Heiße Quellen und “schnuckelige” Hostels
9 11 2010
Tag der Abreise (grauenvoll), zum Glück ging es nach ein bisschen Autofahren wieder – ich war ja nicht allein, dank Anna! Es ging also wieder nach Norden, an einen Ort der laut Lonely Planet 270 (und im Sommer 7000) Einwohner hat: Hahei. Also ein winzig kleiner Ort, der eigentlich auch nur wegen dem Hot Water Beach und der Cathedral Cove angefahren wird. Natürlich auch von uns 😉
Unser Hostel war so ein “schnuckeliges” (Wortwahl stammt nicht von mir!) kleines Häuschen von einem alten Ehepaar. Ich stelle mir das in etwa so vor: Ein Rentnerpaar, um die 60, stellt fest: “Man
ist es langweilig Rentner zu sein”, und dann funktioniert man ein paar Räume im Haus zu kleinen Schlafsälen um und macht ein kleines Hostel daraus. Es gab also genau zwei Schlafräume für je zwei Leute, das Badezimmer war eine Art umfunktionierter Abstellraum (groß und sauber! Der Begriff hört sich so negativ an…) und die Küche haben die einfach mit uns geteilt. Da gehört ja auch schon was dazu, wenn man sein Haus total fremden Leuten zur Verfügung stellt. Strandnähe, günstiger Zimmerpreis, gemachte Betten – ja, die Nacht war dann auch verdammt toll! So gut hab ich schon lange nicht mehr geschlafen.
Der Hot Water Beach war im Prinzip so wie erwartet – nur um einiges kleiner. Ich dachte eigentlich, das wäre so ein langgestreckter Strand, aber es ist ja eigentlich nur so ein kleiner Abschnitt, in denen dann halt die heißen Quellen sind. Und dadurch konnten wir von Glück sagen, dass noch keine Hochsaison war. Der Strand war ja so schon sehr überfüllt, ich will gar nicht wissen, wie es dort im Hochsommer ist!
Erst hatten wir Probleme überhaupt einen Anfang zu finden, da man teils ja echt Glück haben muss die richtige Stelle zu erwischen. Nach einigem Hin und Her haben wir dann einfach einen bereits bestehenden Pool besetzt, den andere gerade verlassen hatten. So einfach kann es gehen 🙂
Und das “Hot” heißt auch wirklich hot! Es gibt Stellen, an denen springt man vor Schmerzen auf, weil es an der
Stelle so heiß ist. Unser Pool war da noch ganz angenehm (zumindest meine Seite ;)), aber allzu lange kann man in den Teilen auch nicht liegen. Und man ist so verdammt dreckig danach, dass man noch mal ins Meer springen muss. Aber das war es wert!
Danach ging es noch weiter zur Cathedral Cove – steil bergauf und ab und immer weiter. Offiziell ist die Cathedral Cove ja gesperrt, aber nach dem Weg wäre es einfach zu schade gewesen, eines DER Must-Dos zu machen, also sind wir (wie eigentlich auch alle anderen) trotzdem durch gegangen – hat sich gelohnt!


