Sand, Sand, Sand, weiter nach Blenheim
5 01 2011Jetzt bin ich schon wieder aus Motueka weg und muss noch so vieles nachholen…
Da das Cherry Picking ja doch früher als gedacht aufgehört hat, hatte ich zumindest noch ein bisschen freie Zeit für die Gegend, denn in den ganzen 5/6 Wochen hab ich es nicht einmal an die Hauptanziehungspunkte in der Gegend geschafft: der Abel Tasman Nationalpark und Cape Farewell. Der Park lässt zwar immer noch auf sich warten, aber zumindest einen Punkt konnte ich jetzt noch abhaken 🙂
Da die meisten Bekannten aus dem Hostel schon abgereist sind und von den Wenigen, die noch da waren fast alle arbeiten mussten, bin ich dann zumindest mit Yuji und einer Chinesin von der Arbeit los.
Das Cape Farewell kennt man wahrscheinlich nur wegen dem Farewell Spit, auf dem immer mal wieder Wale stranden – vielleicht hat man ja irgendwann mal so etwas in der Richtung gehört in Deutschland. Jedenfalls ist das eine unendlich lange Sanddüne die in das Meer hineinragt. Wenn man da drauf steht fühlt man sich wie in der Wüste, zumindest vermute ich das, woher soll ich auch wissen, wie es in der echten Wüste aussieht 😉 Nur das Meer nebenan macht es dann natürlich!
Fast nebenan liegt dann noch der Wharikiri Beach, von dem es hieß, dass der ja sooo toll sein soll. An sich fand ich den jetzt auch nicht viel besser als andere, hier gab es nur mehr riesige Sanddünen und: Baby-Seerobben! Man kam zwar nicht wirklich ran, aber süß war das ja schon 😀
Naja, und am nächsten Tag musste ich auch schon abreisen… Das fällt natürlich immer um Einiges schwerer, wenn man länger an einem Ort geblieben ist, selbst wenn die meisten schon weg sind und nur noch Wenige zum Tschüss-sagen da sind – schlimm genug. Selbst mein Zelt werde ich vermissen! Hab ich wahrscheinlich nie erwähnt, aber ich musste die letzte Woche im Zelt schlafen, weil alles ausgebucht war…
![]()
![]()
Zuerst waren Yuji und ich ja noch in einem Viererzelt, das war so riesig, da hat man sich schon ganz gut gefühlt. Leider war das nur ausgeliehen und deswegen mussten wir dann mein eigenes Zelt aufbauen, für nur 3 Personen. Nur kann man diese Personenangaben kaum für voll nehmen, wegen unserem Gepäck hatten ja schon nur wir zwei Platzprobleme. War aber doch gemütlicher als man denkt! Aber erst nachdem ich aus dem Wohnzimmer ein riesiges Kissen als Matratze mitgehen lassen habe, eine Isomatte hat halt bei Weitem nicht gereicht. Ich bezweifle, dass ich mein Zelt noch einmal brauchen werde, jetzt bleibe ich ja erst einmal in Blenheim, hier hab ich ein richtiges Bett und im April ist es mir dann auch zu kalt für ein Zelt…
![]()
Bis jetzt läuft hier in Blenheim alles ganz gut, sind noch nicht allzu viele Leute im Hostel, es werden aber sowieso nur maximal 26, bis jetzt bin ich die einzige Deutsche, die Stadt sagt mir noch nicht ganz zu, aber ich hab ja auch noch nicht viel gesehen. Es gibt zwar eigentlich auch nichts zu sehen, aber mal gucken 🙂
Die Arbeit ist so scheiße anstrengend: Wire-Lifting. Wenn man mal im Internet auf Jobsuche geht, dann steht bei allen Jobs dieser Art momentan: “We’re looking for male…” Denkt man natürlich erst einmal: “Scheiße, dass soll ich jetzt für Wochen machen?” Aber eigentlich ist es gar nicht so schlimm, es kommt halt immer auf den Orchard an. Bei dem einen sind die Bäume nicht ganz so verwachsen und mal kann die Drähte ganz gut lösen und heben, bei anderen sind die Drähte so extrem mit den Pflanzen verwachsen, dass man die wirklich kaum hochkriegt. Bis jetzt hat es eigentlich immer früher oder später geklappt, aber 5 Minuten vor so einem blöden Pfosten zu stehen und es einfach nicht schaffen, diesen verf****** Draht hochzustecken ist echt nicht schön. Das gute war ja, dass wir immer nur ein paar Reihen in einem Orchard machen, dann gehen wir auch schon weiter zum nächsten und der kann dann auch mal 30 Minuten mit dem Auto entfernt liegen. Einen sehr großen Teil der Zeit haben wir also im Auto verbracht – und das wird bezahlt! 😀




Sehr erfrischend deine Posts in einer „Oh Gott, die Schweinegrippe ist wieder da“ Zeit zu lesen. Scheint ja ganz lustig bei euch zu sein, schön schön.
So dann, have fun.
Ja mata