Hilfe! Und immer weiter in die Höhe…
11 12 2010Nach American und Italian Dinner soll nun bald das German Dinner folgen. Unser Problem (mal abgesehen davon, dass wir eigentlich nicht kochen können): Was sind denn so typisch deutsche Gerichte, die man auch mit eingeschränkten Mitteln ganz gut kochen kann? Vorspeise, Hauptgericht, Dessert, alles drum und dran. Bis jetzt steht nur eins – die Amerikaner haben sich Schnitzel gewünscht, alles andere ist noch offen.
Deswegen bitte, bitte, bitte schickt mir doch mal ganz viele typisch deutsche Rezepte per Mail, momentan stehen wir echt noch ein bisschen verloren da!
Und man glaubt es kaum, ich hatte doch echt mal etwas zu tun! Morgens 8 Uhr ein Klopfen an meinem Fenster: “Du! Aufstehen! Mitkommen! Wir brauchen deine Kamera!” – wer kann schon dieser unendlich höflichen Forderung widerstehen…
Auf den Mt Arthur sollte es gehen, 8 km, immer in die Höhe, bis auf den schneebedeckten Gipfel. Eigentlich war mir schon vorher klar, dass ich das doch niemals schaffe, aber hey, ein Versuch war es wert. Und ich konnte mir nicht vorstellen, dass alle acht Leute den Weg geschafft hätten. Aber bevor wir überhaupt erst anfangen konnten gab es noch ein kleines anderes Problem – der Weg zum Startpunkt war schon eine Herausforderung für sich. Gravelroad, immer nach oben. So schwer, dass das Auto irgendwann aufgegeben hat (Nein, nicht mein Auto… ich hätte es glaub ich geschafft, auch wenn es schwer gewesen wäre.), das Auto hat gequalmt und wir hatten ja erst einmal sowas von Panik, raus aus dem Auto, Motorhaube aufgemacht und die Hitze raus gelassen. Blöd wenn alle keine Ahnung von Autos haben und dann noch das Auto anfängt zu blubbern… Im Endeffekt war es eigentlich nichts Schlimmes, es war einfach nur viel zu überhitzt, deswegen haben wir das Auto dort stehen lassen und sind von den anderen abgeholt wurden – und DANN konnte es losgehen.
Und irgendwie kam ich dann doch ganz gut hinterher, viele Pausen und einige der anderen hatten auch so ihre Probleme. Wir haben uns immer weiter hochgequält bis dann irgendwann der Wind so stark war, dass man kaum noch aufrecht stehen konnte. Wir haben es zwar noch etwas probiert, aber in dem Wind war es echt kaummöglich vorwärts zu gehen, teilweise sogar zu atmen. Und waren immer noch 3 km bis zum Gipfel, deswegen haben fünf von uns beschlossen schon einmal zurück zur Hütte zu gehen und auf die anderen zu warten. Und dort saßen wir dann… lange… über zwei Stunden… Im Endeffekt haben es dann zwei von uns acht wirklich auf den Gipfel geschafft. Es soll auch noch echt hart geworden sein, dort musste man auf allen Vieren durch den Schnee klettern, ohne Handschuhe hätte ich das also sowieso nicht geschafft. War also ganz gut, dass wir gar nicht soweit gegangen sind, wäre aussichtslos gewesen. Und wir können ja auch so sagen: “Wir sind den Berg hochgeklettert!” Zwar nicht bis zum Gipfel aber auch so schon ein paar Höhenmeter und die Aussicht war auch so schon genial.
Aber nochmal? Nein, danke!
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