Ab in die Wildnis

23 02 2011

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Nach meinen zwei ersten Nächten im Van und einem unendlich langweiligen Tag in Greymouth ging es dann endlich zusammen Richtung Süden. Das Endziel sollte ein ganz, ganz kleiner Ort an der Küste sein, an dem man eine Tour mitmachen konnte, auf der man zu 95% Kiwis (die Tiere, nicht die Menschen) sehen kann. Aber da wir ja den ganzen Tag vor uns hatten, muss man ja seine Zeit auch irgendwie rum kriegen – und so ging gaaaanz langsam, Stück für Stück nach unten…

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1. Hokitika – sozusagen DIE Jadestadt überhaupt! Alle paar Meter steht ein neues Jadegeschäft oder eine Factory und am Strand kann man (neben den doch sehr interessanten Holzskulpturen) seine eigenen Jadestückchen sammeln. Nicht ganz so schön wie im Laden, aber immerhin umsonst.

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2. Ross – den Ort wird man wohl eher nicht kennen. Das einzige womit es mal auf sich aufmerksam gemacht hat, war der Fund des größten Goldnugget überhaupt. Heute gibt es neben dem See, der früher mal eine Mine war nur noch das Duplikat des Goldnuggets… und selbst dafür müsste man $2 zahlen und das ist mir ein Duplikat nun echt nicht wert!

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3. Pukekura – dieser Ort besteht aus sage und schreibe 2 Einwohnern! Und trotzdem gibt es ein Backpackers, eine Lodge, ein Pub und so etwas wie ein Visitor Centre… Naja, eher weniger, in dem “Bushman Centre” ging es vor allem um die “Verarbeitung” von Possums/Possi (bei der Mehrzahl sind wir uns nach langer Diskussion immer noch nicht einig) und ihre Abneigung gegen Auckland.

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4. Okarito – was uns von dort am meisten in Erinnerung bleiben wird sind wohl die Sandflies, die Plage schlechthin. Sonst ist der Ort echt eher unspektakulär, vor allem bei dem miesen Wetter, das wir hatten. Die Kiwitour haben wir dann auch ausfallen lassen – $75 waren mir dann  auch wieder zuviel um einen Kiwi zusehen. Und es gab eine weitere Premiere für mich: Nach meiner ersten Nacht allein im Zelt und der ersten Nacht im Van, kam jetzt meine erste Nacht in der Wildnis – immerhin nicht allein! Die machen es den Wildcampern hier aber auch verdammt schwer einen Platz zu finden, überall sieht man die Schilder “No Camping” und viele der anderen Plätze waren schon von anderen Vans besetzt. Aber am Ende konnte wir in eine kleine Lücke vor dem Dorf, zusammen mit anderen Campern übernachten.

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Das Wetter hat sich dann am Montag leider auch nicht wirklich gebessert, am Vormittag ging es noch halbwegs, aber bewölkt war es trotzdem und das vermiest einem ja schon irgendwie alles. Trotzdem sind wir weiter nach Franz Josef, wo es dann auch eigentlich hingehen sollte. Aber wirklich was machen konnte man hier natürlich auch nicht, außer  im Van sitzen und irgendwie die Zeit besiegen, bis das Wetter besser wird.
An dieser Stelle möchte ich bitte ganz groß anmerken, dass ich den bisher unbesiegten Freddi ganz haushoch im Monopoly geschlagen habe 😉
Und so geht es heute am Dienstag auch erst mal weiter, morgen soll es besser werden, da kümmern wir uns um die ganzen Walks hier am Franz Josef Glacier, am Donnerstag buchen wir die geführte Tour auf den Fox Glacier, damit wir auch mal ganz drauf kommen und danach geht es auch schon weiter Richtung Süden.

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Wirklich Spannendes passiert hier also momentan nicht, mir ist nur mal wieder meine Unbeholfenheit in Bezug auf mein gezeigt worden – gestern bin ich ganz kurz im Regen mit dem Auto gefahren – Licht angemacht – Auto abgestellt – Licht schaltet sich nicht von alleine aus, bleibt also an – nach 2 Stunden gemerkt “Oh, hab das Licht gar nicht ausgemacht!” – aber da war es natürlich schon zu spät!
Naja, hier gibt es eigentlich auch nichts wirklich außer dutzenden von Touristengeschäften, aber in der Tankstelle konnte man sich so einen Jumpstarter ausleihen (die scheinen das hier oft bis zu 15 mal am Tag zu haben!), dann mussten wir noch mehrere Leute auf dem Parkplatz ansprechen, ob sie sich damit auskennen (ich sollte vielleicht nochmal anmerken, dass es in Strömen geregnet hat!) und irgendwann haben wir dann auch rausgekriegt wie das Teil funktioniert und mein Auto läuft wieder… und wir waren natürlich klitschnass :/
Aber gut, das Leben auf der Straße ist nun mal nicht ganz so einfach, muss man  ja auch mal gemacht haben 🙂 Morgen geht es auf einen Campingplatz mit Dusche – JUHU!

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