Drei Tage im Land der Gletscher
24 02 2011Irgendwann haben sich die Tage dann auch immer unerwarteter weise aufgeklärt, so dass man sich auch mal ein bisschen in Richtung der Gletscher bewegen konnte – erste Station war der Franz Josef Glacier! Sehr viel gibt es dazu auch gar nicht zu sagen, wir haben ja dann doch irgendwie einen ganz guten Tag erwischt und kamen auch ohne Guide relativ nah ran. Anfassen war noch nicht, das sollte ja noch kommen 😉
Am nächsten Tag war schon wieder nicht das beste Wetter, aber wie sind trotzdem schon mal zum nächsten Ort gefahren: Fox Glacier! Hier sollte dann auch unsere Gletschertour gemacht werden. Als der Regen mal aufgehört hatte, haben wir schon versucht an einen Lookout zu gelangen, aber wir sind ne gute Stunde umsonst den Berg hochgewandert, weil wir dann an einen Creek gekommen sind, der so vom Regen so überflutet war, dass er einfach unpässlich war… So konnten wir den Gletscher halt doch erst auf der Tour sehen, aber so schlimm war das gar nicht. Abends hat sich der Himmel noch einmal richtig aufgeklärt und so konnten wie noch eines der “Must-Do’s” in Neuseeland machen: Lake Matheson, der Spiegelsee. Bei Windstille und gutem Wetter kann man von den richtigen Stellen aus die Alps im Wasser sehen. Besonders schön ist das bei Sonnenauf- und –untergang. Der Sonnenaufgang blieb uns leider verwehrt, wäre auch zu schön gewesen, den Himmel hitner den bergen aufgehen zu sehen und dabei die Spiegelung um Wasser zu beobachten, aber immerhin konnten wir die rote Verfärbung der Berge in der Abendsonne sehen. Das war auch mal was für sich 🙂 Vor allem, da man nach dem miesen Wetter erst Recht nicht mit solchen Momenten rechnet, aber es war einfach verdammt schön!
(Ja, das sind drei Bilder von der selben Szene, aber die Sonne hat halt jedes Mal anders am Himmel gestanden und die Berge eingefärbt…)
Und mit so einem guten Wetter wie am Abend ging es dann auch am Morgen weiter und so konnte man sich noch mal mehr auf die Gletschertour freuen! Erst ging es leider nur am Rand durch den Wald den Berg hoch, da war noch nicht viel mit Gletscher und total anstrengend war das auch, aber nach guten 2 Stunden standen wir dann wirklich vor dem “Aufgang” zum Gletscher – eine Art Treppe, die jeden Morgen neu in den Schnee geschlagen wird, damit auch alle Touren raufgelangen. Und die ganzen “Treppenstufen” müssen jeden Morgen neu gemacht werden… Wir waren an dem Tag die erste Gruppe, deswegen mussten wir alle paar Meter mal eine Pause machen, damit wir überhaupt weiterkamen, aber so hatte man zumindest mehr Zeit für Fotos. Und selbst in eine Gletscherspalte kamen wir am Ende noch – jaja, das war schon was 😀 Jetzt kann ich immerhin sagen ”Ich war auf einem Gletscher!” So aufregend an sich fand ich das zwar jetzt nicht, aber man sollte ja alles mal ausprobiert haben…
Am Nachmittag haben wir dann auch noch die letzte große Etappe an der Westküste geschafft – die Strecke nach Haast. Ich hatte vorher schon nicht allzu viel gutes von dem Ort gehört, deswegen wusste ich auch nicht wirklich was ich erwarten sollte… Vor allem, da ich eigentlich ein ganz interessantes Jobangebot im Internet gelesen hatte. Aber glaubt mir: in Haast möchte man nicht bleiben! Das ist total winzig, mit einem überteuren winzigen Supermarkt und sonst einfach mal NICHTS! Das einzige Schöne dort ist das Besucherzentrum, aber das bringt mir ja dann auch nichts… Es sollte ja eh nur ein Zwischenstop sein, das sollte sich also aushalten lassen.
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