgendwo in der Mitte liegen würde, aber ganz ehrlich? Es ist eine unglaublich hässliche Stadt! Einfach unbeschreiblich… Irgendwie kommt man die ganze Zeit nicht aus einer Art Industriegebiet heraus, alles ist grau und überall laufen prollende Teenager herum. Und gerade in dieser Stadt gibt es so einen schönen Ort wie den Whangarei Fall! Der Wasserfall darf sich mit dem Titel des meistfotografierten Wasserfalls Neuseelands rühmen, aber wenn man davor steht kann man gar nicht anders, als aus allen Perspektiven Fotos zu machen, er ist irgendwie auch einfach immer schön! Als ich heute morgen zum ersten Mal rüber zu den Falls gelaufen sind (das Hostel liegt ja gleich daneben) hatte ich auch noch perfekten Sonnenschein. Das hat man hier ja nicht  immer, gestern war noch das übelste Wetter und man weiß ja nie wann das Wetter wieder umschlägt.

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Jedenfalls war heute morgen auch das Angebot: “Abseil $15”! Die anderen hatten auch voll Bock drauf, gerade bei dem Preis, aber vorher sind wir ja erst einmal in die Stadt, ein paar letzte Besorgungen und die Suche nach Internet… Nicht ganz einfach, aber wir haben einen ungesicherten Hotspot gefunden. Jedenfalls kamen  wir erst nach 15 Uhr wieder zurück, hatten total Hunger und erst nach 16 Uhr sind wir dann noch einmal alle zusammen zu den Wasserfällen. Das Abseil-Team war schon weg, deswegen haben wir den Walkway zum Kauri-Forest genommen, das sind diese urururururalten Bäume die einfach riesig werden! Auf dem Weg hat man auch gesehen wie vielfältig Neuseeland eigentlich ist, im einen Moment ist man im tiefsten Dschungel, ein paar Meter weiter fühlt man sich wie im Harz (von den Farnen und Palmen abgesehen ;)) und ein paar Meter weiter ist schon wieder tiefster Wald mit Kauribäumen. Die Landschaft ist hier fast so wechselhaft wie das Wetter, aber das macht es auch so schön hier.

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Eigentlich hatten die anderen noch die Abbey Caves geplant, das ist so etwas wie die kostenlose Variante der Waitomo Caves, nur noch abenteuerlicher. Oder für die, die sich nicht so viel mit Neuseeland beschäftigen: Glühwürmchengrotten, ohne Führer, ganz allein, kostenlos 🙂
Ich werd nur bis zu einem bestimmten Punkt mitgehen, weil man auf einer Strecke richtig ins Wasser rein muss und ich möchte weder schwimmen, noch einem Aal begegnen, ich finde es ja schon so unter der Erde unangenehm genug. Aber vielleicht brauchen wir morgen wieder soviel Zeit morgens, dass wir nichts schaffen. Ab 16 Uhr sind ja dann auch meine Hosts in Waitame North zu Hause, da muss ich ja auch noch hinfahren und ich wollte einen Umweg über die Ostküste nehmen um weniger vom Highway, aber mehr vom Land zu sehen. Na mal gucken…



Ab in den Norden

17 09 2010

Endlich raus auf Auckland! Aber so richtig gut fühle ich mich dabei nicht, vielleicht weil ich dort schon alle kannte… und jetzt heißt es wieder neuen Anschluss zu finden, aber das ist ja der Sinn der Sache 🙂

