Abseits der Touristenwege

9 06 2011

Jetzt sind wir schon ganz in den Süden der Südinsel gefahren, da können wir natürlich noch ein kleines Stück weiter. Für die meisten besteht Neuseeland nur aus Nordinsel und Südinsel, aber noch ein bisschen weiter südlich befindet sich Stewart Island, die drittgrößte Insel Neuseelands.  Für die meisten Touristen, vor allem Backpacker, ist die Überfahrt hierhin zu teuer, da man hier kaum anderes tun kann als wandern, cruisen und kayaking. Und auch wenn ich von einigen gehört habe, dass das hier eher ein Ziel für ältere Leute ist, wollte ich trotzdem unbedingt den Trip wagen. Es bestand ja außerdem die geringe (aber doch vorhandene) Chance die Südlichter oder einen Kiwi zu sehen – haben wir aber beides nicht geschafft, trotz perfekten Wetters.

Mittwochabend sind wir dann aber erst einmal mit der Fähre übergefahren – eine Stunde bei Sonnenuntergang und ruhigem Seegang. Und by the way auch ganz ohne Auto – die müssen nämlich auf dem Festland bleiben, so groß ist die Stewart Island ja auch gar nicht. Ist schon ein bisschen seltsam ohne Auto zu reisen 🙂

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Auf der Insel angekommen war dann aber die Frage: “Wo schlafen wir eigentlich?” Wir hatten ein Hostel vorgebucht, man hatte aber am Telefon gemeint, dass wir woanders hin verlegt werden. Leider hatte Danny nicht ganz verstanden wohin genau… Jedenfalls sind wir dann mit dem ganzen Gepäck durch den winzigen Ort zum Hostel gelaufen, dass aber geschlossen war… Super! Aber da stand auch ein Zettel, dass man after hour den Staff im Sea Shore Hotel anprechen soll. Und dann hat sich halt herausgestellt, dass alle Hostelbewohner jetzt im Winter in dieses Hotel verlegt wurden. Hört sich natürlich erst einmal super an – ganz ohne Aufpreis vom Hostel in ein Hotel? Das ist doch klasse! Aber genau das ist es eigentlich nicht! Wir sind Backpacker – Backpacker sind es gewohnt eine Küche zum Kochen zur Verfügung zu haben. Genauso Waschmaschinen. Und das alles hat ein Hotel natürlich nicht für seine Gäste… Richtige Hotelgäste bestellen um hauseigenen Restaurant und sind nur Kurztouristen, die ihre Sachen eh nur einmal tragen bevor sie wieder nach Hause reisen. Und da war der Fehler.

Aber ein gutes hatte das Hotel: Wir haben in unserem Doppelzimmer direkten Zugang zum Balkon, der auf die Bucht nach Osten gerichtet ist – und so hatten wir gleich beim Aufwachen einen schnellen Zugang zum Sonnenaufgang!

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Wie auch immer, an unserem einzigen vollen Tag hier haben wir dann natürlich das Offensichtliche gemacht: gewandert. Durch Regenwald, an Buchten entlang, in vollkommener Stille. Hatten wir so auch noch nicht 🙂
Aber so richtig umgehauen hat es uns dann doch nicht. Ja, ist eine ganz schöne Insel, sehr, sehr ruhig, aber irgendwie nicht das Richtige für uns. Da muss man echt eine Vorliebe für das ausgiebige Wandern haben um hier Tage zu verbringen.

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