Heute morgen habe ich mich mit den Malaysierinnen getroffen, lief alles ganz easy, und ich konnte endlich auch mal ein bisschen mehr Englisch sprechen. Naja und dann halt drei Stunden Fahrt… Ich war mal wieder voll ängstlich, besonders in Auckland und der Highway war so verdammt riesig mit vier Spuren auf beiden Seiten… Ich war verdammt froh, als die Straßen dann schmaler wurden! Richtige Autobahnen wie in Deutschland gibt es hier ja eh nur in den richtig großen Städten, sonst kann man die Highways mit den deutschen stark befahrenen Bundesstraßen vergleichen. Und hier wird auch überall gebaut – halt ganz wie in good old Germany 😉
Was ich noch gar nicht wusste war, dass man für bestimmte Strecken auf den Highway “Toll”, also Maut bezahlen muss. Irgendwie war mir das völlig unbekannt, obwohl ich vorher soviel gelesen hatte. Aber hier gibt es auch eine “Free Route” auf die man abbiegen kann. Das dauert zwar länger, aber Landstraße ist sowieso schöner als Autobahn 🙂
Mit vollgepacktem Auto ist das auch ein ganz anderes Gefühl Berge hochzufahren. Ich hab das Gaspedal soweit es ging durchgedrückt, aber auf mehr als 60 bergauf kam ich oft gar nicht. Dafür war ich bergab immer viel zu schnell… Aber immerhin sind wir heil angekommen und den Weg in das Hostel hab ich dann auch ganz schnell gefunden, obwohl der verkehr in Whangarei auch ganz schön stark ist :/ Mein Hostel liegt ja weiter außerhalb, ich musste also durch die ganze Stadt durch und dann hoffen in der richtigen Straße rauszukommen. Von Whangarei hab ich ja im Gegensatz zu Auckland keine vernünftige Karte und meine  Mitfahrer hab ich ja auch schon wo anders raus gelassen. ABER ich habs ja gefunden 🙂

Ob ich mich hier wohl fühle werde ist eine andere Sache, aber ich bleibe ja nur zwei Nächte hier. Erst einmal angekommen musste ich erfahren, dass ich (ohne Aufpreis) in ein 3-Bettzimmer “aufgestuft” wurde. Normalerweise freut man sich ja für den gleichen Preis etwas besseres zu bekommen, aber ich wäre hier schon lieber in ein Dorm gekommen, um mehr mit den Leuten zu tun zu haben. Aber so wohne ich allein, naja :/ Hier ist alles in Bungalows aufgeteilt, Schlafräume, Duschen, Toiletten, Küche und Gemeinschaftsraum sind alle in verschiedenen Bungalows, wenn es also regnet (wie zum Beispiel bei meiner Ankunft) sieht man erst einmal dumm aus der Wäsche. In der Küche gibt es auch keine Tische, die stehen draußen im Freien, ist also alles irgendwie auf gutes Wetter ausgelegt. Mal sehen, wie das hier laufen soll. Ich glaub ich werde einfach nur den einen Tag zum Wasserfall und die Walkways langgehen und Sonntag früh einfach weiterfahren, so richtig kann ich mich mit dem hier nicht anfreunden. Ich hatte auch schon eine seltsame Begegnung hier: Ich bin in die Toilettenkabine gegangen, abgeschlossen, da kam eine Katze unter der Tür hindurch! Die war ja ganz süß und so, aber im falschen Moment stört sowas einfach :/ Im Sommer ist es hier bestimmt total toll, es gibt sogar einen Pool und einen Barbecuebereich, aber für jetzt ist das alles nichts. Ich wäre am liebsten gleich weiter zu meinem Wwoofing-Platz gefahren, aber das kann man ja nicht so einfach machen. ^^”

Nachtrag:
Zwei Stunden nach meiner Ankunft kamen auch noch andere Deutsche, die ich bereits in Auckland kennen gelernt hatte (die Welt ist klein und Neuseeland sowieso…). Ist zwar schade drum, dass wieder kein Englisch gesprochen wird, aber irgendwie war es sowieso so ausgestorben, dass ich echt froh war ein bisschen Gesellschaft zu haben. Was noch so alles war und was wir in Whangarei gemacht haben, kommt irgendwann anders, wir laufen hier mit dem Laptop doof in der Stadt rum um irgendeinen Hotspot zu finden, für den man kein Passwort braucht…



Vom Laufen, der “Flut” und wie es jetzt weitergeht

15 09 2010

Ich hatte mal wieder keine Ahnung was ich tun sollte und irgendwo stand, dass der Mission Bay doch ganz schön sein soll. Es ist zwar ein Stück, aber das geht schon… dachte ich!
Als ich am Hafen stand war ich noch guter Dinge, dann bin ich gelaufen, gelaufen, gelaufen und immer weiter gelaufen. Zwei Stunden lang am Meer entlang! Ich dachte echt ich komme nie an. Zum Glück war das Wetter echt gut, die letztem Tage waren ja nicht so das Wahre, aber jetzt ist es inzwischen echt gut geworden. Die Mission Bay an sich war jetzt nicht so spektakulär, ganz schön, aber nicht schön genug um zwei Stunden zu Fuß dahin zu gehen. Zurück wäre auch ein Bus gefahren, aber das Geld dafür wollte ich eigentlich nicht ausgeben… Also noch einmal zwei Stunden zurück – meine Füße haben sich natürlich sehr gefreut, aber irgendwann wird das bestimmt auch mal besser 🙂
Auf dem Rückweg hat mich so ein älterer Herr angesprochen, der wohl total stolz drauf war, sein deutsches Wissen kund zu tun. Jedenfalls hat er mir dann alle deutschen Städte, Sätze und berühmte Personen aufgezählt, die er kannte… Ich selber kam irgendwie gar nicht zum reden, dabei wollte ich endlich mal ein bisschen Englisch sprechen, weil ich ja schon so nicht oft dazu komme :/ Naja, jedenfalls meinte er, dass ich im Juni, bevor ich fliege einen Kaffee und einen Muffin von ihm bekomme! Falls er sich dann noch daran erinnern wird 😉

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Heute sind wir dann endlich nach Devonport gefahren, das hatten wir schon für den Montag geplant, aber irgendwie kamen wir dann doch nicht dazu. Devonport ist eine Halbinsel, am schnellsten geht es da mit der Fähre hin, war auch relativ günstig – NZ$8,50 für Hin- und Rückfahrt (das sind etwa um die 5€).
Um es kurz zu machen: Es war wahnsinnig schön! Auf dem Mt. Victoria hätte ich Stunden einfach nur da sitzen und auf das Meer blicken können, aber soviel Zeit blieb uns leider nicht… Früher war das auch einmal ein Vulkan aber von dem Krater sieht man überhaupt nichts mehr, stattdessen befindet sich dort ein Kanone, die in den Berg eingelassen wurde… sozusagen versteckt. Aber die wurde nur einmal abgefeuert, dann haben sich die Anwohner beschwert und sie wurde nie wieder bestätigt – hat sich der Aufwand diese Kanone da hinaufzutragen ja echt gelohnt!  😉
Am Strand haben wir uns auf den Steinen breit gemacht, überall Windstille, als dann auf einmal in der Ferne hohe Wellen angefangen haben zu schlagen. Die haben sich dann immer weiter zu uns ausgebreitet und der Wasserpegel ist angestiegen und ich hatte erst einmal voll Panik – ey, scheiße, die Flut kommt und wir sitzen auf den Steinen! Naja, danach hat es schnell wieder aufgehört… Wir vermuten ja, dass es ein ganz kleines Erdbeben gab, aber woher sollen  wir das schon so genau wissen :/

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Am Freitag verlasse ich ja dann Auckland (Endlich!!), dann fahre ich erst einmal mit drei Malaysierinnen weiter nach Whangarei für zwei Nächte. Und für die Tage danach weiß ich auch endlich was kommt! Ich habe gefühlte 100 Anrufe getätigt (es waren wahrscheinlich 13, aber oft wurde nicht abgenommen) und nach sieben Absagen, hatte ich endlich mal Glück und fahre nun Sonntagnachmittag zu meinem ersten WWOOFing-Platz nach Waimate North! Ich wollte eigentlich nach Kerikeri oder irgendwo anders in die Bay of Islands, aber das sind wohl die besonders beliebten Plätze, deswegen schon alle vergeben und jetzt bin ich halt etwas weiter außerhalb. Aber ich hab ja mein kleines Auto und kann dann ab und zu mal rein fahren und mich dort umsehen 🙂 Geplant sind erst einmal zwei Wochen, dann hab ich schon Kontakt mit einem Backpacker-Hostel in Te Puke, der “Kiwihauptstadt” aufgenommen, die wollen mir dann Arbeit auf der Kiwiplantage vermitteln. Ich fahre also nach zwei Wochen wwoofen runter nach Te Puke, arbeite dort vielleicht 2 Monate und an freien Tagen kann ich ja dann nach Coromandel und Rotorua fahren. Das ist zumindest der vorläufige Plan 🙂